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flaumig, oben kahl, einfach, oben einfach traubig. Laubblätter kahl; die grundständigenzur Blütezeit meist verdorrt, rundlich-eiförmig bis rhombisch, in den kurzen Stiel zugeschweift-verschmälert, entfernt kerbsägig. Stengelblätter meist sparrig abstehend, gegen den Stengel-grund zu gedrängt, oben mehr entfernt; die untersten eilanzettlich, die übrigen lanzettlich,beidendig verschmälert, sitzend, spitz, die unteren kerbsägig, die mittleren und oberen ganz-randig. Blüten massig lang gestielt, in einer wenigblütigen, meist einseitswendigen Traube,nickend. Blütenknospen nickend. Kelchzipfel pfriemlich-lineal, 2 bis 4 mm lang, vielkürzer (nur x /ö bis 1 /» so lang) als die Blumenkrone, aufrecht. Blumenkrone 10 bis 15 mmlang, länglich-glockig, nach vorn zu leicht verengt, mit kurzen breit-dreieckigen, aufrechtenZipfeln, hell-blauviolett, oft dunkler geädert, sehr selten weiss. Kapsel nahe dem Grundemit 3 Löchern sich öffnend. — VIII, IX (später als C. cochleariifolia).
Im Felsschutt, an Felsen, im Flussgeschiebe der Kalkalpen von O esterreich;von den Alpentälern (ca. 600 m) bis an die Waldgrenze (ca. 1800 m).
In den nördlichen Kalkalpen von den Haller Mauern ostwärts durch Ober- und Niederösterreich undSteiermark verbreitet, nach Nordosten bis auf die höheren Berge des Wiener Waldes (Badener Lindkogel)■"eichend und mit den Alpenflüssen oft bis ins Alpenvorland herabgeschwemmt (an der Donau bei Melk undan der Enns bei Steyr). In den südlichen Kalkalpen westlich der Etsch nur auf der Alpe Tuenna, im Nonsberg,bei Stenico und im Val di Ledro, östlich der Etsch verbreitet durch Südtirol, Kärnten, Südsteiermark undKrain bis auf die höheren Gipfel des Karstes (Caven,Nanos), jedoch nicht mehr auf dem Krainer Schneeberge.Auch an der Save bei Jezi ca. 300 m, an der Pischenza und im Bistricatal.
Allgemeine Verbreitung: Oestliche Kalkalpen von Oesterreich und Oberitalien,Westkarpaten.
Campanula caespitosa ist eine charakteristische Voralpenpflanze, die nicht über die Waldgrenzehinaufsteigt, gleichwie Potentilla caulescens und Hieracium humile. Mit Vorliebe erscheint sie im Felsschuttder Täler und Schluchten und wächst hier in Gesellschaft von Rumex scutatus, Silene inflata subsp. alpina,rieuosperma alpestre, Dianthus plumarius, Moehringia ciliata, Papaver alpinum, Biscutella levigata, Hutchinsiaalpina, Dryas octopetala, Helianthemum alpestre, Stachys Jacquinii, Euphrasia Salisburgensis, Galium lucidum,abiosa l uc ida, Petasites niveus, Carduus defloratus, Crepis Jacquinii, Hieracium bupleuroides, H. porrifolium,m den Südalpen auch von Willemetia prenanthoides. Stellenweise, wie im Hochschwabgebiet und in den Julischenu nd Sanntaler Alpen, ist die Art ausserordentlich häufig und nimmt nach Westen zu an Häufigkeit allmählicha b. Sie zeigt innerhalb der Alpen eine ganz ähnliche Verbreitung wie Potentilla Clusiana und reicht gleichdieser in den Nordalpen viel weniger weit westwärts als in den Südalpen; sie fehlt jedoch im Gegensatz zuPotentilla Clusiana in den Illyrischen Gebirgen.
Campanula caespitosa ändert nur selten ab: var. hfrta Hausm. Stengel und Laubblätter ziemlichicht kurz-steifhaarig (Bei Niederdorf im Pustertal in Südtirol.) — Die Blüten sind gegen den Grund breiter,•g (f. typica Beck) oder glockig-trichterförmig (f. Austriaca Beck).
41. Campanula cochleariifolia 1 ) Lam. (= C. pusilla Haenke, = C. rotundifolia L. var.pusilla Neilr., = C . Hochstetteri Schott, Nyman et Koschy). Niedliche Glocken-bl ume. Franz.: Campanule fluette. Taf. 256, Fig. 1 und Fig. 185.
oi-ätf q erolI Pflanze heisst diese Art Steiglöggli, Muräglöggli, Murglöggli (Schweiz, Wald-
scatten, ooiothurn).
kurzkriech 1 ' 11126 aUsdauernd > ( 3 ) 5 bis 15 ( 30 ) cm hoch - Wurzel spindelförmig, zahlreiche,o. , , e ' rasi ge Blattrosetten tragende Stämmchen und blühende Stengel treibend,
otengel aufrecht nH -c •
• . , . aer aufsteigend, einfach, oberwärts traubig, unten zerstreut bis reichlich
, n ' * n Härchen besetzt, oben meist kahl. Laubblätter kahl oder am Stiel mit
■ r.. .' , . ärchen besetzt; die der grundständigen Blattrosetten lang gestielt,
,.. Ri • ' am ^ run( ie gestutzt, schwach herzförmig oder allmählich in den
verschmälert, entfernt grob gesägt, mit breitem, kurz zugespitztem Mittel-
*) Von Cochlearia,grundständigen Laubblätter.
Löffelkraut (vgl. Band IV, pag. 134), und folium = Blatt; wegen der Gestalt der