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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Fig.161. Knautia silva(b) mit

tica^a,flij undKnautia arvensisverlaubten" Blütenköpfen.

Blüte eine nach der anderen) die Antheren, die weit ausder Blüte heraustreten und erst dann, wenn alle Antherengeschrumpft sind, die Griffel. Ein über das Köpfchen hin-kriechendes Insekt wird demnach sich die ganze Unter-seite mit Pollen beladen und auf einem andern an den vielenNarben abstreifen. Selbstbestäubung durch Anstreifender emporwachsenden Anthere an die Narbe ist möglich.Als Besucher kommen die verschiedensten Insekten inBetracht, vor allem die Biene Anthrena hattor-fiäna F. und von Schmetterlingen die verschiedenen Zy-gaena- Arten. Die Früchte der meisten Arten werdendurch Ameisen verbreitet. Sie gehören zum Trichera-Typus von Sernanders Myrmekochoren, bei denen dieBasalpartie der Vorblätter als Elaiosom ausgebildet ist.

Die beiden weit verbreiteten Arten Knautiaarvensis und silvatica zeigen nicht allzuselten (besondersan verletzten Herbstexemplaren) eine + starke V erlaubungder Hüllblätter (Fig. 161). Ausserdem können gelegent-lich 3-gliedrige Blattquirle, Fasciationen und Zwangs-drehungen der Stengel, durchwachsene Blütenköpfe,Prolifikationen (d. h. Bildung neuer gestielter Köpfchenin den Achseln der Hüllblätter, Fig. 161b), gefüllte Blüten(petaloide Ausbildung der Staubblätter oder Umbildungdurch Peronospora violacea) beobachtet werden. Mehr-mals hat man auch Exemplare gefunden, bei denen anStelle der Köpfchen oder in den Achseln der Laubblättersich einzelne isolierte Blüten vorfanden. Schliesslichkönnen die Blüten des Köpfchens durch Streckung dersonst gestaucht bleibenden Internodien auseinanderrücken,wodurch der Habitus der Pflanze vollständig verändertwird. Moench beschrieb 1777 diese Form als Scabiosadubia (Dr. Hegi).

Adventiv wurden die einjährige K. inte-grifölia (L.) Bert, aus den Mittelmeerländern (Deren-dingen bei Solothurn in der Schweiz) und K. ambigua(Friv.) Boiss. et Orph. aus dem Mittelmeergebiet (beiSolothurn) beobachtet.

1. Stengel unten behaart..........................2.

1*. Stengel unten kahl, glänzend........................ 13.

2. Stengelblätter fiederspaltig......................... 3.

2*. Alle Laubblätter ungeteilt......................... 5.

3. Hüllblätter dicht seidig-zottig. Laubblätter dicht anliegend-behaart, wenig tief geteilt. Nurin Südtirol........................... K. persicina nr. 295.

3*. Hüllblätter gewimpert oder borstig, aber nicht seidig. Laubblätter weniger dicht behaart,fiederspaltig................................... 4.

4. Stengel mit mehreren Blattpaaren, hochwüchsig. Blüten blaulila oder gelblichweiss, seltenrotviolett.............................K. arvensis nr. 292.

4*. Stengel nur mit 1 oder 2 Blattpaaren; das obere sehr klein. Blüten rotviolett. Nur in densüdlichen Kalkalpen, im Karstgebiet und im Tessin...............K. p urpure a nr. 298.

5. Wurzelstock in eine Blattrosette endigend; seitlich derselben mehrere am Grunde bogig-auf-steigende Blütenstengel treibend. Laubblätter weichhaarig. Blüten rotlila bis hellpurpurn....... 6.

5*. Pflanze keine zentrale Blattrosette ausbildend; wenn sterile Blattrosetten vorhanden, stehendieselben seitlich vom Blütenstengel.......................... 7-

6. Mittlere Stengelblätter breit-eiförmig, gegen die Basis plötzlich zugeschweift. Stengel untenfeinflaumig und weichhaarig......................K. drymeia nr. 306.

6*. Mittlere Stengelblätter lanzettlich. Stengel unten abstehend behaart. Nur in Oesterreich.

K. intermedia nr. 307.19*