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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
Entstehung
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Von Abänderungen werden genannt: f. amelloides (Bess). Laubblätter etwas kerbzähnig. Hüll-schuppen mehr spitz. f. laüticeps Beck. Hüllschuppen verkehrteiförmig-spatelig, an der Spitze fast kreis-rund mit purpurrotem, häutigem Rande. f. tinctdrius Wallr. Pappus fuchsrot. f. hispidus DC. Laubblätterlänger und rauher behaart.

Die bis 5 cm breiten Köpfe von Aster Amellus duften schwach nach Vanille. Die violett gefärbtenStrahlblüten, etwa 20 an der Zahl, stechen von den ca. 40 goldgelben Scheibenblüten grell ab. Die Zungenblütenhaben eine 2 mm lange Röhre und eine etwa 13 mm lange Zunge; ihr blau gefärbter Griffel breitet seinebeiden Aeste auseinander. Die Scheibenblüten besitzen eine l 2 1 /s bis 3 mm lange, enge Röhre, die sich zueiner 3 mm langen Glocke erweitert. Der Griffel wächst schliesslich 3 mm weit über diese aus der Antheren-röhre hervor. Seine Schenkel sind derart gebogen, dass sie sich mit der konkaven und papillösen Seite einanderzuwenden und an der Spitze berühren; später krümmt sich ihre Aussenseite noch stärker, so dass sie sichaneinander vorbeibiegen. Als Besucher wurden verschiedene Fliegen (Anthomyia, Echinomyia, Eristalis, Syrphus),Hautflügler (Halictus, Ammophila, Bombus, Vespa) und Schmetterlinge (Pieris, Vanessa, Epinephele) beobachtet.

A. Amellus ist eine Wärme und Trockenheit liebende Kalkpflanze der Niederungen. Hier erscheintsie gern (Fig. 218) in Begleitung von Anthericum ramosum, Trifolium medium, Helianthemum Chamaecistus,Daucus Carota, Peucedanum Cervaria, Teucrium Chamaedrys, Knautia arvensis, Buphthalmum salicifolium,Molinia caerulea etc. In Westpreussen, wo A. Amellus fast ausschliesslich dem engeren Weichselgeländeangehört und wie Inula hirta buschige Lehnen und Kalkhügel bewohnt, kommen als Begleitpflanzen in BetrachtThalictrum minus subsp. flexuosum, Ononis spinosa, Eryngium planum, Falcaria Rivini, Libanotis montana var.Sibirica, Seseli annuum, Peucedanum Cervaria und P. Oreoselinum, Laserpitium pruthenicum, Stachys rectus,Asperula tinctoria, Campanula Sibirica, Chondrilla juncea, Lactuca Scariola, Crepis praemorsa, Hieraciumechioides etc. In Bayern (Oberbayern, Mittel- und Unterfranken) ist A. Amellus geschützt. Früher wurde dasKraut und die Wurzel als rädix et herba Asteris Attici in den Apotheken geführt (Dr. Hegi).

401. Aster Novae Ängliae 1 ) L.

SternblumevonNeu-England-Fig. 219.

Pflanze bis über 1 m hoch,ausdauernd, oberwärts drüsen-haarig. Wurzelstock kriechend,Ausläufer treibend. Stengelkräftig, steifhaarig-flaumig, ober-wärts trugdoldig verästelt, drüsig.Stengelblätter länglich bis lan-zettlich, spreizend; die unterenmit verschmälertem Grundesitzend oder kurz gestielt, dieoberen mit stengelumfassendemGrunde sitzend, alle ganzrandig.Blätter der Aeste viel kleiner alsdie Stengelblätter. Köpfchenzahlreich, zu einer rispigen Trug-dolde vereinigt, an den Endender Aeste meist gehäuft, 2 bis4 cm breit. Hülle halbkugelig.Hüllschuppen wenig ungleichlang, grün, lineal - pfriemlich-,flaumig und klebrig-drüsig(Fig. 219e). Scheibenblüten gelb.

Fig-. 219. Aster Novae Angliae L. a und J> oberer Teil von blühendenPflanzen (r/3 natürl. Grösse). c t d Köpfchen, e, f Hüllblätter.

') Nova Anglia = Neu-England; alter Name für die englischen Kolonien in Nordamerika.