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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Strahlblüten weiblich, meist zahlreich (+ 40 bis 50), blauviolett, dunkelblau, rosarot bisleuchtend magentarot. Frucht dicht behaart. IX bis XI.

Aus Nordamerika stammende Zierpflanze, die leicht verwildert und sich stellenweisean Flussufern oder auf Schutthaufen eingebürgert hat.

In Deutschland am Rheinufer in der Rheinprovinz und am Eibufer bei Hamburg ziemlich häufig,ferner in Mecklenburg, Moglin bei Wrietzl, Züllichau und Krummendorf in Brandenburg, in Baden (am Neckarbei Wieblingen, sowie bei Freiburg i. B., Scherzhausen [1902], Wiehre 1906). In der Schweiz bei Genf,Otelfingen und Zürich. In O esterreich bisher nicht beobachtet.

Diese Art wird in den beiden folgenden, von einander ziemlich abweichenden Formen kultiviert: var.hortensis Nees. Köpfe am Ende des Stengels und der Aeste gehäuft, sehr kurz gestielt; der Stiel desendständigen Köpfchens höchstens 1 bis 2 cm lang. var. amplexicaülis (Lam.) Pers. (= Aster amplexi-caülis Lam., = A. spürius Willd.). Köpfchen + einzeln am Ende verlängerter, beblätterter Zweiglein; auchdas endständige Köpfchen über 5 cm lang gestielt.

Die Blütenköpfe dieser Art haben einen charakteristischen kampfer- oder terpentinartigen, an Calen-dula erinnernden Geruch. Die Strahlblüten nehmen gegen Abend eine Art Schlafstellung ein. Die Artgehört zu den schönsten der ganzen Gattung und ist neuerdings zu einer beliebten Schnittblume geworden. Siebeansprucht sonnige Standorte.

402. Aster levis L. (= A. mutäbilis L.?, = A. rubricaülis Lam., = A. amplexicaülis Willd.nee Lam., = A. cyäneus Hoffm., = A. glaucescens Nees, = A. levigätus Curt. nee alior.).

Glatte Sternblume. Fig. 220.

Pflanze 60 bis 120 cm hoch, ausdauernd. Grundachse kriechend, Ausläufer treibend.

Stengel aufrecht, kahl, bläulich bereift,Stengelblätter bläulich bereift, kahl,dicklich, ei-lanzettlich bis lanzettlich;die unteren in den kurzen Stiel zuge-schweift, die oberen mit stengelum-fassendem Grunde sitzend; die unterenschmal anliegend gesägt, die oberenganzrandig. Blätter der Aeste vielkleiner als die Stengelblätter, schuppen-förmig oder pfriemlich. Köpfchenlang gestielt, in einer lockeren Rispeoder Doldenrispe, 2,5 cm breit. Hüll-schuppen ungleich lang, dicht dach-ziegelig angeordnet; die äusseren vielkürzer, weisslich, lederig, mit scharfabgesetzter, grüner Spitze, die ganzeHülle daher weisslich und grün ge-scheckt (Fig. 220 b). Scheibenblütengelb. Zungenblüten weiblich, blau.Früchte behaart. IX bis XI.

Aus Amerika stammende Garten-zierpflanze, die stellenweise an Ufern,in Auenwäldern, Gebüschen auch ver-wildert vorkommt.

In Deutschland in Westfalen (Lipp-stadt vor dem Südertor), an der Saale zwischen

. T ..* , ..... .. . ,..,, Rudolstadt und Unterhasel, um Leipzig, Rothe-

Aster levis L. a t ai, az Habitus (1/3 naturl. Grosse), b Hülle.

c Hüllblatt. hörn bei Magdeburg, in Hannover (Gladebeck,

Fig. 220.