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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Pappusborsten, die als Haftorgane fungieren (Bidens; Taf. 263, Fig. 2 b, 2 c). Um dem Früchtchen ein leichteresAbfallen zu ermöglichen, schlagen sich bei vielen Kompositen die Hüllblätter zur Fruchtreife zurück (Seneciovulgaris, Taraxacum).Heterokarpie" kommt bei der Gattung Calendula (siehe dort) und verwandten Gattungenv or. Nach den Untersuchungen von S chwere und Gerdts kann wie bei der Karyopse der Gramineen von einerregulären Verwachsung zwischen Pericarp und Samentesta nicht die Rede sein. Beide sind zwar eng an-einander gepresst (Fig. 206 m), jedoch verhältnismässig leicht zu trennen. Was dagegen die Antheren der Kom-positenblüten anbetrifft, so findet nach Gerdts eine wirkliche Verwachsung der Cuticula statt. Auch im reifenZustande werden die Antheren durch ein breites Cuticularband ring- oder röhrenförmig zusammengehalten.Anatomisch sind die röhrenblütigen Kompositen durch das Vorkommen von Oel-, Harz- oder Balsam-gängen, die sich mitunter bis in die Köpfchen verfolgen lassen, ausgezeichnet, ferner durch das häufige Vor-handensein markständiger Weichbastgruppen oder Leitbündel. Die zungenförmigen Kompositen hingegenentbehrenmeist der Oelgänge, weisen aber langgestreckte, verzweigte, gegliederte Milchsaftröhren (vgl. Einleitung Fig. 29 a)auf. Bezeichnend für viele Kompositen ist ferner das Auftreten des KohlenhydratesInulin", das sichinsbesondere in den Wurzeln vorfindet (Näheres über d'esen Körper bei Inula Helenium). Für die Achaenen

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Fig. 206. a bis c Griffel von Senecio vulgaris L. in verschiedenen Stadien, d bis/ von Aster sp. g bis i Ilaare von

C r asso c e p hal u m flavum Decaisne. h Ilaarabschnitte (auf der Oberhaut) von Erigeron alpinus L. / Ankerhaare von

Ceruana pratensis Forsk. m Querschnitt durch die Frucht von Dahlia variabilis Desf., n Randpartte mit r K.ohleschichf

(1) vergrössert. o Diagramm von Carduus (Fig.g bis nach Ilanausek).

vieler Kompositen sind diezweireihigen Etagendrüsen" sowie die sog.Zwillings"- oderDoppelhaare"bezeichnend. Diese letzteren sind typisch 3-zellig, mitunter auch 4- oder sogar 5-zellig und bestehen auszwei langen, miteinander engverbundenen Haarzellen und einer (seltener 2) kleineren, oft stark verdickten,englumigen Basiszelle. In vielen Fällen sondern die verdickten Haarzellen Schleim ab, welch' letzterer beider Quellung im Wasser gleichsam ausgestossen wird (Fig. 206 g bis 1). Auf diese Weise umgibt sich die Fruchtmit einem klebrigen Ueberzug, wodurch ein Festkleben der Achaenen an der Unterlage ermöglicht wird. Eineweitere anatomische Eigentümlichkeit vieler Kompositenfrüchte am häufigsten in derTribus der Heliantheen, dochnachHanausek auch bei Tagetes, Arnica und Carthamus ist das Vorhandensein der sog.Kohleschicht"im Perikarp (Fig. 206 m, n). Es ist dies eine tiefbraune oder schwarze, opake Masse, die sich gegen die Ein-wirkung der meisten chemischen Reagenzien gänzlich indifferent verhält. In der Eängsansicht stellt dieselbegewöhnlich ein eigenartiges Netz von anastomosierenden Strängen dar; seltener bildet sie eine Tapete vonparallel gestellten, schmalen, rechteckigen Platten (Tagetes). Stets erscheint die Kohleschicht an der Aussen-seite des mechanischen Gewebes (der Bastzellbündel) und ist in der Regel am Scheitel der Frucht am stärkstenausgebildet (Dr. Hegi).