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Androsace villosa, Gentiana Clusii, Bartschia alpina, Pinguicula alpina, Globularia cordifolia subsp. bellidifolia,Phyteuma orbiculare, Achillea Clavenae, Aster ßellidiastrum, Leontopodium alpinum und Hieracium bifidumsubsp. caesiiflorum. Diese Art besitzt nach Janchen weitaus das grösste Verbreitungsgebiet von allen Artender Gattungen; denn dasselbe erstreckt sich über 10 Längengrade und 9 Breitegrade. Die nördlichsten Stand-orte liegen in Italien bei 43° 37' nördl. Breite (Passo del Furlo, Breite von Ancona) und in Krain bei 45° 37'(Schneeberg und Göttenitzer Alpe, Breite von Triest). Wegen der grossen Breitenausdehnung ist E. gramini-folius auch die veränderlichste Art dieser Gattung.
Blütenbiologisch verhält sich Edraianthus wie Campanula. Als Besucher wurden Fliegen und Thrips-Arten beobachtet. Selbstbestäubung durch Zurückrollen der Narbenlappen ist möglich.
DCCXXVI. Jasiöne 1 ) L. Sandglöckchen.
Ausdauernde oder zweijährige, krautige Pflanzen, vom Aussehen einer Skabiose,mit einfachem oder in verlängerte Aeste geteiltem Stengel. Laubblätter wechselständig,ungeteilt. Blüten (Taf. 255, Fig. 3 a) klein, sitzend oder kurz gestielt, in endständigen,kugeligen, von Hüllblättern umgebenen Köpfchen. Kelch mit fünf schmalen, freien oderam Grunde etwas miteinander verwachsenen Zipfeln. Blumenkrone schmal röhrig-trichterig,aus 5 linealen, freien Zipfeln bestehend (Fig. 199 k), die zuerst miteinander vereint sind (wiebei Vitis) und sich dann vom Grund gegen die Spitze allmählich zu teilen. Staubblätterfünf, mit pfriemlichen Staubfäden und am Grunde etwas miteinander verwachsenen, obenfreien Antheren. Fruchtknoten unterständig, zweifächerig, mit zahlreichen zentralwinkel-ständigen Samenknospen. Griffel einfach, ungeteilt. Narben zwei. Frucht eine an derSpitze sich mit 2 kurzen Klappen öffnende Kapsel (Taf. 255, Fig. 3 b). Samen ellipsoidisch,0,6 mm lang und 0,1 bis 0,2 mm breit.
Die Gattung umfasst 5 Arten, die vom Mittelmeergebiet bis nach Mittel-Europa verbreitet sind.
Blütenbiologisch verhalten sich die Arten der Gattung Jasione ähnlich wie Phyteuma. Da aber dieKronzipfel von Anfang an frei sind, ist der Honig leichter und auch für Insekten mit kürzerem Rüssel zugänglich.Die Gattung nähert sich blütenbiologisch insofern den Compositen als das Futteral des pollenbedeckten Griffelsnicht durch die zusammenhaftenden Kronzipfel, sondern durch die mit ihrem Grunde verwachsenen Staubbeutelgebildet wird. Wie bei vielen Kompositen entspringen in den Achseln der Hüllblätter gelegentlich sekundäreKöpfchen. Zuweilen sind auch in normalen Köpfen die Einzelblüten gestielt. Die Blüten können 4- und 6-zählig sein.
t. Zweijährige Pflanze mit einfacher, spindeliger Wurzel, die weder Blattsprosse noch Ausläufer treibt.Laubblätter am Rande wellig-kraus...................J. montana nr. 384.
1*. Ausdauernde Pflanze mit Ausläufer treibendem Wurzelstock (Fig. 199 h, hi). Laubblätter flach.Nur in Westdeutschland........................J. perennis nr. 383.
383. Jasione perennis L. Ausdauerndes Sandglöckchen. Fig. 199h bis m.
Pflanze ausdauernd, 25 bis 60 cm hoch. Wurzelstock Ausläufer treibend, die amEnde teils überwinternde Blattsprosse, teils Blütenstengel tragen. Stengel kräftig, aufrecht,meist einfach, zerstreut langhaarig. Laubblätter gewimpert und zerstreut langhaarig, länglich-lanzettlich, breit zugespitzt; die unteren mit stielartig verschmälertem, die oberen mit ab-gerundetem Grunde sitzend, am Rande meist flach. Blüten in einem langgestielten, 2,5 bis3 cm breiten, kugeligen, endständigen Köpfchen. Hüllblätter (Fig. 1991) breit dreieckig-rundlich, grob und scharf gezähnt, besonders gegen den Grund zu kraus behaart. Kelchzipfelpfriemlich, kahl. Blumenkrone 12 bis 15 mm lang, blaulila, mit weit herausragendem Griffel(Fig. 199 k). — VII, VIII.
In Wäldern, an buschigen, sandigen Abhängen, auf Heiden; nur in West-deutschland. Fehlt in Oesterreich und der Schweiz gänzlich.
In Deutschland ziemlich verbreitet in den Vogesen, auf den Vorbergen des Münstertales, am Roten-bachkopf, Hohneck, Taneckfelsen, im Breisgau, im oberen Schwarzwald, in der Pfalz (häufig in der östlichen
') iaouhvt] [Jasione], von Idaig [iäsis] = Heilung; bei Theophrast Name einer heilkräftigen Pflanze.