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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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die sich in trockenem Zustande hart und rauh anfühlen, im Wasser aber erweichen und dann als Badeschwämmezum Frottieren der Haut benützt werden können. Ausserdem finden sie zu Schuhsohlen, Körbchen, Bade-pantoffeln, Handschuhen, Bilderrahmen, Sattelunterlagen, Mützen etc. Verwendung. Die Luffaschwämme kommenbesonders aus Japan (Japan exportiert jährlich über 1 Million Stücke) von Yokohama, Kobe und Nagasaki ausin den Handel, zum kleinen Teil aus Aegypten. In Japan werden die Samen im März auf Beete gesät unddann auf die Felder gepflanzt. Später werden den Pflanzen horizontale Geländer aus Bambusrohr gegeben,an denen sie klettern. Jede Pflanze trägt nur 4 bis 5 Früchte. Die Ernte erfolgt im September. Luffaacutängula (L.) Roxb. aus dem tropischen Asien, heute durch die Kultur überall in den Tropen (auch inAmerika) verbreitet, hat glatte, aber scharfkantige Früchte, die unreif wie Gurken genossen werden.

AcanthosfcyOS hörrida Welw. Naraspflanze. Heimat: Südwestafrika (um die Walfischbai).Eigenartiger, blattloser, 1 bis l'/a m hoher, + kugeliger, dichter Dornstrauch, mit bis 15 m langen, kräftigen,3 bis 5 cm dicken Wurzeln; die letztern sind von einer dicken, korkhaltigen, für Wasser undurchlässigen Rindeumgeben. Zweige reichlich verästelt, mit starren, grünen Dornen (diese sind umgewandelte Nebenzweige) be-setzt, die in den Achseln von kleinen, schuppenförmigen, meist sehr frühzeitig abfallenden Laubblättern ent-springen. Blüten zweihäusig. Frucht + kugelig, 10 bis 15 cm im Durchmesser, leicht in 10 Teile zerfallend,etwas grösser als die Orangen, bis 1,5 kg schwer, nach aussen von einer harten, festen, bitterschmeckenden(Schutz gegen Schakale und Affen), etwas höckerigen Rinde umgeben, zahlreiche, ölhaltige Samen enthaltend.Fruchtfleisch anfänglich gallenbitter, zur Zeit der Reife (von Weihnachten bis Ende März) süsslich- säuerlich,wohlschmeckend, orangerot. Same ölreich, von haselnussartigem Geschmack, von der Grösse eines Kirsch-kernes. Das Fruchtfleisch und die Samen bilden ausser Fischen die einzige Nahrung für die etwa 2000 Hotten-totten (Topnars) der Walfischbai. Das Fruchtfleisch wird entweder roh verspeist oder als Winterproviant ein-gekocht und an der Sonne zu grossen Fladen getrocknet. Die Samen werden als Naraskerne oderbutter-pits"nach dem Kapland verkauft und dort in den Konditoreien verwendet. Sie enthalten 46,30 °/o fettes Oel und.werden neuerdings auch auf Spe'seöl verarbeitet. Das frische Fruchtfleisch enthält einen Stoff (wahrscheinlicheine Säure), welcher in der Milch beim Erhitzen (ähnlich Kälberlab) Case'in ausscheidet. Die Eingebornen be-haupten sogar, dass schon der Duft der Narasfrucht genüge, um daneben gestellte Milch zum Gerinnen zubringen. Die Wurzel wird wegen ihres intensiv bitteren Geschmackes von den Eingeborenen medizinisch ver-wendet. Die Naraspflanze ist ein ausgesprochener Wüsten-Xerophvt (ähnlich der auch in Südwestafrika vor-kommenden Welwitschia mirabilis), dessen lange und raschwachsende Wurzeln bis auf den Grund der Dünenhinabreichen, während andrerseits das Wachstum des oberirdischen Teils mit dem Wachstum der Flugsand-oder Dünenhügel Schritt hält.

Telfafria pedäta Hook. f. Taler-Kürbis, in OstafrikaKoueme*. Heimat: Tropisches Ostafrika,Maskarenen. Dioezischer, mächtiger, bis 30 m langer Kletterstrauch mit handförmig-zusammengesetzten Laub-blättern. Blüten gross, blass purpurrot. Frucht länglich, gerippt, sehr gross, (30 bis 100 cm lang und 15 bis25 cm breit), bis 30 kg schwer, 3- bis 5-fächerig, eine grosse (100 bis 200) Zahl von in Längsreihen angeordneten,abgeplatteten, fast talergrossen, ölreichen Samen enthaltend; letztere von einer 2-schichtigen Faserhülle ein-geschlossen. Die essbaren Samen liefern ein wohlschmeckendes, mandelartiges, aber nicht ganz geruchlosesOel (Castanhasöl"'), das in den von den Schalen befreiten Samen bis zu 60°/o enthalten ist und dem Oliven-öl gleichgestellt wird. Zur Seifen- und Kerzenfabrikation soll sich das Oel gut eignen. Bis jetzt ist es abernicht gelungen, eine für die Samen geeignete (ohne das Kernfleisch zu verletzen) Schälmaschine zu konstruieren.Besser scheint dagegen für die Oelgewinnung die in Westafrika vorkommende verwandte Telfairia Occi-dental is Hook, f., welche eine dünne, bei leichtem Druck aufspringende Schale besitzt, geeignet zu sein.

Momördica Chäranlia L. und M. Balsamina L., in den Tropen beider Hemisphären verbreitet;in Amerika wohl nur eingeschleppt. Die orangegelben, 15 bis 20 cm langen, spindelförmigen, stachelig-warzigenFrüchte werden mit Salz eingemacht und gegessen oder finden als Gemüse oder Curry-sauce Verwendung.Die Blätter werden medizinisch benützt; früher waren sie auch in Europa (Folia Papavel vel Papari) offizineil.

Als Zierpflanzen finden nur wenige Arten Verwendung. Für das Freiland kommt zur Bekleidungvon Lauben, Balken und Zäunen ausser Bryonia (siehe dort), Cucurbita, Sicyos angulata und Lagenaria einzignoch Thladiäntha dubia Bunge, dieQuetsch-Gurke", aus dem nördlichen China, in Betracht. Mit Wurzel-knollen ausdauernder, dioezischer Kletterstrauch. Laubblätter gross, breitoval, zugespitzt, gekerbt. Blütenzahlreich, goldgelb, glockig. Früchte der weiblichen Pflanze (in den Gärten von Mitteleuropa noch ziemlichselten anzutreffen!) länglich-eirund, stachelig, anfangs schwärzlich-grün, reif dunkelrot, hühnereigross. Dagegenwerden wegen ihres raschen Wachstums und der vielgestaltigen Früchte verschiedene Cucurbitaceen in Warm-häusern gezogen, so u. a. B enin c äsa cerif era Fisch., die Wachs-Gurke, aus dem tropischen Amerika. Fruchtgross, nicht aufspringend, rauhhaarig, von ausgeschiedenen Wachs blaugrün. Trichosänthes Angui'na L.,aus Ostindien. Fruchtknoten schmal-spindelförmig. Frucht sehr lang (bis 1 m), orangefarben bis rot. Aehnlich sindT. Japönica Regel aus Japan, T. cueumerödes Maxim, aus Japan etc. T. Kadam Miq. liefert auf Sumatra