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FruchtFrucht.
curvula
1,2 bis 2 mm und 0,5 bis 0,7 mm breit. Pappus kaum doppelt so lang als die— VII bis IX.
An grasigen, humosen, steinigen Stellen, auf Schuttfluren, Moränen, im Carex■Rasen, im Nardetum, auf der Milchkrautweide, an kurzberasten Felsen der alpinen
Stufe, zwischen 1900 und 3000 m(am Monte Rosa im Wallis bis3600 m), selten tiefer (bis 1200 m)hinabsteigend. In den Ostalpen mit/ W ^"^"^Sä Vorliebe auf kalkfreiem Boden, in
denWest- und Zentralalpen bodenvag.
In Deutschland nur in den bayeri-schen Alpen, hier im westlichen Teile aufMergel- und Kalkhornstein häufig, im östlichenTeile nur sehr zerstreut(Krottenkopf,Schachen,Dreithorspitze, Rosstein, Miesing,Wendelstein,Rote Wand, Watzmann, Schönfeldspitze,Funtenseetauern, Schneibstein, Hohes Brett,Kahlersberg, Wildpalfen etc.). In Oester-reich durch die ganze Zentralalpenkette bisin die Niederen Tauern verbreitet, aber auchhie und da in den nördlichen Kalkalpen, soinVorarlberg, in Nordtirol (Muttenkopf, Wang-alpe bei Leutasch, Solsteinkette, Sonnwend-joch, Jufen), Salzburg(Steinernes Meer, Hagen-gebirge, Gratzerspitze bei Golling), Steier-mark (Hochschwab), Oberösterreich (GrosserPriel) und Niederösterreich (Schneeberg). Inden südlichen Kalkalpen nur in Tirol; hierbesonders auf Eruptivgestein häufig sowie aufdem Crna prst in Krain. In der Schweiz ziemlich verbreitet, im Tessin bis 1200 m herabsteigend, in dennördlichen Kalkalpen jedoch nur sehr zerstreut (Grosse. Windgelle, Schilt bei Glarus, Appenzeller Alpen).
Allgemeine Verbreitung: Arktisches Europa (südwärts bis Südnorwegen undNorrland), Pyrenäen, Auvergne, Alpen, Karpaten, Hochgebirge von Korsika, Apennin,Rhodopegebirge; arktisches Asien, Tibet, Kaukasus, Bithynischer Olymp; Grönland,arktisches Nordamerika (jedoch nicht im südlichen Südamerika!).
Erigeron uniflorus ist in Bezug auf Wuchsform, Grösse und Grad der Behaarung ziemlich veränderlich.Bemerkenswertere Abänderungen sind: f. älbida Gillot. Zungenblüten hellrosa, lila oder weisslich (Auf Ur-gestein), ■— f. purpuräscens Gillot. Zungenblüten dunkel rosarot (Vorzüglich auf Kalkboden). — f. ne-glectifdrmis Rikli (Fig. 225g bis i). Pflanze üppig, grossköpfig. Stengel hochwüchsig (10 bis 20 cm hoch),steiflich, aufsteigend. Köpfe 1,8 bis 2,7 cm breit. Pflanze im Habitus dem E. neglectus ähnlich, doch ohneweibliche Fadenblüten (Besonders in den Westalpen). — f. glabrescens Rikli. Hülle nur schwach behaart,meist purpurrot (Zerstreut). — f. elongätus Rikli. Stengel verlängert. — f. nänus Rikli (Fig. 225f). Stengelnur 1 bis 2 cm hoch, meist kürzer als die grundständigen Laubblätter (Hochalpine Kümmerform, kaum unter2000 m). — Von grösserer systematischer Selbständigkeit scheint zu sein var. Valesfacus Vierh. (als Art).Pflanze niedrig. Grundständige Laubblätter schmal. Köpfchen sehr klein. Hülle purpurn überlaufen, spärlichkurzhaarig. Zungenblüten rosenrot oder weisslich (Zerstreut in der südlichen Walliser Kette).
Erigeron uniflorus bewohnt mit Vorliebe kurzgrasige Matten und Felsen und zieht kalkfreien Bodenentschieden vor, kommt jedoch besonders in den Westalpen auch nicht gerade selten auf Kalkboden vor. Inden nordöstlichen Kalkalpen ist die Art jedoch sehr selten und fehlt in den südöstlichen Kalkalpen (bis auf denisolierten Standort auf dem Crna prst, auf Schiefer!) gänzlich. In den Alpen erscheint E. uniflorus gern inGesellschaft von Nardus stricta, Festuca Halleri, F. dura, Sesleria disticha, Carex curvula, Lloydia serotina,Dianthus glacialis, Geum reptans, Loiseleuria procumbens, Veronica bellidioides, Phyteuma hedraianthifolium<Bd. VI, pag. 283) und P. globulariaefolium, Antennaria Carpatica (Bd. VI, pag. 457), Hieracium alpinum etc.
Fig. 225. Erigeron polymorphus Scop. a Habitus eines mehr stengeligen,b eines einstengeligen Exemplares ('/» natürl. Grösse), c Laubblatt (ver-.grössert). d Hüllblatt, e Röhrenblüte, f Zungenblüte. — E. uniflorusL. var. n egl e et ifor m i s Rikli. g Habitus. // Stengelstück. i Hüllblatt. —k f. n an us Rikli.