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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Auf Alpenmatten (im Curvuletum), steinigen Triften, im Felsschutt, an Felsen, Gräten :in der alpinen Stufe von 1800 bis 2600 m (Bernina), selten tiefer (bis 1300 m) hinabsteigend.In den Urgebirgsalpen des westlichen Tirol und der Schweiz. Fehlt in Deutschland.

In Tirol nur in der Ortlergruppe, auf dem Stilferjoch, Tonalepass, dem Cercenapasse bei Rabbiund auf der Cima dei Frate; vermutlich auch in Vorarlberg. In der Schweiz in der ganzen Kette derZentralalpen auf Urgestein verbreitet, am häufigsten in den Penninischen Alpen, doch auch noch am Tödi inden Glarneralpen.

Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, westliche Zentralalpen bis zur Ortler-und Adamellogruppe, südlich bis zum Comersee und Col di Tenda.

379. Phyteuma globularüfölium Sternb. et Hoppe (= P. paueiflörum L. z. T., Pers.,

Koch z.T.). Armblütiger Rapunzel. Fig. 197o bis q.

Ausdauernd, 1 bis 5 cm hoch. Wurzelstock ästig, mehrköpfig. Stengel aufrecht,blattlos oder 1- bis 4-blätterig, kahl. Grundständige Laubblätter zahlreich, zungenförmigbis verkehrt-eiförmig, rasch in den Stiel zusammengezogen, abgerundet stumpf, mitunteran der Spitze mit 3 bis 5 kleinen Kerben, flach. Stengelblätter den Grundblättern ähnlich,doch kleiner und schmäler. Alle Laubblätter kahl oder etwas gewimpert. Blüten in einemkugeligen, 2- bis 7-blütigen Köpfchen. Die äusseren Hüllblättchen breit-rundlich, oft breiterals lang, abgerundet stumpf, an der Spitze manchmal klein gekerbt, sehr selten etwasspitzlich, am Rande krausbehaart, an der Spitze oft bläulich. Tragblätter alle breitrundlich, nur die 2 innersten länger als breit. Kelchzipfel schmal dreieckig. Blüten tiefblauviolett (selten weiss), in der Knospe gekrümmt. Narben drei (Fig. 197 q). VII bis IX.

Auf Alpenmatten, an felsigen Stellen und in Gesteinsfluren, in der Hochalpenstufe(2000 bis 3000 m) der Ostalpen; nur auf Urgestein und Eruptivgestein. Fehlt in Deutsch-land und in der Schweiz.

In Oesterreich in Tirol vom Ortler und von den Oetztaler Alpen ostwärts durch die ganzeZentralkette und die Kitzbüheler Schieferalpen verbreitet, ferner im Nonsberg, auf der Ilmenspitze in Proveis,sowie zerstreut auf den Eruptivgesteinen der Dolomiten (Schiern, Latemar, Rodella, Fassa, Padon, Monzoni,Cavalese, Paneveggio, Primär) und im Val Sugana und in der Cima d'Astagruppe. In Salzburg und Kärntenverbreitet in den Zentralalpen, in Steiermark in den Niederen Tauern, Murauer- und Seethaler Alpen; fehltjedoch im Gebiet der Kor-, Stub- und Gleinalpe. In Nieder- und Oberösterreich sowie in Krain fehlend.

Allgemeine Verbreitung: Ostalpen.

Aendert ab: var. Tirolense R. Schulz. Hüllblätter abgerundet stumpf. Stengelblätter 1 bis 4.var. acutifölium R.Schulz. Hüllblätter und oft auch die Stengelblätter etwas spitz. var. nänum R. Schulz.Stengel niedrig, blattlos oder mit einem den Hüllblättern ähnlichen Blättchen.

Die bisher besprochenen Arten gehören der Sektion Euphyteüma mit sitzenden Blüten an.

380. Phyteuma comösum L. (= Synotoma comosum R. Schulz, = Schellanderia Carin-thiaca Francisci). Schopf-Rapunzel, Teufelskralle. Fig. 198 und 199a bis d.

Pflanze ausdauernd, 5 bis 15 cm hoch. Wurzelstock kurz, holzig, mehrköpfig.Stengel aufrecht, überhängend oder liegend, oft hin- und hergebogen, kahl. Laubblätterkahl, hellgraugrün; die grundständigen lang gestielt, nierenförmig, ungleich tief einge-schnitten gezähnt. Stengelblätter verkehrt-eirundlich bis elliptisch; die obersten länglich,alle entfernt tief und spitz gezähnt, die obersten mitunter am Rande etwas wimperig.Blüten zu 8 bis 20, kurzgestielt (Stiel 2 bis 5 mm lang), in einer halbkugeligen endständigen,von Hüllblättern umgebenen Scheindolde. Hüllblätter wenige, den oberen Stengelblätterngleichgestaltet, etwa so lang wie die Blüten. Tragblätter der Blüten klein, pfriemlich.Kelchzipfel pfriemlich-lanzettlich. Blumenkrone 16 bis über 20 mm lang, eiförmig, am Grundebauchig aufgeblasen, gegen die Spitze zu in einen aus den von einander sich nie ganzlösenden Zipfeln gebildeten Schnabel verschmälert, vor dem Aufblühen gekrümmt (Fig. 199b),