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Fig> 184. Campanula cxcisa Schleicher, a Habitus ( 3 /s natürl. Grösse), b Blüte, c Ebenso,
aber die Krone entfernt. (/Staubblatt, e UnteresiStengelblatt. — Campanula caespitosa Scop.
f Habitus, g Längsschnitt durch die Blüte.
Anhängsel zwischen den Zipfeln; Kelchzipfel pfriemlich - fädlich, spitz (Fig. 184 c), vielkürzer als die Blumenkrone, abstehend (Fig. 184b). Blumenkrone hell-blaulila, trichterig, 2 bis
3,5 cm lang, fast bis zurHälfte in fünf Zipfelgespalten; die Zipfel
dreieckig - eiförmig,am Grunde verengt,die Buchten zwischenihnen stumpf, ausge-rundet, seitlich ausge-schnitten (Fig. 184 b).Kapsel nickend, nahedem Grunde mit dreiLöchern aufspringend.Samen zahlreich, flach,etwas konkav, 0,5 mmlang und 0,25 mm breit.— VI bis IX.
In Felsspalten, imFelsschutt und zuwei-len im Flussgeschiebeder höheren Voralpen- und Alpenregion (von 1400 bis 2340 m); auf Gneiss- und Granit-boden. Nur in der Schweiz im Wallis und im Tessin.
Im Wallis nur im Gebiete zwischen dem Bietschtal und Münstertal und zwischen dem Saastal und Binntal,westlich bis zur Gratlinie vom Monte Rosa über die Mischabelgruppe, nördlich vom Rhonetal im Bietsch-, Baltschieder-und Gredetschtal, Beialp, ausserdem im Simplongebiete bei Zwischenbergen, Gondo, Almagelalp, Turggental,im Binntal, Längtal, Stockhorn, Hockmattersee etc. Im Tessin beiderseits der vom Monte Basodino südwärtsverlaufenden Kammlinie, so Forca di Bosco, Alp de l'Avolgia 1750 m, Alp d'Arnau im Val Campo, MottoMinaccio, Val Calneggia ca. 1400 m, Bocchetta di Porcoreccio, Val Onsernone, sowie auf dem Monte Ghiridone,im Val Camadra (bei Chirone) und angeblich am Monte Generoso. Aber nicht in Tirol; früher von der Fedaja-Klamm angegeben (Dr. Hegi).
AllgemeineVerbreitung: Französische Westalpen, Penninische Alpen, Tessin;ganz vereinzelt am Monte Braulio bei Bormio, im Val Brembana (Bergamasker Alpen) undin den Cadorischen Alpen.
Diese zierliche, kleine Glockenblume, die im Jahre 1789 von Schleicher im Wallis entdeckt wurde,besitzt ein relativ engbegrenztes und fast geschlossenes Verbreitungsgebiet. Das Hauptareal liegt im östlichenTeil der Penninischen Alpen, von wo die ziemlich verbreitungsfähige Pflanze nach Norden wenig über die Rhone undbis östlich ins Tessin ausstrahlt. Ganz isolierte Standorte liegen in den südlichen Alpen (siehe oben!). Auf demGipfel des Monte Braulio ob Bormio ist C. excisa nach Ernst Furrer und Massimo Longa im Jahre 1832von Comolli tatsächlich gesammelt worden, seither aber nie wieder. Nach Binz erscheint die Pflanze aufden Geröllhalden im Binntal neben Festuca Halleri und F. violacea, Carex curvula, foetida und sempervirens,Juncus Jacquini und trifidus, Luzula lutea, spadicea und spicata, Oxyria digyna, Cardamine resedifolia, Sedumroseum, Saxifraga stellaris, moschata und exarata, bryoides, Potentilla grandiflora, frigida und aurea, Sieversiamontana, Sibbaldia procumbens, Trifolium alpinum, Viola calcarata, Androsace obtusifolia, Gentiana Kochiana,Myosotis alpestris, Linaria alpina, Veronica alpina, Bartschia alpina, Phyteuma hemisphaericum, Aster alpinus,Erigeron uniflorus, Achillea moschata, Chrysanthemum alpinum, Senecio Doronicum und S. incanus, LeontodonPyrenaicus, Hieracium glanduliferum und intybaceum etc. (Dr. Hegi).
340. Campanula caespitosa Scop. Rasen-Glockenblume. Fig. 184f und g.
Pflanze ausdauernd, 10 bis 30 cm hoch. Wurzelstock wagrecht, zahlreiche dichte,rasige, aufrechte oder am Grunde aufsteigende Stengel treibend. Stengel unterwärts fein-