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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
Entstehung
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443
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zwischen den Scheiben- und den Zungenblüten fehlend (oder spärlich?). Zungenblütenschmal-lineal, rötlich-lila, 4 bis 5 mm lang. Früchte 2 mm lang, behaart. Pappus weissoder rötlich, 3,5 bis 4 mm lang. VII bis IX.

Auf kurzrasigen Wiesen, an steinigen Stellen, Felsen der Alpen, zwischen 1000 und2500 m; mitunter mit den Bächen auch tiefer herabgeschwemmt (im Algäu bei Hindelangbis 830 m). Nur auf Kalk.

In Deutschland in den bayerischen Alpen zwischen 170(1 und 2300m verbreitet (Hier die häufigsteder alpinen Arten 1), nicht selten bis ins Tal herabsteigend. In O esterreich sowohl in den nördlichen als in densüdlichen Kalkalpen zwischen 1500 und 2500m allgemein verbreitet, mitunter auch tiefer herabsteigend; auchin den Zentralalpen auf kalkhaltigem Gestein nicht selten. In der Schweiz in der ganzen Alpenkette, besondershäufig in den nördlichen Kalkalpen (auch noch am Gäbris), sowie im Jura (Dole, Mont Tendre, Creux du Van).

Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen (in der schmalblätterigen f. OccidentälisVierh.), Alpen, Jura, Apenninen, Karst, Gebirge der Balkanhalbinsel; Erdschias Dagh inKleinasien. (Karpaten?).

Aendert wenig ab: var. exal t ätus Briquet. Pflanze höher (20 bis 30 cm), kräftig. Köpfe grösser(einschliesslich der Strahlblüten 2 '/« bis 3 cm breit), fast ungestielt. Gesamtblütenstand daher dicht (Waadt:Etivaz und Gumfluh im Saane Bezirk, Lemanische Alpen). Die in Gebirgen der Balkanhalbinsel beheimatetef. Grsecus Vierh. mit dicht graubehaarter Hülle findet sich in einer annähernden Form am Wiener Schneeberg.

Erigeron polymorphus wurde früher allgemein mit E. alpinus (pag. 438) verwechselt, bezw. nur fürdessen kahlblätterige Form gehalten. Die Untersuchungen Vierhapper's (Beihefte zum Botan. ZentralblattBd. XIX, Abt. 2) haben jedoch ergeben, dass beide Arten voneinander scharf verschieden sind, da bei Erigeronalpinus zwischen den zwitterigen röhrigen Scheibenblüten und den zungenförmigen weiblichen Randblüten stetsrein weibliche, engröhrige bis fädliehe Blüten vorhanden sind, die bei E. polymorphus vollständig fehlen.Vierhapper stellt aus diesem Grunde beide Arten in verschiedene Gattungen, E. alpinus zur Gruppe Trimorpha,E. polymorphus aber in die Gattung Erigeron im engeren Sinne. Die Kalkform (var. calcarea) von E. alpinuskommt dem E. glabratus habituell sehr nahe, hat aber stets zuugenlose weibliche Blüten.

In den Alpen ist E. polymorphus entschieden häufiger als E. alpinus und ist besonders in den Kalk-alpen sowohl auf Felsen als auf Wiesen von der höheren Voralpenregion an häufig, ohne jedoch die höchstenGipfel zu erreichen. Mit Vorliebe bewohnt die Pflanze die Sesleria-Halde und die Polsterseggenrasen (FirmetumSie wächst in den Ostalpen gern in Gesellschaft von Agrostis alpina, Trisetum alpestre, Sesleria caerulea subsp.varia, Carex sempervirens und C. firma. Juncus monanthos, Cerastium Carinthiacum, Dianthus alpinus, Anemonealpina, Ranunculus hybridus, Thlaspi alpinum, Hellanthemum alpestre, Saxifraga Aizoon und S. caesia, Potentillaaurea, P. Clusiana, Oxytropis montana, Hedysarum obscurum, Primula Clusiana, Veronica fruticans, Pedicularisrostrato-capitata, Campanula Scheuchzeri und C. pulla, Aster alpinus (Bd, VI, pag. 426), Eeontopodium alpinum,Achillea atrata, Hieracium villosum usw.

414. Erigeron umflörus L. (= Erigeron alpinus L. var. uniflorus Hook., = E. ArcticusRouy, = E. eriocephalus Vahl). Einblütiges Berufskraut. Taf. 260, Fig. 4 und

Fig. 225 g bis k.

Pflanze ausdauernd, (1) 3 bis 8 (12) cm hoch. Wurzelstock walzenförmig, schief,mehrköpfig. Stengel aufrecht oder bogig aufsteigend, fast stets einfach und einköpfig(ausnahmsweise 2- bis 3-köpfig), zerstreut oder, besonders oberwärts, dicht langhaarig-zottig,drüsenlos (Fig. 225 h). Laubblätter etwas dicklich, am Rande gewimpert, sonst ziemlichkahl; die grundständigen gestielt, keilig verkehrt-eilänglich, sehr stumpf, abgerundet odermitunter selbst etwas ausgerandet, in den Stiel allmählich verschmälert, ganzrandig. Stengel-blätter lanzettlich, mit verschmälertem Grunde sitzend, ganzrandig; die unteren stumpfoder spitz, die oberen spitz. Köpfchen einzeln, endständig, fast halbkugelig, 10 bis 27 mmbreit. Hüllschuppen lineal-lanzettlich, aufrecht oder etwas abstehend, grün oder an derSpitze violett überlaufen, dicht rauhhaarig bis wollig-zottig (Fig. 225 i). Scheibenblütenzwitterig, an der Spitze meist rötlich. Weibliche Fadenblüten fehlend. Zungenblüten schmal-lineal (Taf. 260, Fig. 4 a), 0,8 bis 1,2 mm breit, 2,5 bis 5 mm lang, weisslich oder blasslila.

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