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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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aus deren Mitte im nächsten Jahr der Blütenstengel sprosst; zur Blütezeit demnach amGrund des Blütenstengels die oft schon vergilbten Rosettenblätter vorhanden und danebeneinzelne noch wenig entwickelte Blattrosetten. Stengel aufrecht, stielrund oder ± gefurcht,einfach oder ästig, beblättert, unten von nach rückwärts gerichteten Borsten zottig, oben kahl.Laubblätter + graugrün, glanzlos, im Umriss spateiförmig, lanzettlich, im vorderen Drittelam breitesten, fast kahl bis ziemlich reichlich behaart, leierförmig bis fiederspaltig (seltenungeteilt), kerbsägig, mit lanzettlichen, stumpfen bis schwach zugespitzten Abschnitten.Köpfchen auf langen, behaarten, drüsigen oder drüsenlosen Stielen, 2 bis 4 cm breit, viel-blütig; die zwitterigen Köpfchen 3 bis 4 cm im Durchmesser und 85 bis 100 Blüten ent-haltend, die weiblichen Köpfchen kleiner, 1,5 bis 2 cm im Durchmesser und 55 bis 60 Blütenenthaltend. Hüllblätter mehrreihig, aus eiförmigem Grunde lanzettlich, reichlich ange-drückt langhaarig. Blüten blaulila, seltener rotlila, gelblichweiss bis rein weiss (Taf. 254,Fig. 2b); die randständigen meist strahlend. Innenkelch mit 8 gefiederten Borsten (Taf. 254,Fig. 2d). Früchte 5 bis 6 mm lang, dicht mit aufwärts gerichteten Haaren besetzt (Taf. 254,Fig. 2 c), ca. 5 bis 6 mm lang und 2 mm breit. V bis IX.

Häufig und verbreitet auf trockenen, sonnigen Wiesen, seltener auf Aeckern, Brachen,an Wegrändern, Rainen, buschigen Stellen; von der Ebene bis in die Voralpen (im Wallisvereinzelt [Einfischtal] bis 1900 m).

Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa mit Ausnahme der Arktis (nördlichbis 68° 50' nördlicher Breite); Kaukasien, westliches Sibirien.

Knautia arvensis ist ausserordentlich formenreich. 1. var. p oly mdrpha (Schmidt) Szabö (= Scabiösapolymorpha Schmidt). Stengel kräftig, mit wenigen Blattpaaren besetzt, bald in verlängerte Aeste aufgelöst^Laubblätter fiederschnittig, seltener ungeteilt, spitz, kahl, behaart oder filzig, aber niemals grau. Köpfchen gross.Köpfchenstiele mit oder ohne Drüsen. Blüten blaulila (Die verbreitetste Form). Hieher f. pratensis (Schmidt)Szabö (= Scabiösa Bohemica Schmidt, = S. diversifölia Baumgarten, = Knautia diversifolia DC, = K. vir-gäta Jordan, = K. arvensis o genufna Briquet). Stengel kräftig, ästig, Laubblätter fiederspaltig, behaart.Köpfchenstiele fast oder ganz drüsenlos (Häufig). f. pinnäta A. Schwarz. Alle Laubblätter, auch diegrundständigen fiederteilig. f. tomentösa (Wimm. et Grab.) Szabö (= var. canescens Coulter). Laubblätterfiederteilig, dicht langhaarig-filzig. Köpfchenstiele drüsenlos (Wien, Ungarn). f. triviälis (Schmidt) Szabö.Aehnlich, Laubblätter fiederteilig, aber fast kahl, glänzend. Köpfchenstiele kahl, drüsenlos. f. agrestis(Schmidt) Szabö (= f. integrifölia G. Meyer, = Trichera agrestis Schrader, = T. indivi'sa Schur). Alle Laub-blätter ungeteilt, ganzrandig oder gesägt, behaart. Köpfchenstiele drüsenlos (Selten). f. h f s p i d a Mutel. Aehnlich.Alle Laubblätter ungeteilt, ganzrandig oder gesägt, aber rauhhaarig. Köpfchenstiele drüsenlos (Frankreichund wohl an andern Orten). f. colh'na (Schmidt) Szabö (= var. glabrescens Gremli). Alle Laubblätter un-geteilt, ganzrandig oder gesägt, kahl, etwas glänzend. Köpfchenstiele drüsenlos (Parallelform zu f. triviälis).f. decipiens Krasan. Stengel niedrig, schaftartig, wenig verzweigt, blattlos. Laubblätter behaart, ungeteilt,eine grundständige Rosette bildend. Köpfchenstiele drüsenlos (Selten in Niederösterreich und in Böhmen be-obachtet). f. fällax Briquet. Aehnlich. Stengel 30 bis 60 cm hoch. Laubblätter fiederteilig, grundständig,wenig behaart. Köpfchenstiele drüsenlos (Selten). f. neglecta (Meurer) Szabö (= f. glandulösa Froelich,= Scabiösa collma Hegetschw., = K. virgäta Jordan, = K. arvensis var. adenöphora Gremli, = K. alpestrisBrügger, var. virgäta Briquet). Stengel kräftig, 40 bis 80 cm hoch, ästig, beblättert. Laubblätter fieder-spaltig, .+. behaart. Köpfchenstiele dicht drüsenhaarig. Kelch gestielt, viel kürzer als die Frucht (Zerstreut). f. Vallesi'aca Beauverd. Pflanze 60 bis 100 cm hoch, steifer. Grundständige Laubblätter zur Blütezeit+. vertrocknet. Stengel am Grunde steifhaarig, von der Mitte bis zur Spitze sehr kurz grauhaarig, wenigerdrüsenreich als bei der vorigen var. Gesamtblütenstand armköpfig; der endständige Kopf sehr lang (20 bis30 cm) gestielt. Kelch fast ungestielt und fast die Länge der Frucht erreichend (Wallis). var. subacaülis(Schur) Borbäs (= var. pseudocolh'na Briquet, = var. montäna Schur). Stengel niedrig, 30 bis 60 cm hoch,schaftartig, blattlos, wenig verzweigt. Laubblätter fiederteilig, _+ behaart, am Grunde gehäuft. Köpfchenstieledicht drüsenhaarig (Wallis, Siebenbürgen). f. integräta Briquet. Stengel kräftig, verzweigt, blattlos. AlleLaubblätter ungeteilt, ganzrandig, wenig drüsig-behaart. Köpfchenstiele dicht behaart (Hochalpen).

2. var. pseudolongifölia Szabö. Stengel etwas gefurcht, niedrig, einfach, rauhhaarig, wenig be-blättert, dicklich. Laubblätter verlängert schmal-lanzettlich, ungeteilt oder fiederlappig, kahl oder etwas rauh-haarig. Köpfchenstiele behaart (Riesengebirge).