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Fig. 174. Cucurbita Pepo L. in Kultur.Phot. B. Haldy, Mainz.
zu den trocknenden Oelen. Im durchfallenden Licht ist es grünlich, im auffallenden dunkelbraun. In Amerika istdas Oel ein beliebtes Bandwurmmittel. Der wirksame*Bestandteil soll nach Dorner und Walkowitsch ein
kristallisierbares Glykosid, Cucurbitin, nach Heckel ein Harzsein, das seinen Sitz in der Samenhaut hat. Auch als Kaffee-surrogat werden die Kürbissamen gelegentlich verwendet.Ausserdem gibt es über 100 in Grösse, Form undFärbung der Früchte abweichende „Zier- oder Schmuck-Kürbisse", die zur Bekleidung von Lauben oder in Gärtengezogen werden. Die meist ungeniessbaren Früchte, dienach der Reife, sofern sie trocken und luftig aufbewahrtwerden, noch lange Zeit frisch und trocken bleiben, werdengern zur Ausschmückung von Zimmern verwendet. Sortenmit hart- und holzigwerdenden Schalen lassen sich für ver-schiedene Gebrauchszwecke (Laternen) verarbeiten. Da dieZier-Kürbisse zum Ausarten geneigt sind, muss man sie zeit-weilig wieder aus „echten" Samen heranziehen. Hieher:der „Warzen-Kürbis" (C. verrucosa L.) Fig. 172g und h.Früchte von verschiedener Form, stets + reich mit Warzenbesetzt. — „Turban-" oder „Türkenbund-Kürbis" (C. tur-baniförmis Roemer, = C. Melöpepo L., = C. clipeiförmisBlackwell). Fig. 172 e. Franz.: Turban, bonnet d'electeur,potiron couronne; ital.: Zucca turca, z. turbante. Früchteniedergedrückt, mit hervortretendem, höckerigem Rande(Fig. 172e), unten öfters anders gefärbt als oben. Rindestets hart. — „Birnen-Kürbis" (C. pyxidäria DC, = C.piriformis Lobel). Fig. 172 f. Frucht von der Grösse und Formeiner Birne, mit derber Rinde. Samen klein. — „Apfel-"oder „Apfelsinen-Kürbis" (C. pomiförmis Roemer).Frucht von der Grösse und Form eines Apfels, hartschalig.Fleisch hart. — „Schwarzfrüchtiger Kürbis" (C. melanosperma A. Br., = C. ficifölia Bouche). Früchtelänglich, beiderseits abgerundet, glatt, grün, mit weisslichen Längsstreifen. Samen schwarz. — „Schiromon-Kürbis" (C. giromöntia Alef.). Früchte lang, mehr als 2 mal so lang als breit, + zylindrisch oder an der Spitzebreiter, warzig oder glatt, zuweilen mit Längsrinnen.— „Zitrull-Kürbis" (C. citrüllina Alef.). Frucht eiförmig,verkehrt-eiförmig oder elliptisch, höchstens 2 mal so lang als breit, gross oder mittelgross, glatt oder warzig. —„Schild-Kürbis" (C. clypeata Alef., = C. depressa hört.). Frucht hartschalig, mit 10 Rippen, die nach unten, inder Mitte oder nach oben in Höcker ausgehen, zuweilen nur mit Rippenhöckern allein. Fleisch hart, weiss.Samen klein. —'„Eier-Kürbis" (C. ovffera L.). Frucht eigross, ohne Warzen. — Weitere Formen werden be-zeichnet als Mantelsack-Kürbis (vgl. nr. 322), Bischofsmütze oder Pasteten-Kürbis, Herkuleskeule, Pulverhorn,Straussenei, Stachelbeer-Kürbis etc. (Dr. Hegi). — Von Abnormitäten sind zu erwähnen: Eigenartige Ver-bänderungen (die Pflanze kann schliesslich zu einer unförmigen Fleischmasse werden), Doppelranken, Zwitter-blüten, verlaubte Kelche (sogar solche mit Ranken!), 5 freie Staubblätter, 6- oder 7-zählige Blüten, halbunter-ständige Fruchtknoten, verwachsene Kotyledonen etc.
321. Cucurbita mäxima Duch. Riesen-Kürbis. Franz.: Courge, courge potiron.
Einjährig. Stengel niederliegend oder mittels der mehrspaltigen Ranken kletternd,bis über 4 m lang, kantig, knotig-steifhaarig. Laubblätter gestielt, aus herzförmigem Grunde5- bis 7-lappig, mit abgerundeten, durch schwache Buchten von einander getrennten Lappen,steifborstig bis steifhaarig. Männliche Blüten in blattwinkelständigen Büscheln, die weiblicheneinzeln; die Stiele sowohl der männlichen als der weiblichen Blüten stielrund. Kelchröhre dermännlichen Blüten trichterförmig, mit linealen bis fast fädlichen Zipfeln. Blumenkrone 7 bis10 cm breit, goldgelb. Frucht meist sehr gross, 60 bis 100 kg schwer, mit kaum faserigemFleisch und nicht zerfliessenden Plazenten. Samen 20 bis 29 mm lang, kaum gerandet, weissoder gelblich. — VI bis IX.
Wird in Süddeutschland und in Oesterreich in verschiedenen Sorten als Gemüse-pflanze oder Viehfutter gebaut. Stammt wahrscheinlich aus dem tropischen Amerika.