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Blüte pollensammelnde Schweb- oder Schwirrfliegen (Syrphfden) ein, die beim Begehen von Antheren und Narbe wohlauch eine Bestäubung bewirken können. Mit einbrechender Dämmerung kommen Schwärmer, unter ihnen dasTaubenschwänzchen (Macroglössa stellatärum L.) mit 25 bis 28 mm langem Rüssel (diese Art schon am hellen Tage),abends besonders der Ligusterschwärmer (Sphinx Li-gustri L.) mit 37 bis 42 mm langem Rüssel, der Fichten-schwärmer (Sphinx Pinästri L.) mit ebensolangemRüssel, derMittlereWeinschwärmer(Deilephila elpenorL.) mit 20 bis 24 mm langem Rüssel, der KleineWeinschwärmer (D. porcellus L.) mit 20 mm langemRüssel usw. Vor der Blüte in schwebender Stellungverharrend, dringen diese Schmetterlinge mit ihremKüssel in die Blüte ein. Ist jener mit Pollen einervorher besuchten Pflanze derselben Art bedeckt,so streifen sie diesen an die vorstehende Narbe abund bewirken Fremdbestäubung. Bei Berührung derAntheren und der Narbe mit Kopf und Brust desBesuchers könnte die Narbe auch mit Pollen der-selben Blüte belegt werden. Um jedoch diese Selbst-bestäubung zu verhindern, ist bei L. Periclymenumam Abend des Aufgehens der Blüte der Griffel mitQer schon empfängnisfähigen Narbe seitwärts, bei L.
a P rit °lium nach abwärts gebogen, so dass die Narbev °n dem Schwärmer nicht berührt wird, während amzweiten Abend, zu welcher Zeit der Griffel geradev °rgestreckt ist, die Antheren bereits entleert sind.jS ist also weder im ersten noch im zweiten Stadium
e i" Blüte Selbstbestäubung durch Insekten möglich.Ul ? Schwärmer zeigen beim Besuch eine grosse Aus-
a uer und verlassen, sofern sie nicht gestört werden,
le Pflanze nicht eher, als bis womöglich alle Blütenausgebeutet sind. Solche Schwärmer, deren Rüssel
° an g ist, dass beim Honigsaugen ihre vorderenKorperteile mit den Staubbeuteln und mit der Narbe
icnt in Berührung kommen (z. B. der Winden-schwärmer [Sphinx Convölvuli L.] mit seinem 65 bis
mm langen Rüssel) werden wenig oder gar nichts für die Bestäubung leisten, da der Blütenstaub
ochstens an ihrem dünnen Rüssel haften kann. — Ausser den oben genannten Schwärmern, den legitimenruchtern c ' er Geissblatt-Arten, wurden als regelrecht saugende und befruchtende Besucher beobachtet:
ln >ge Trug- oder Zackenschwärmer, wie das Abend-Pfauenauge (Smerinthus ocellätus L.), verschiedene
u en (Dianthtecia capsincola Hb., Cucüllia umbractia L., Phisia gamma L. mit 15 mm langem Rüssel),
•nzelne pollenfressende Schwebfliegen (Sjrphus, En'staüs, Rhi'ngia, Syn'tta) sowie Bömbus hortörum L.agegen sucht der Lindenschwärmer (Smerinthus ti'liae L.) mit seinem nur 3 mm langen Rüssel vergeblichzum Honig zu gelangen.
Fig. 142. Lonicera Periclymenum L. a Blühender Zweig 1 .b Fruchtknoten, c Kelchblatt. — Lonicera Etrusca Santi.d Blühender Zweig 1 , e Zweigstück mit Beeren, f Same, g Quer-schnitt durch denselben.
*Ö0. Lonicera Etrüsca 1 ) Santi (= L. Cyrenaica Viviani, = L. saxätilis Mazziari,±a dimorpha Tausch, = Caprifölium Etruscum Roem. et Schult., = C. flävum Raf.,= C. dimörphum Kuntze). Etrurisches Geissblatt. Fig. 142d bis g.
■tSis 4,5 m hoher, rechtswindender, Ausläufer treibender Strauch. Laubblätter kurz
l , ' ' vei "kehrt - eiförmig, stumpf, oberseits dunkelgrün, unterseits blaugrün und fein
> o bis 8 cm lang und 2 bis 6 cm breit; die 2 obersten Blattpaare eines jeden
] ges zu einem quer-länglichen, vom Stengel durchwachsenen Blatte verbunden. Blüten
geruchlos, in 3 gestielte (Stiel bis 4 cm lang), also vom obersten Blattpaar entfernte
-opfchen vereinigt, das mittlere meist 8- bis 10-, die seitlichen 3- bis 6-blütig; überdies
) Lat. = etruskisch oder etrurisch; nach der alten römischen Landschaft Etruria, Etrurien.
Ueg-i, Flora Bd. VI. \J