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(Padang) und in Ostindien „Kadam-Oel". — Bryonöpsi's laciniösa Naud. aus Ostindien, Ceylon und demtropischen Ostafrika. Laubblätter tief 5-lappig. Blüten klein, gelbgrün. Früchte klein (D/2 bis 2 cm dick),kugelig, fast sitzend, gelblich-grün mit meist 6 weissen Streifen. ■— Ausserdem werden gelegentlich Vertreter derGattungen Melöthria, Kedröstis, Angüria, Momördica, Coccinia, Lagenäria, Alsomi'tra,Zanönia etc. gezogen (Dr. Hegi).
Adventiv wurden ausser Sicyos angulatus (pag. 327), Bryonia etc. vereinzelt beobachtet: Momör-dica Balsamina L. bei Heidelberg am Neckar, Ecbällium Elaterium (L.) Rieh, bei Heidelberg und beiZürich, Cucumis prophetärum L. aus der afrikanisch-ägyptischen Wüste bei Wachenheim in der Pfalz undbei Döhren in Hannover, Lagenäria vulgaris bei Mannheim (zwischen Oftersheim und Hockenheim [1903],bei Genf und Triest), Cucurbita mäxima Duch. (pag. 326) aus Ostindien bei Nürnberg und Genf, Cucur-bita fieifölia Bouche bei Nürnberg (1892, 1896) und im Talferbett bei Bozen, Citrullus Colocynthis L.bei Nürnberg (Steinbühel, 1890), Citrullus vulgaris bei Berlin (Köpenik, 1889 bis 1890), Genf (1878 und später)und Triest, Cucumis myrioeärpus Naud. (= C. Grossuläria hört.) aus Südafrika im Kanton Solothurn(Kammgarnfabrik Derendingen) und Thladiantha dubia in Norddeutschland bei Schwerin (1899), bei Pots-dam (Pfaueninsel) und bei Rathenow, ferner bei St. Johann im Pongau.
1. Frucht eiförmig, stachelig-borstig (Fig. 175d und e)......... Sicyos DCCXVIII.
1*. Frucht nicht stachelig-borstig........................ 2.
2. Wickelranken ästig. Blüten sehr gross. Alle Staubbeutel untereinander verbunden.
Cucurbita DCCXV1I.2*. Wickelranken einfach. Staubbeutel gewunden und paarweise verbunden........3.
3. Blüten grünlichweiss. Beeren klein, kugelig, rot oder schwarz. Fruchtfächer 2-samig (Fig. 169 i).Narbe köpf- oder nierenförmig. Pflanze ausdauernd.............. Bryonia DCCXV.
3*. Blüten gelb. Früchte gross, länglich oder rundlich. Fruchtfächer vielsamig. Narbe 2-lappig.Pflanze einjährig...........................Cucumis DCCXV1.
DCCXV. Bryonia 1 ) L. Zaunrübe. Franz.: Bryone, couleuvree, vigne blanche,
rave de serpent, navet du Diable, herbe aux femmes battues; engl.: Bryony;
ital.: Barbone, fescera, brionia, vite salvatica, zucca salvatica.
Der Name Zaunrübe, der jedoch nicht volkstümlich zu sein scheint, bezieht sich auf den Standortund auf die rübenartig verdickte Grundachse der Pflanze. Auf diese weisen auch hin: hilg Räuw [heilige Rübe,schützt das Vieh vor Hexen] (Mecklenburg), Span's che Röwe (Oldenburg), Hag-Rüebli (Schaffhausen),Rasrübe (Eifel), Dohlrübe [Tollrübe, wegen der Giftigkeit] (Nahegebiet), Gichtruab'n [wegen der Ver-wendung bei Gichtleiden] (Kärnten). Nach der Verwendung gegen gewisse Viehkrankheiten („Haninge", „Schelm")wird die Pflanze in Oberösterreich Haningkraut, -würz, in Niederösterreich Schelmwurz genannt. Aufdie Giftigkeit bezw. Ungeniessbarkeit der Pflanze (bezw. der Beeren) gehen die Volksnamen Totenwurzel(Nahegebiet), Hundsber (Niederösterreich, Erzgebirge), Schwengswurzel [= Schweinswurzel] (Luxem-burg) zurück. Elsässische Benennungen sind schliesslich noch Pfingstepfluttri, Mo (h)re wurzle.
Wurzel dick, rübenartig angeschwollen, weisslich, beim Anschneiden nicht unange-nehm riechend. Mittels einfacher (selten gegabelter) Wickelranken kletternde, rauhhaarigeStaude. Laubblätter ungeteilt oder handförmig-gelappt. Blüten ein- oder zweihäusig, inblattwinkelständigen Trauben oder Köpfchen. Männliche Blüten mit kurzglockigem,5-zähnigem Kelch und mit weit trichteriger, fast radförmiger, tief 5-spaltiger Blumenkrone(Fig. 169e). Staubblätter 5, je zwei paarweise verwachsen, das fünfte frei (Fig. 169 g, h),daher scheinbar nur 3 Staubblätter vorhanden, von denen das eine ein, die anderen zwei ge-schlängelte Antherenfächer tragen (Taf. 255, Fig. 5 c und d). Staubfäden sehr kurz. WeiblicheBlüten mit unterständigem Fruchtknoten (Fig. 169d) und 3 bis 5 undeutlichen Staminodien.Kelch und Blumenkrone wie bei der männlichen Blüte gestaltet, jedoch meist kleiner.Fruchtknoten mit 3 Plazenten und wenigen Samenknospen. Frucht eine kugelige oder ei-förmige, rote, schwarze oder gelbliche, wenigsamige, dünnhäutige Beere (Fig. 169a und i).Fächer meist 2-samig. Samen eiförmig, zusammengedrückt (Fig. 169k).
*) Name bei Plinius für Kletterpflanzen, angeblich auch für den Hopfen. Abgeleitet vom griech.ßgüa (bryo) = sprossen, rasch wachsen; wegen der aus dem Wurzelstock rasch und zahlreich hervorsprossen-den Stengel.