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barbata, Phyteuma betonicifolium (bezw. Zahlbruckneri), Chrysanthemum^ Leucanthemum, Arnica [montana,Centaurea pseudophrygia (bezw. C. nervosa), zu Tausenden schmückt. Doch tritt sie, meist in einer niedrigenAlpenform (s. u.), auch noch auf steinigen Alpenmatten auf. Die Standortsangaben aus t den Sudeten undBeskiden sind mit Rücksicht auf etwaige Verwechslungen mit C. Kladniana nachzuprüfen.
Campanula Scheuchzeri erscheint in mehreren Formen. Hieher: 1. subsp. Witasekiäna (Vierh.)Hayek (= C. Scheuchzeri Vill. var. Schleichen Beck, ob C. Schleichen Sut. ?). Stengel steif aufrecht, bis50 cm hoch. Stengelblätter schmal lineal-lanzettlich, mit verschmälerter Basis sitzend; die unteren an der Basisgewimpert. Blüten in wenigblütiger, meist einfacher, endständiger Traube, nickend. Blumenkrone 15 bis 20 mmlang, dunkel blauviolett (Zerstreut auf Wiesen der Ostalpen). —■ 2. subsp. Scheuchzeri (Vill.) Hayek. Stengelliegend, aufsteigend oder aufrecht, bis 30 cm hoch. Untere Stengelblätter lanzettlich, obere lineal-lanzettlich,alle sitzend, an der Basis gewimpert. Blumenkrone 20 bis 30 mm lang, tief blauviolett. Blüten einzeln, end-ständig, selten in 2- bis 3-blütiger, sehr lockerer Traube (Verbreitet). Hieher ferner auch: var. Stirfaca(Schott, Nyman et Kotschy) Wohlf. Stengelblätter sehr zahlreich, dicht stehend, aufrecht, etwas steif. Stengelaufrecht, etwas starr. Blüten oft aufrecht (Auf trockenen Alpen wiesen der Zentralalpen.) — var. consan-gui'nea (Schott, Nyman et Kotschy) Dalla Torre und Sarnthein. Pflanze etwa 30 cm hoch. Grundblätter eiförmigoder herzförmig, entfernt gesägt. Untere Stengelblätter lanzettlich, entfernt gesägt; die oberen lineal, ganzrandig,Kelchzipfel mehr als halb so lang als die Blumenkrone, aufrecht oder wagrecht abstehend (Zerstreut in Tirol).—var. Mälyi (Schott, Nyman et Kotschy) Dalla Torre und Sarnthein. Etwa 30 cm hoch, mehrblütig. Grund-blätter gekerbt; untere Stengelblätter lanzettlich, obere lineal-lanzettlich, lang zugespitzt. Blumenkrone kurz undbreit (Auf der Kirschbaumer Alpe bei Lienz in Tirol). — var. Villa rsiäna Hayek. Stengel liegend oderaufsteigend, bis 15 cm hoch. Stengelblätter lanzettlich, nur die obersten zuweilen lineal. Kelchblätter lanzettlich-lineal. Blüten einzeln oder zu 2 bis 3, oft aufrecht (Hochalpenform). — var. hirta Hausm. (= var. Valdensisautor. nee C. Valdensis All.). Pflanze besonders im unteren Teile abstehend kurzhaarig (Zerstreut in Tirol,in Niederösterreich und in der Schweiz). — 3. subsp. Kerneri (Witasek) Hayek. Stengel aufrecht, schlank«Stengelblätter entfernt; die unteren lanzettlich, die oberen lineal-lanzettlich; alle deutlich gestielt. Blüten einzeln,endständig, aufrecht. Kelchzipfel lineal, so lang bis länger als die halbe Blumenkrone, meist abstehend.Blumenkrone ca. 2,5 cm lang (Im Gschnitztale und auf dem Säuling bei Vils in Tirol). — Ausserdem gehörthieher: f. macröcalyx Thellung. Kelchzipfel ungefähr so lang wie die Krone (wie bei C. linifolia). Stengel-blätter lanzettlich (Bayern, Schweiz). — Gelegentlich kommen auch gefüllte Blüten vor. — Die Früchte zeigeneine eigenartige Oeffnungsweise. Nach Beck und Schröter lösen sich von der zentralen Plazentarsäule Streifenaus mechanischen Zellen los, welche, fingerartig sich krümmend, die Kapselwände einreissen. Die feinkörnigen,0,14 mg schweren Samen sind der Verbreitung durch den Wind angepasst.
349. Campanula Beckiäna 1 ) Hayek] (= C. rotundifolia L. var. mäior Neilr., = C. ro-tundifolia L. var. multiflöra Neilr., = C. laneeoläta Beck nee Lapeyr., = C. pseudolanceoläta [Sag.]Beck nee Pantocsek, == C. Hostii Witasek nee Baumg.). Vi el blutige Glockenblume.
Pflanze ausdauernd, 15 bis 60 cm hoch. Wurzelstock einzelne rübenförmig ver-dickte Wurzeln tragend. Stengel steif aufrecht, kantig, unten an den Kanten etwas borstig-behaart, sonst kahl, bis oben reich beblättert. Grundblätter lang gestielt, rundlich-herz-förmig, gekerbt, zur Blütezeit schon vertrocknet. Stengelblätter breit- bis schmal-lanzettlich,spitz, mit breiter, fast etwas stengelumfassender Basis sitzend oder die untersten sehr kurzgestielt, fein gezähnelt oder ganzrandig, weich, schlaff, kahl. Blüten in einer ± reich-haltigen, endständigen Rispe, nickend. Blütenknospen nickend. Kelchzipfel lanzettlich-pfriemlich, 1 ja bis 7 2 so l an g w ' e die Blumenkrone. Blumenkrone etwa 2 cm lang, glockig,blauviolett. Kapsel nickend. — VII bis IX.
In lichten Wäldern, auf Wiesen, an steinigen, buschigen Plätzen und in Holzschlägen.Nur in den Voralpen von Oesterreich in Niederösterreich (von Lilienfeld ostwärts sowieim Wiener Walde) und in Steiermark (auf dem Hochschwab). Kaum in 'der Schweiz.Auf Kalk und Sandstein (Wienerwald).
Allgemeine Verbreitung: Nordöstlichste Alpen.
') Nach Günter Ritter Beck von Managetta und Lerchenau, geb.^1856, Professor der systematischenBotanik an der Universität Prag, Verfasser der Flora von Niederösterreich, Wien, 1889 bis 1893.