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zwei paarweise mit einander verwachsen, das fünfte frei. Antheren S-förmig gekrümmt, zu einerzentralen Säule verwachsen (Fig. 173e, f), die (infolge paarweiser Verwachsung der 4 Staub-blätter) von drei breiten Staubfäden getragen wird (Fig. 173c), die zwischen sich drei Lückenfrei lassen, zuweilen auch alle 5 Staubfäden frei ausgebildet (Fig. 173d). Weibliche Blütenmit 3 dreieckigen Staminodien und einem unterständigen 3- bis 5-fächerigen Fruchtknoten mitzahlreichen Samenanlagen. Griffel 1, kurz, mit 3 bis 5 zweilappigen Narben (Fig. 173h). Früchteverschieden gestaltet (Fig. 172 e bis h), sehr gross, mit derber Schale und saftigem Frucht-fleisch, reichsamig. Samen ellipsoidisch, flachgedrückt, meist wulstig umrandet (Fig. 173 m).
Die Gattung umfasst 10 Arten, die im tropischen Amerika heimisch sind. Die bei uns kultivierten dreieinjährigen Arten sind in wildem Zustande nicht bekannt, aber wahrscheinlich auch amerikanischer Herkunft.
Der Honig wird bei Cucurbita ähnlich wie bei Bryonia in einem vom Grunde des Kelches und derKrone gebildeten Napf abgesondert, der nur durch die drei Löcher zwischen den Staubblattbündeln zugänglichist. Die ausserordentlich grossen (durchschnittlich 0,16 mm grossen) Pollenkörner sind mit einer dicht stacheligenAussenschicht versehen und überdies mit einer dünnen Oelschicht überzogen, so dass sie ausserordentlich leichthängen bleiben; die Antheren sind als extrors zu bezeichnen. Die Insekten (hauptsächlich Honigbienen) müssen,um zum Honig zu gelangen, sich durch eines der drei Löcher teilweise durchzwängen. Dabei beladen sie ihrenRücken und ihre Seitenteile und, da sie beim Abfliegen sehr oft die Antherensäule hinauflaufen, auch den Bauchmit Pollen. Bei den weiblichen Blüten stellt das Nektarium einen kragenförmigen Ringwulst dar. Der Honigist daher leichter zugänglich. Beim Eindringen in die Blüten streifen die besuchenden Bienen leicht denPollen an der Narbe ab.
1. Blattlappen abgerundet, durch seichte Buchten von einander getrennt. Blütenstiele stielrund.
C. maxima nr. 321.
1*. Blattlappen spitz, durch deutliche Buchten von einander getrennt. Wenigstens die Stiele der
weiblichen Blüten fünfkantig.............................2.
2. Buchten des Blattes stumpf. Stiele der männlichen Blüten stumpf-fünfkantig. . C. Pepo nr. 320.2*. Buchten des Blattes spitz. Stiele der männlichen Blüten stielrund. . . . C. moschata nr. 322.
320. Cucurbita Pepo 1 ) L. Kürbis. Franz.: Pepon, giraumont, citrouille iroquoise,
citrouille de Saint Jean, citrouille pepon, courge, cougourdette; engl.; Gourd, pompion,
pumpkin; ital.: Zucca, zucca commune, z. da mangiare, z. pera, z. peretta, z. rognosa,
z. cedrata, z. a pasticcino, arancio. Fig. 172 e bis n, 173 und 174.
Das Wort Kürbis (althochdeutsch kurbiz) ist ein Lehnwort aus dem lat. Cucurbita. MundartlicheFormen sind: Korbs (Lübeck), Kürwes (Göttingen), Kerwes (Frankfurt), Kerbs (Rheinpfalz), Kürbs(e)(Elsass), Chürbse, Chörbse, Chürpe (Schweiz). Auf die Form der Früchte gehen Flaske, Flasken-appel (Nordwestdeutschland), Flesch, Fleisch (rheinfränkisch). In Oesterreich heisst der Kürbis fernerPluzer, in Nordböhmen Terke, Türken, in der Schweiz auch Mahne.
Einjährig. Stengel niederliegend oder mittels der mehrspaltigen Ranken kletternd,bis gegen 10 m lang, kantig, knotig-steifhaarig. Laubblätter gestielt, aus herzförmigemGrunde 5-lappig, mit spitzen, durch deutliche Buchten von einander getrennten Lappen,weich, borstig - steifhaarig. Männliche Blüten in blattwinkelständigen Büscheln; dieweiblichen einzeln. Blütenstiele sowohl der männlichen als der weiblichen Blüten stumpf5-kantig. Kelchröhre der männlichen Blüten oft eingeschnürt, mit linealen oder fast fäd-lichen Zipfeln. Blumenkrone 7 bis 10 cm breit, gold-gelb (Fig. 173b, g). Frucht gross, orange,grün etc., rundlich oder länglich, 15 bis 40 cm im Durchmesser, sehr verschieden gestaltet(Fig. 172 e bis h, 173 k) und verschiedenartig gefärbt, mit faserigem Fleisch und zuletzt sichverflüssigenden Plazenten. Samen normal weisslich, 7 bis 15 mm lang, breit oder schmal-eiförmig, deutlich gerandet (Fig. 1731, m), weisslich. — VI bis IX.
Wird in zahlreichen Sorten als Gemüsepflanze und als Viehfutter auf freiem Feldeund in Gärten (hier auch zur Bekleidung von Lauben) kultiviert. In Südtirol bis ca. 1000 mHöhe angebaut (Klobenstein am Ritten 1200 m, Cavalese 980 m, Serrada 1250 m), eben-
*) Schon bei Plinius Name einer Gurken- oder Melonen-Art.
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