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An Felsen, steinigen Waldrändern. Sehr zerstreut in den südlichen Kalkalpen vonOesterreich; fehlt in Deutschland und der Schweiz vollständig.
Bisher nur bekannt aus Tirol (Alpen von Scanuppia), Krain (Crna prst) und Südsteiermark (in denSannthaler Alpen im Logartale und am Aufstieg von Leutsch zur Alpe Vodole).
Allgemeine Verbreitung: Südtirol, Krain, Südsteiermark.
Campanula inconcessa steht in der Mitte zwischen C. Scheuchzeri einerseits, C. linifolia und C. ro-tundifolla andrerseits. Von C. Scheuchzeri unterscheidet sie sich durch die aufrechten Blütenknospen, dieschmäleren Kelchzipfel und die meist fehlende Wimperung des Blattgrundes, von C. linifolia durch kürzere, auf-rechte Kelchzipfel und durch die kleinere, dunkel blauviolette Blumenkrone, von C. rotundifolia durch die sitzendenLaubblätter und die fehlende oder nur an den Kanten angedeutete flaumige Stengelbehaarung und den papil-lösen Kelch. Von allen verwandten Arten ist sie durch die auffallend kurzen Antheren verschieden. Vermutlich•st die Pflanze hybrider Abkunft, möglicherweise von C. Scheuchzeri und C. rotundifolia subsp. racemosa.
348. Campanula Scheuchzeri 1 ) Vill. (= C. uniflöra Vill. nee L., = C. linifolia Haenke
nee Scop., = C. rotundifolia L. var. grandifiora Neilr., = C. prosträta Dulac, = C. dileeta
Schott, Nyman et Kotschy). Scheuchzer's Glockenblume. Fig. 186a bis d.
Pflanze ausdauernd, 5 bis 40 cm hoch. Laubsprosse zuweilen fehlend. Wurzelstockkriechend, ästig, hie und da mit rübenförmig verdickten Fasern besetzt. Stengel aufrecht,selten aufsteigend, schwach kantig, ganz kahl. Grundblätter lang gestielt, rundlich-nieren-förmig, gekerbt, zur Blütezeit schon vertrocknet. Stengelblätter lanzettlich bis lineal; dieuntersten mitunter breit-lanzettlich, kurz gestielt, die übrigen mit scheidig-verschmälertemGrunde sitzend, am Grunde deutlich gewimpert, sonst kahl, ganzrandig oder die breiterenschwach gezähnt. Blüten einzeln, endständig oder in 2- bis 6-blütigen Trauben. Blüten-knospen nickend. Fruchtknoten glatt. Kelchzipfel lanzettlich bis lineal, meist etwas längera ls die halbe Blumenkrone, aufrecht, seltener etwas abstehend. Blumenkrone meist ziemlichgross (18 bis 25 mm lang), weitglockig, bis zu 7* ihrer Länge in eiförmige, bespitzte Zipfelgespalten, dunkel blauviolett. Antheren 6 bis 8 mm lang, so lang oder länger als dieStaubfäden (Fig. 186d). Kapsel kreiseiförmig, nickend, nahe dem Grunde mit 3 Löchernsich öffnend. Samen eiförmig, 0,6 bis 0,7 mm lang, schwach zusammengedrückt. — VII,VIII.
Auf Wiesen, Weiden, an Waldrändern, felsigen Stellen, im Felsschutt, auf Schuttfluren,Alluvionen der alpinen Stufe, von ca. 1400 bis 3100 m; nicht selten aber auch tiefer, bisin die Täler (400 m) hinabsteigend. Ausser der Alpenkette im Schweizer Jura, im Schwarz-wald (Feldberg, Belchen, Herzogenhorn, zwischen Todtnau und Schönau), im bayerischenWald (Waldhauswiese am Lusen [ob noch?], Schönebene?), im Böhmerwald, im Riesen-gebirge, im mährischen Gesenke (Peterstein, Hohe Heide, Grosser Kessel, Köpernik) undin den Beskiden.
Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Alpen, Jura, Schwarzwald, Sudeten,rpaten, Apennin, Illyrische Gebirge, Arktisches Russland, Skandinavien.
Campanula Scheuchzeri, die besonders früher vielfach als eine alpine Form der C. rotundifolia L.
tet wurde, ist von derselben durch den gänzlich kahlen oder bei f. hirta abstehend kurzhaarigen, aber
s eir "flaumigen Stengel, die sitzenden, am Grunde gewimperten Laubblätter, sowie die nickenden Blüten-
u nd die Blütenfarbe verschieden. Zwischenformen zwischen beiden Arten sind entweder wie C. in-
j, , ve rmutlich hybriden Ursprunges, oder aber, wie C. Kladniana-Formen, die mit C. Scheuchzeri nur im
r. _ ln der Blütenfarbe übereinstimmen, aber in allen wesentlichen Merkmalen stark abweichen. —
campanula Seh
Talsohl K- • lzeri ist durch die ganze Alpenkette auf jeder Bodenunterlage verbreitet und steigt von der
Wiese - f a alpine Stufe hinauf; am häufigsten aber ist sie in der oberen Waldregion, wo sie oft die
... , ° x anthum odoratum, Festuca rubra subsp. fallax, Polygonum Bistorta, Rumex arifolius, Me-
landnum rubrum Rar,,, , r " ,
, ' iVclnu nculus acer, Arabis Halleri, Anthyllis affinis, Geranium phaeum, G. silvaticum, Hypericum
__^__ P'nella maior, Chaerophyllum aureum, Primula elatior, Alectorolophus hirsutus, Campanulal ) Vgl. Bd. I, pag . U7>