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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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so in Friaul bis 1000 m. Ausserdem zufällig auf Schutt oder an Wegen verwildert. Stammtwahrscheinlich aus Amerika (Mexiko, Texas).

Die Heimat unsererkultivierten Kürbis-Arten ist sehrwahrscheinlich in Amerika zusuchen, wo wildwachsende aus-dauernde Arten vorkommen. In alt-peruanischen Gräbern von Anconsind auch Samen von Cucurbitamoschata(pag.32/)gefunden wor-den. Wann die Kürbis-Arten in Eu-ropa eingeführt wurden, ist nichtganz sicher gestellt, da die älterenAngaben eine Entscheidung, obes sich um unsere Kürbisse, Me-lonen oder die altweltlichen Lage-naria-Arten handelt, nicht immerleicht zulassen. Immerhin nimmtman in neuerer Zeit ziemlich all-gemein an, dass die echten Kürbisseaus der neuen Welt stammen undsich erst seit deren Entdeckungdurch die Europäer, also seit dem16. Jahrhundert, über die alte Weltverbreitet haben. Jedenfalls wurdenm ganz Amerika schon lange vorder Ankunft der Europäer vonden Indianern verschiedene Kürbis-arten angebaut. Bis zum Landeder Huronen an den kanadischenSeen gab es Kürbisse. NachEuropa kam der Kürbis, der sichdann daselbst als Gartenfruchtsehr rasch einbürgerte, im 16. Jahr-hundert. Gleichzeitig mit dem Mais und dem spanischen Pfeffer (Capsicum) erscheint er 1543 abgebildetn dem Kräuterbuch von Leonhard Fuchs in Basel und zwar unter der Bezeichnungtürkisch Cucumer".

Der Kürbis gedeiht überall, wo der Mais gedeiht, vortrefflich, und wird daselbst allgemein auf freiemFelde (Fig. 174), oft auch als Zwischenfrucht auf Mais- oder Runkelrübenfeldern oder in Weinbergen gebaut;ausserdem findet man ihn allenthalben in Gärten oder auf Komposthaufen kultiviert. Bei gutem Anbau lieferter bis zu 1200 Meterzentner Ertrag pro Hektar. Er gedeiht am besten auf humosem Lehm bei reichlichertJüngung. Man sät die Samen Ende Mai aus, indem man sie 1,25 bis 1,50 m von einander in bis 50 cm tiefe undweite, mit Kompost und oben mit guter Erde gefüllte Löcher steckt, oder aber man zieht sie in Töpfen im Mist-beet heran, um sie später ins freie Land zu verpflanzen. Haben die Pflanzen vier Nebenranken getrieben, so"cht man die Spitze des Hauptsprosses und nach dem Fruchtansatz auch die Nebenranken ab. Jede Pflanzesollte nur etwa acht Früchte zur Reife bringen.

Die Frucht enthält ca. 90% (79,67 bis 95,40) Wasser, 1,10% Stickstoffsubstanz, 0,13% Fett, 1,34%ucker, 1,22% Holzfaser und 0,73% Asche. Sie liefert nicht nur ein vortreffliches Mastfutter (besonders füriweine), sondern wenigstens die bessern Sorten auch ein nicht zu unterschätzendes Gemüse. Ebenso

Fig.173. Cucurbita Fcpo L. a Blütenspross. b Männliche Blüte, c Ebenso, aber die Kron-blätter entfernt, d, e, f Androeceum in verschiedenen Stadien, g- Männliche Blüte (vonaussen), h Junger Fruchtknoten mit Narbe, i Blütenknospe, k Frucht. / Same, vi Schnitt

durch denselben.

sie wie Gurken in Essig oder Zucker eingemacht. In ganz Südeuropa dienen die auf die mannigfaltigste

wird

l se zubereiteten Früchte der ärmern Bevölkerung als Zusatz zur Brotnahrung. Die besten Speisekürbisse

r Markkürbis Hubbard, Mikado (unempfindlich gegen Nässe), der nicht rankende virginische und

nische Kürbis, sowie Cococelle von Tripolis (sehr fruchttragend), ferner verschiedene Sorten von C. ma-

a, wie Melonenzentner, Astrachan-Kürbis, Riesen-Melonenkürbis, Riesen-Mammut, Silbergrauer Zentner-

r 'S, Vegetable marrow, Courge gaufre, Coccocello, Ohio, Valparaiso etc. Auch Branntwein kann aus den

ruchten gewonnen werden. Aus den Samen, die auch als Vogelfutter benützt werden, wird ein in einzelnen

ändern als Speiseöl dienendes fettes Oel (20 bis 25%) gepresst; geringere Sorten finden auch als Brennöl

rwendung. Das Oel trocknet an der Luft sehr langsam, bildet somit einen Uebergang von den nicht trocknenden