Tafel 261.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Helichiysum arenarium (nr. 432). Habitus.„ 2. Antennaria dioeca (pag. 456). Habitus der
weiblichen Pflanze.,, 2 a. Zwitteriges Köpfchen.
„ 3. Leontopodium, alpinuni (pag. 458). Habitus.„ 3 a. Weibliche Blüte.„ 3 b. Männliche Blüte.„ 3 c. Köpfchen (vergrössert).„ 3d. Frucht mit Pappus.
Fig. 4. Onaphalium luteo-album (nr. 430). Habitus
„ 4 a. Zwitterblüte.
„ 4b. Weibliche Randblüte.
„ 5. Gnaphalium uliginosum (nr. 431). Habitus
„ 5 a. Weibliche Randblüte.
„ 6. Gnaphalium silvaticum (nr. 426). Habitus.
„ 6a.Junge weibliche Randblüte.
„ 6 b. Zwitterblüte.
Erigeron uniflorus weist zahlreiche nahe verwandte Arten in den asiatischen Hochgebirgen, nochmehr jedoch in den Kordilleren auf und dürfte nach Vierhappers Untersuchungen wahrscheinlich auf einenursprünglich in Amerika (Kordilleren) heimischen Typus zurückzuführen sein, der von dort aus die asiatischenGebirge besiedelte und, sich in zahlreiche nah verwandte Typen gliedernd, dann auch nach Europa und indie Arktis gelangte. Engler hält einen Ursprung in den zentralasiatischen Gebirgen für wahrscheinlicher.Auch Erigeron polymorphus dürfte auf eine amerikanische Stammform zurückzuführen sein. Neuerdings istvon Skottsb erg und Vierhapper (Botaniska Notiser 1916) zwar der Nachweis erbracht worden, dass E. uni-florus und E. alpinus im südlichen Amerika fehlen; diese beiden Arten werden dort durch ähnliche Formen(E. Phih'ppi Schultz Bip. und E. Myosötis Pers.) vertreten.
415. Erigeron Canadensis L. Kanadisches Berufskraut. Franz.: Vergerette duCanada; engl.: Horseweed, butterweed; ital.: Saeppola, impia (in Locarno: Canov selvadigh).
Taf. 260, Fig. 1 und Fig. 226.
Wohl mit Hinweis auf ihre fremde Herkunft heisst die Pflanze im Nahegebiet Franzosestengel.Auf den hohen, zähen Stengel und auf den unangenehmen Geruch beziehen sich wilde Hampf (Thurgau),Stinkkraut (an der Mosel). Zu Widerruf (Jena), Hexebese (Aschaffenburg) vgl. „Berufkraut" (Erigeronacer, pag. 437).
Pflanze 1- oder 2-jährig, (4) 10 bis 100 cm hoch. Wurzel dünn, spindelförmig.Stengel aufrecht, stielrund, bis zum Blütenstand einfach, obervvärts stark verzweigt, steif-haarig, reichlich beblät-tert. Laubblätter lanzett-lich bis lineal-lanzettlich,spitz, kurz behaart undborstig gewimpert; dieunteren in den Stiel ver-schmälert, öfters entferntgezähnt, die mittleren undoberen mit verschmälertemGrunde sitzend. Köpfchensehr zahlreich (nicht seltenbis über 100), gedrängt, zueiner meist reichästigen,verlängerten, endständigenRispe vereinigt, klein, 3 bis5 mm breit. Hüllschuppenlocker, breit, hautrandig,
lineal-lanzettlich.
spitz,
Fig. 21b. Erigeron Canadensis L. Phot. V. Zünd, München