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einzeln stehend, grünlichgelb. Frucht nicht aufspringend, kugelig bis elliptisch, glatt, schwarzgrün, blassgrün oderweisslich gefleckt, bis 10 oder 15 kg schwer. Fruchtfleisch weich, weiss, gelb oder rot, süsslich oder bitter schmeckend.Samen zahlreich. Die Wasser-Melonen werden meist roh, gewöhnlich mit Zucker und etwas Salz gegessen;härtere Sorten werden auch gekocht oder mit Mehl gebacken. In Marokko wird aus dem Saft in eigentümlicherWeise ein stark berauschendes Getränk hergestellt. Durch ein Loch werden einige Tropfen Honig in dasFruchtfleisch gebracht. Nach Verschliessen der Oeffnung wird die Frucht während einigen Tagen in einen grossenGetreidehaufen von Weizen, Gerste oder Durrha gebracht, wobei der Inhalt eine Gärung durchmacht.
CitrÜllUS Colocynthis (L.) Schrader. Koloquinte, Pomaquinte, Alhandal, Koloquinten-Kürbis.Purgier-Gurke, Teufelsapfel. Franz.: Coloquinte; engl.: Bitter apple; ital.: Colloquintida. Gegenwärtig kultiviertin Afrika, im Mittelmeergebiet (auch in Spanien, Portugal, Sizilien, Griechenland), Arabien, Ceylon und Indien:ursprünglich wohl einheimisch im Wüstengebiet von Afrika. Pflanze ausdauernd. Frucht etwa von der Grösseeines Apfels, 5 bis 10 cm dick. Fruchtfleisch trocken, schwammig, sehr bitter schmeckend, geruchlos. Samenzahlreich, 0,75 cm lang und 0,5 cm breit, eiförmig, zusammengedrückt, nicht gerändert, etwas glänzend, öl-haltig. Die getrockneten Früchte sind ein uraltes Abführmittel, das bereits im alten Testament erwähnt wird.Die Koloquinten stehen im 2. Buch der Könige 4, 39. Ob die da genannte O]}^ aber mit CltrullusColocynthis identisch ist, scheint etwas zweifelhaft zu sein. Luther hat es so übersetzt. Das Wort kommtaber von yp2 = platzen und es müsste sich also um eine Pflanze handeln, bei der analoge Vorgänge wie beiImpatiens Noli me tangere zu beobachten sind; also nach Gesenius = cucumer asininus. Noch heute sind sieals Fructus Colocy nthidis (Pharm. Germ., Austr., Helv.) offizinell und finden als Drasticum, Laxativum,bei Gicht, Stockung der Menstruation, bei Lähmung der untern Extremitäten, als Ableitungsmittel bei Kon-gestionen, Hydropsien etc. Verwendung. Ihr wirksamer Bestandteil ist ein glykosidischer Bitterstoff, das Colo-cynthin (0,6 bis 2°/o). In den Samen, die 17°/o fettes Oel und 6°/o Protein enthalten, findet es sich nur ingeringer Menge vor. Die Samen werden gelegentlich — gerüstet oder gekocht — als Nahrungsmittel benützt.Auch ein Extrakt und eine alkoholische Tinktur sind offizinell. In Nordafrika bilden die von den Schalenmühsam gereinigten ölhaltigen Samen ein Nahrungsmittel.
Lagenäria vulgaris Ser. (= L. Lagenaria Voss, = Cucurbita Lagenaria L.). Flaschen-Kürbis.Kalebasse. Franz.: Calebasse, gourde, cou-gourde, gourge bouteille; engl.: Bottle Gourd; ital.: Zucca databacco, zucca da pescare, zucca del coli. Ursprünglich in den Tropen der alten Welt einheimisch; wird aberheute in allen wärmeren Teilen der Erde wegen der Früchte, die zu Flaschen („Kalebassen") und andernBehältern oder Schwimmgürteln verarbeitet werden, seit alters kultiviert. Einen Negerstamm ohne Kalebassenkann man sich kaum vorstellen. In Deutschland reifen die Früchte zwar aus, werden aber nicht so hart, dasssie verarbeitet werden könnten. In Amerika kam der Flaschenkürbis vor der Ankunft der Europäer nicht vor.Einige Sorten liefern auch essbare, süsslich schmeckende Früchte, die bei der wildwachsenden Pflanze bittersein sollen. Pflanze einjährig, nach Moschus duftend. Laubblätter fast kreis- oder nierenförmig, am Grundeherzförmig. Blüten einhäusig, einzeln, gross, weiss. Frucht ausserordentlich verschieden gestaltet, birnförmig,zylindrisch oder flaschenförmig, mit holziger Rinde und schwammigem Fruchtfleisch, anfangs grünlich, spätermeist weisslich oder gelblich. Samen zahlreich, weiss, zusammengedrückt, 7 bis 20 mm lang. Nach der Formder Frucht werden unterschieden: „Pilgerflasche" (Frucht flaschenförmig, bisweilen nach dem Stiel hin birn-förmig verlängert), „Pulverflasche" (Frucht von der Gestalt eines Pulverhorns), „Herkuleskeule" (Frucht sehr lang,keulenförmig), „Trompeten-Kürbis" (Frucht der ganzen Länge nach zylindrisch, bis 1 m lang), „Kanonenkugel"(Frucht kugelig oder oval).
Sechium edüle Jacq. (= Chayöta edulis Jacq.). Chayote. Heimat: Wärmeres Amerika (wild heuteunbekannt!); auch in Algier, Südfrankreich und in Südspanien kultiviert. Rauhhaariger, kletternder Strauchmit 3- bis 5-spaltigen Ranken. Blüten klein, weisslich, dioezisch. Frucht gross, fleischig, gefurcht (Fig. 168 eiessbar, grün oder weiss, zuweilen stachelig, 600 bis 700 g schwer, 1-samig. Der einzige Same keimt bereitsin der Frucht (Fig. 168f), die sich an der Spitze öffnet, um dem Würzelchen des Keimlings und dem Keimsprossden Durchgang zu gewähren. Die Pflanze war bereits den Azteken bekannt. Die Früchte, die sehr lange frischbleiben und einen weiten Transport ertragen, werden auch in London und Paris als Gemüse verspeist. Diejungen Triebe werden wie Spargeln benützt; ebenso kommen die stärkereichen Wurzeln als Gemüse und Vieh-futter auf den Markt. Aus dem Stengel wird eine leichte und biegsame Faser gewonnen, die zu leichtenSommerhüten verarbeitet wird.
Luffa cylindrica (L.) Rom. (= L. Aegypnaca Mill.). S chwamm-Kürbis, in den VereinigtenStaaten „sponge cucumber", in Argentinien „esponga vegetal" genannt. Einheimisch im tropischen Asien und Afrika,heute fast überall in den Tropen und Subtropen kultiviert. Pflanze einjährig. Laubblätter 5- bis 7-lappig. Fruchttrocken, zylindrisch, bis 40 cm lang, nicht kantig, mit stark entwickeltem Leitbündelnetz. Die jungen, nochnicht faserigen Früchte, ebenso die jungen Laubblätter liefern den Eingeborenen ein beliebtes Gemüse. Dasgetrocknete Leitbündelnetz der Früchte bildet die bekannten „Luffa-" oder „Vegetabilischen Schwämme".