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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Aendert ab: var. macräntha (Fisch.) Ascherson et Graebner. Pflanze grösser, steifer. Stengelkurzhaarig. Laubblätter derber. Kelchröhre oft dichtzottig. Blüten grösser. So wild im Kaukasus; bei unsnur in Gärten kultiviert. var. cor data Celak. Alle Laubblätter mit Ausnahme der obersten herzförmig.Blattstiele oberwärts geflügelt (Harz, Böhmen).

335. Campanula pyramidalis L. Pyramiden -Glockenblume, Aronsrute.

Fig. 181 e und f.

Ausdauernd, meist aber nur 2- oder 3-jährig, 30 bis 150 cm hoch. Wurzel senkrecht,dick, möhrenförmig, schuppig-faserig. Stengel aufrecht, einfach oder rispig-ästig, stumpf-kantig, kahl, weisslich. Laubblätter kahl; die grundständigen lang gestielt, breit-herzförmig,abgerundet stumpf, grob gesägt oder gekerbt, Stengelblätter allmählich kürzer gestielt,eiförmig oder lanzettlich, am Grunde herzförmig oder rasch zusammengezogen, gekerbtoder knorpelig gesägt. Blüten meist zu dreien auf kurzen Stielen, in den Achseln deroberen lanzettlichen, tragblattartigen Stengelblätter, aufrecht, eine lange (50 bis 100 cm)schlanke Traube oder pyramidale Rispe bildend. Kelch ohne Anhängsel in den Buchten,kahl. Kelchzipfel lineal, abstehend, zuletzt zurückgebogen (Fig. 181f), viel kürzer als dieBlumenkrone. Blumenkrone weitglockig, bis 3 cm breit, bis fast zur Mitte in spitz-dreieckigeLappen zerteilt, hell blauviolett oder blassblau, selten weiss. Kapsel nahe dem Grundemit 3 Löchern aufspringend. VII, VIII.

An Felsen, auf steinigen Triften und an Mauern. Nur in Oesterreich im Inner-krainer Karstgebiet, besonders bei Idria und Triest. Fehlt in Deutschland und in derSchweiz wenigstens ursprünglich gänzlich; wird aber nicht selten als Garten- und Topf-pflanze kultiviert. In nördlichen rauhen Gegenden (z. B. in München) geht die Pflanzeim Winter meist zu Grunde.

Allgemeine Verbreitung: Lombardei, Venetien, Südkrain, österreichischesKüstenland, Kroatien, Dalmatien.

Im Küstenland ist diese mediterrane Art nach Beck im Isonzotal aufwärts bis Ronzina, Selo undPodselo, wo sie von 150 bis 200 m Höhe neben Andropogon Gryllus, Eryngium amethystinum, Tamus communis,Ruscus aculeatus, Asplenium Ceterach und Scrophularia canina üppig gedeiht. Ebenso findet sie sich im Idrica-Tal am Südabhange des Strug bei ca. 450 m Höhe inmitten von voralpinen und alpinen Arten (Dr. Hegi).

336. Campanula Raineri *) Perpenti. Insubrische Glockenblume. Fig. 183a bis c.

Ausdauernd, (2) 5 bis 10 cm hoch. Wurzelstock kriechend, ästig, kriechende,attrosettentragende Stämmchen treibend. Stengel aufrecht, von nach rückwärts gerichtetenarchen kurzflaumig, etwas kantig, beblättert, einblütig. Laubblätter besonders am Randean den Nerven zerstreut kurzhaarig; die unteren und mittleren gestielt, elliptisch, iniel zugeschweift, stumpf-kerbsägig, stumpflich, die untersten abgerundet stumpf, dieen eln ptisch bis lanzettlich, mit verschmälerter Basis sitzend, spitz, kerbsägig. Blüteig, last sitzend, aufrecht. Kelch in den Buchten ohne Anhängsel, etwas kurz-flaumig. Kelchzipfel breitlanzettlich, allmählich zugespitzt, deutlich 3-nervig (Fig. 183 c),o <T v.- 6r Sa ^'^' ^ ast ^alb so l an g w * e die Blumenkrone. Blumenkrone weitbauchig-trichterig,cm lang un d 3 bis 4 cm breit, bis etwa zu 1 k mit breit dreieckigen, kurzzugespitzten Lappen gespalten, kahl, hellblaulila. Griffel kürzer als die Krone (Fig. 183b).Kapsel aufrecht, nahe dem Grunde sich mit 3 Löchern öffnend. VIII, IX.

"rir V, 6n Und selten er im Felsschutt der alpinen Stufe (1300 bis 2200 m); nur in

den südlichen Kalkalpen. I n Oesterreich in Südtirol (Cima del Frate und Monte Bondol

im Val Daone) und in der SA.' zu . r ^ u o\__________ > uer Schweiz (Monte Generoso; ob noch?).

j Benannt nach Erzherzog Rainer von Oesterreich, Vizekönig der Lombardei, geb. 1783, gest. 1864(Vgl. Flora, II. Jahrg. 1819, p ag . 63). .