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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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alpine Stufe (hier als subsp. angulosus in Graubünden bis 2300 m steigend). Gern aufKies- und Sandboden.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (nördlich bis 70° 3' nördl.Breite); West- und Nordasien; Nordamerika.

Als Ubiquist ist diese Art sehr veränderlich. Hieher: 1. subsp. äcer (L.), = subsp. typicus Beck.Pflanze + steiflich rauhhaarig bis fast grau. Laubblätter länglich, etwas wellig. Pappus weiss oder rötlich.Verbreitet bis ca. 1/00 m. f. ser ötinus (Weihe) Wirtgen. Pappus ziegelrot bis fuchsrot. Pflanze öfters sparrig. f. alpestris Rikli. Alpine Kümmerform mit + verkürzten Internodien, 6 bis 20 cm hoch, meist nur 4- bis10-köpfig. Grundständige Blätter zur Blütezeit, oft sogar noch zur Fruchtzeit vorhanden (Alpen, zwischen 1100und 2300 m). var. Vallesi'acus Beauv. Pflanze vielstengelig, reich beblättert. Grundblätter eiförmig-spatelig,zur Blütezeit vertrocknet. Stengelblätter 50 bis 100(1), dicht gedrängt, ungestielt, länglich-spatelförmig. Blüten-stand dicht gedrängt. Köpfe kurz gestielt (Wallis: Lens). var. racemösus Baumg. (= E. Podölicus Besser,= E. macrophyllus Herb., = Trimörpha Podolica Vierh.). Pflanze kräftig, bis über 60 cm hoch. Stengel dichtbeblättert. Laubblätter hellgrün, am Rande und am Mittelnerv steif borstig-gewimpert, sonst ziemlich kahl.Traube reichköpfig, stets ästig. Köpfe grösser. Zungenblüten deutlich länger als die Hülle. In Westpreussenzwischen Cutschkowo und Gruczno und mehrfach in Ostpreussen; ausserdem verbreitet in Galizien, Süd-russland und Siebenbürgen. 2. subsp. angulÖSUS Gaudin (= E. acre var. glabrätum Neilr., = E. DroebachiensisKoch nee F. O. Müller, = Trimörpha angulösa Vierhapper). Fig. 223 a bis c. Pflanze verkahlend. Stengelstraff aufrecht oder hin- und hergebogen, zerstreut kurzhaarig bis fast kahl, oft rotbraun gefärbt. Laubblätterschmäler, lineal-lanzettlich bis lineal, meist flach, kahl oder nur am Rande kurz bewimpert. Hülle kahl oderzerstreut angedrückt-kurzhaarig. Zungenblüten meist lebhafter gefärbt. Ziemlich verbreitet auf Moränen undim Sande der Gletscherbäche in den Alpen und Voralpen und von hier im Kies und in den Auen der Alpen-ströme weit ins Vorland herabsteigend, so noch bei Laufen an der Salzach in Oberbayern, am Inn bei Simbach,an der Isar bei München, am Lech bei Augsburg und Rain, im lllerkies bei Wiblingen (ob noch ?), bei Rheineckam Bodensee, am Rhein von Basel abwärts bis Mannheim, an der Limmat bei Dietikon, Peney bei Genf etc.Anscheinend auch in Norddeutschland. Hieher ferner: f. erectus Chenevard. Stengel steif, gerade, 50 bis 55 cmhoch (Tessin: Val Bavona). f. glaberrimus Scheele. Pflanze ganz kahl. Köpfe öfters grösser. E. gla-bratus ist keine eigene Art, wie früher angenommen wurde, obgleich sie mit dem Typus durch eine gleitende Reihevon nicht hybriden Mittelformen verbunden ist. Das Vorkommen der skandinavischen subsp. politus(Fr.) Schinz und Keller (Hülle fast kahl, gleich den oberen Teilen des Stengels mit fast sitzenden Drüsen-köpfchen besetzt) im Wallis scheint sehr unwahrscheinlich. Von den Eifelmaaren wird eine stengellose Formerwähnt. Als eine Missbildung ist auch die f. monoeephala zu bezeichnen, bei der sich nach der Mahdaus dem unteren Teile des verletzten Hauptstengels schlanke Aeste mit meist einzelnen Köpfchen entwickeln.Bei der f. proh'fera auet. sind die Seitenknospen der Blattachseln zu Blattbüscheln ausgewachsen.

Die Pflanze war früher als Herba Conyzae caerulea e aut minöris gebräuchlich und fand als Haus-mittel gegen Magensäure- und Harnbeschwerden Verwendung. Im frischen Zustande hat sie einen eigentüm-lichen Geruch und einen scharfen Geschmack (inde nomenl), den sie aber beim Trocknen einbüsst (Dr. Hegi).

409. Erigeron alpfnus L. (= Trimörpha alpina Vierhapper, = Stenäctis alpinus Cass.,= Tessenia alpina Bubani). Alpen-Berufskraut. Taf. 260, Fig. 3 und Fig. 223 d bis n.

Pflanze 2 bis 20 (40) cm hoch, ausdauernd. Wurzelstock walzenförmig, knotig,,schief. Stengel einzeln oder weniger zahlreich, aufrecht oder etwas bogig gekrümmt, einfachoder traubig verzweigt, wenig- (bis 10-)köpfig, besonders am Grunde rauhhaarig, drüsenlos.Laubblätter beiderseits ± angedrückt langhaarig und gewimpert; die grundständigen ver-kehrt-eilänglich bis spatelig-lanzettlich. Stengelblätter länglich bis lanzettlich; die unterstenin einem kurzen Stiel verschmälert, die mittleren und oberen mit verschmälertem Grundesitzend. Köpfchen fast halbkugelig, gross, 2 bis 3 cm breit. Hüllschuppen lineal-lanzettlich,spitz, aufrecht, 1 bis 1,3 mm breit, rauhhaarig und zerstreut kurz-drüsig. Scheibenblütengelb oder an der Spitze purpurrot, zwitterig (Fig. 223 d, i), zwischen denselben und denstrahlenden Randblüten stets dünnröhrige, fast fädliche, weibliche Blüten (Fig. 223 f, k).Zungenblüten weiblich, rosa oder purpurrot, schmal-lineal (Fig. 223 h, m), die Hülle um 3, 5bis 6 mm überragend. Früchte 2,5 bis 3 mm lang und 0,5 bis 0,7 mm breit, reichlich be-haart (Taf. 260, Fig. 3 a). Pappus 3 bis 4 mm lang. VII bis IX.