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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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292
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7. Wurzelstock ästig, mehrköpfig; neben den blühenden Stengeln oft junge Blattrosetten vorhanden.Laubblätter im vorderen Drittel am breitesten...................... 8.

7*. Wurzelstock kriechend, in einen Blütenstengel endigend.. Stengelblätter in der Mitte oder nahedem Grunde am breitesten ............................. 12.

8. Stengel hochwüchsig, mit mehreren Blattpaaren, meist ästig. Blüten blaulila oder gelblichweiss,selten rotlila..............................K. ar vensis nr. 292.

8*. Stengel niedriger, meist mit nur 1 bis 2 Blattpaaren, oft einfach. Blüten rotlila bis pfirsichrot.Voralpen von Tessin und Südtirol........................... 9.

9. Köpfchen sehr breit (3 bis 5 cm). Hüllblätter fast so lang wie die Blüten. RandständigeBlüten sehr vergrössert. Nur in Südtirol.................K. B aldensis nr. 294.

9*. Köpfchen höchstens 3 cm breit. Hüllblätter viel kürzer als das Köpfchen. Randständige Blütenwenig vergrössert................................. II.

10. Laubblätter schmal-lanzettlich, ganzrandig, oberseits dicht anliegend behaart, unterseits feinmehlstaubig-filzig. Südtirol................... K. brachy tricha nr. 293.

10*. Laubblätter gesägt........................... 10.

11. Laubblätter oberseits von kurzen Härchen samtig, unterseits grau, fast filzig. Südtirol.

K. velutina nr. 297-

11*. Laubblätter oberseits von längeren Haaren flaumig, unterseits graugrün, dicht anliegend

behaart. Tessin.........................K. Transalpina nr. 296.

12. Obere Stengelblätter lineal-lanzettlich, ganzrandig. Köpfchen 1,5 bis 2 cm breit. Hüllblätterfast so lang wie die Blüten. Vogesen...................K. gr acilis nr. 303.

12*. Obere Stengelblätter eiförmig bis lanzettlich, gesägt. Köpfchen grösser. . K. silvatica. nr. 305.

13. Stengel (mit Ausnahme der Köpfchenstiele) ganz kahl. Obere Laubblätter oft fiederspaltig. Nur inKärnten und Krain.................... . . . K. rigi dius cula nr. 299.

13*. Stengel nur unten kahl, oben behaart.................... 14.

14. Köpfchenstiele drüsig-behaart....................... 15.

14*. Köpfchenstiele drüsenlos oder höchstens mit vereinzelten Stieldrüsen besetzt...... 16.

15. Köpfchen sehr gross, 4 bis 6 cm breit. Hüllblätter dicht zottig-gewimpert. Laubblätter ganzrandig.Voralpen von Oesterreich......................K. long ifolia nr. 301.

15*. Köpfchen 2,5 bis 3,5 cm breit. Hüllblätter gewimpert und drüsig. Laubblätter meist schmal-gesägt. Nur in der Schweiz in der Umgebung des Genfer Sees........K. Sixtina nr. 304.

16. Wurzelstock kriechend, mit dem Blütenstengel abschliessend. Schweizer Jura. K. Godeti nr. 302.16*. Wurzelstock ästig, mehrköpfig, Kärnten............K. Ressmanni nr. 300.

292. Knatltia arvensis (L.) Coult. (= Scabiosa arvensis L., <= Trichera arvensis Schrader).

Acker-Witwenblume, Franz.: Langue de vache, mirliton, oreille d'äne; ital.: Vedo-

vina campestre, ambretta, gallinaccia, suocere. Taf. 254, Fig. 2 und Fig. 161b.

Die Art trägt viele ihrer Volksnamen nach den knöpf ähnlichen Blütenständen: Kneef (Westpreussen),Kneefchen,Judenkneefchen (Ostpreussen), Kn apblaum e, Knapho st e (Göttingen), Knopfblume(Schweiz: Zürich), Domhärenkneipe [Domherrnknöpfe] (Westfalen), Müllerknopf, Russkopp [Ross-kopf?] (Riesengebirge), Roscheknepf (Krain: Gottschee), H err e(n)knop f (Elsass), Dickkopf (Danzig:Neu-Paleschken), Sackuhr (Egerland), Ra dstaud'n (Böhmerwald), Pomberlump (Riesengebirge), Wolle-Boppele (Aargau), Pauke-, Baizeschlegel (Schwäbische Alb), Pfannebausch, -stiel (Göppingen).Auf die Form und Farbe der Blüten beziehen sich die Namen: Hühner (Nordböhmen), Fotzmäuler(Oesterreich), Krähenschnabel (Schweiz: Emmental), blaue Draguner (Aargau). ZuStabiose, Scabiose,wilde Stafiosen (Schweiz), Grindkopp (Nahegebiet), Chretzchrut, -blueme (Aargau), Läuse-blume [hieher?] (Schlesien) vgl. Scabiosa Columbaria, pag. 309! In manchen Gegenden glaubt man, dassdas Abreissen der Pflanze ein Gewitter nach sich ziehe, daher Donnerblume (Vogtland, Niederbayern),Rege(n)-Rose (Schweiz: Obwalden). Andere Volksnamen sind schliesslich noch wilde Aster (Thurgau),Wiesä-Aster (Churfirstengebiet), Rösli (Aargau) Gewannepotsch (Nahegebiet), Haselöffel, -latsch,-tatsch (Aargau), Hasenohren (Schweiz), O chs e - , O chs eblätt erp o t seh, Osebrügge (Nahegebiet),Josebroser (Wallis: Goms), Peterstab (Kärnten), Saüscheck (Egerland), B amb e rt r i tt li, Lamber-trittli (Aargau), Bisem (Aargau), Mittagsblume (Ostpreussen), S chm alz wei c hla [auch der Rückstandbeim Schmalzauslassen] (Schwäbische Alb).

Ausdauernd, 30 bis 150 cm hoch. Wurzelstock ästig, mit starker Pfahlwurzel,seitlich vom blütentragenden Stengel nach dem Blühen überwinternde Blattrosetten treibend,