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350. Campanula Baumgarteni x ) Becker (= C. rotundifölia L. var. lancifolia Mertenset Koch, = C. hirta Schultz, = C. lancifolia Witasek). Lanzettblätterige Glockenblume.
Pflanze ausdauernd, 15 bis 50 cm hoch. Grundachse kurz, mit rübenförmig ver-dickten Wurzeln besetzt. Stengel aufrecht, reichlich, fast zottig behaart. Grundblätterlang gestielt, nierenförmig.Stengelblätter lanzettlich, beid-endig gleichmässig verschmä-lert, 7 bis 10 mm breit; dieuntersten mitunter sogar ei-förmig, kurz gestielt, alle ganz-randig oder schmal gesägt, amRande und unterseits an denNerven, manchmal auch aufder Fläche zerstreut lang-haarig. Blütenstand rispig,reichblütig. Blüten und Blüten-knospen nickend. Kelchzipfellanzettlich-pfriemlich, aufrechtoder etwas abstehend. Blumen-krone trichterig, etwa 2 cmlang, blauviolett. — VIII.
In Wäldern, an stei-nigen, buschigen Stellen,Wald-rändern, gerölligen Abhängen.In Deutschland im Gebieteder Vogesen, im Elsass (Nie-derbronn, Ottilienberg, Barr,von Bitsch bis Weissenburg),m Bayern (Untere Hochebene :
Friedberg, Ottmaring und Hügelhart bei Augsburg, bei München) und in der Rheinpfalz(B>ahn, Elmstein, Trippstadt, Petersbächel bei Fischbach), sowie bei Frankfurt a. M.(Feldberg).
AIlgje meine Verbreitung: Südwest- und Süddeutschland.
351. Campanula rhomboidälis L. Ra'utenblätterig e Glockenblume. Taf. 257,
Fig. 3.
Pflanze ausdauernd, 25 bis 70 cm hoch. Wurzelstock dick, mehrköpfig. Stengel
aufrecht, einfach, durch herablaufende Linien etwas kantig, an den Kanten unten spärlich
anghaarig, sonst kahl. Grundblätter zur Blütezeit vertrocknet, fehlend. Stengelblätter
reich, eiförmig bis eilanzettlich, spitz, mit abgerundetem Grunde sitzend, grob gesägt,
nde unc i unterseits an den Nerven, seltener auch auf der Fläche, zerstreut lang-
nach oben zu allmählich kleiner und schmäler werdend. Blüten ziemlich lang
^ ' elr >er schmalen, oft etwas einseitswendigen Traube, sehr selten einzeln, nickend.
nospen aufrecht. Kelchzipfel aus dreieckiger Basis lineal, kürzer als die halbe
Blumenkron e, aufrecht, kahl. Blumenkrone weitglockig, 1,2 bis 2 cm lang, bis zu »/,
J ) Benannt nach Johann Christian Baumgarten, geb. 1765 in Luckau, Arzt in Schässburg inSiebenbürgen, gest. daselbst 1843, Verfasser einer „Flora Lipsiensis" und einer Flora von Siebenbürgen.
Fig. 186. Campanula Scheuchzeri Vi 11, a } b Habitus ( 8 /s natürl. Grösse), c Blüte
ohne Krone, d Staubblatt. -— C. linifolia Scop. e Habitus, f Blüte ohne Krone.
ff Grundständiges Laubblatt.