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6. Stengel fast stets einfach, rötlich angelaufen. Untere Laubblätter etwas fleischig, auf den Flächen(wenigstens unterseits) kahl. Hülle dicht wollig-zottig (Fig. 223 q), meist purpurrot. Sehr zerstreut in den Alpen.
E. neglectus nr. 410.
6*. Stengel einfach oder ästig. Untere Laubblätter nicht fleischig, auch auf den Flächen behaart.
Hülle rauhhaarig, aber nicht wollig-zottig, meist grün. Fehlt in Nieder- und Oberösterreich; für Krain unsicher.
E. alpinus nr. 409.
7. Hülle dicht wollig-zottig (Fig. 225i). Stengel stets einfach.....E. uniflorus nr. 414.
?*. Hülle flaumig-kurzhaarig. Stengel oft ästig. Nur auf Kalkunterlage. E. polymorphes nr. 413.
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408. Erigeron äcer L. (= Trimorphaia vulgaris Cass., = Trimorpha acris Vierhapper,
= Erigeron serötinus Weihe). Scharfes Berufskraut. Franz.: Vergerette äcre; ital.:
Amello, asterano. Tal 260, Fig. 2 und Fig. 223 a bis c.
Der Name Berufkraut, der jetzt lediglich ein Büchername zu sein scheint, bezieht sich darauf, dassman die Pflanze gegen das Berufen" (= Beschreien, Behexen) gebrauchte (vgl. auch Erigeron Canadensis, pag. 445).
Pflanze zweijährig oder ausdauernd, (6) 10 bis 100 cm hoch. Wurzelstock walzen-förmig, knotig, schief. Stengel aufrecht, seltener aufsteigend, ± rauhhaarig, drüsenlos, oftdunkelrot, oberwärts traubig-ästig, zuletzt fast ebensträussig,reichlich beblättert. Laubblätter± rauhhaarig und am Rande ge-wimpert, ganzrandig oder ent-fernt schmal gesägt; die unteren ä,gestielt, länglich verkehrt-eiför-mig bis keilig-länglich, in denStiel allmählich herablaufend, diemittleren und oberen länglich bislanzettlich, spitz, mit rasch ver-schmälertem Grunde sitzend.Köpfchen in einer einfachen oderästigen Traube, kurz walzlich,mittelgross (6 bis 13 mm breit),ziemlich lang gestielt. Hüll-schuppen angedrückt, schmallineal-lanzettlich, spitz, ± grau-langhaarig; die äusseren ganzkrautartig. Scheibenblüten grün-lich gelb. Zungenblüten 30 bis40, aufrecht, fädlich, so lang odernur wenig länger als die Scheiben-blüten, mit 3 bis 4 mm langerRöhre und gleichlanger schmalerZunge, hell-lila, gleichwie die zu-erst gelben, zuletzt schmutzig roten Scheibenblüten die Hülle um fast das doppelte über-ragend. Weibliche Fadenblüten weisslich. Frucht 2 mm lang, schwach behaart. Pappusdoppelt so lang als die Frucht, weiss oder rötlich (Taf. 260, Fig. 2a). — V bis IX.
Zerstreut, aber verbreitet an steinigen, dürren, trockenen Stellen, buschigen Ab-hängen, in Waldschlägen, im Schotter der Flüsse, an Weg-, Acker- und Feldrändern, anFelsen, Mauern, auf Moränen, Waldschlägen, Kohlenmeilern; von der Ebene bis in die
Fig. 223. Erigeron acer L. subsp. angulosus Gaud. a Habitus ( l js natürl.Grösse), b Zungenblüte, c Frucht mit Federkrone. — Erigeron alpinus L.d bis h Entwicklungsreihe von der Röhrenblüte zur Zungenblüte. * Röhrenblüte.k und / Verkümmerte Zungenblüte, m Zungenbliite. — Erigeron neglectusKerner. n Habitus ('/a natürl. Grösse), o Stengelstück./ Laubblatt (vergrössert).q Hüllblatt, r Weibliche Fadenblüte, s, t Verkümmerte Zungenblüte, u ObererTeil der verkümmerten Zungenblüte (Fig. d bis h nach U exküll - Gy 11 en-band. Fig. r bis / nach Rikli, die übrigen Figuren Original).