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Haaren reichlich besetzt. Laubblätter zu 4 quirlig, länglich bis elliptisch, höchstens 1 cmlang, dreinervig und netzaderig, wie der Stengel behaart, zuletzt herabgeschlagen (Fig. 122h).Blüten in einfachen, blattwinkelständigen Trugdolden, vielehig (vgl. Fig. 122d und e).Blumenkrone 1 mm breit, gelblichgrün, mit spitzen Zipfeln. Fruchtstiele steiflich behaart,zuletzt herabgebogen. Frucht 1,5 mm breit, mit halbkugeligen, feinwarzigen Teilfrüchtchen,zur Fruchtzeit unter den Laubblättern verborgen (Fig. 122 h, i). — IV, V.
An grasigen, buschigen Stellen, auf Wiesen, an Waldrändern, an sandigen Orten.In Oesterreich nur in Tirol (beim Kalterersee und um Trient; ehemals bei Sigmunds-kron nächst Bozen), sowie in Niederösterreich (östlich von Wien). In der Schweiz imWallis (am Fusse der nördlichen Kette von Branson bis Deisch), im Tessin und Misox (Noran-talo). Fehlt in Deutschland (adventiv 1881 und 1901 im Hafen von Ludwigshafen undbei Mering nächst Augsburg beobachtet).
AllgemeineVerb reitung: Portugal, Spanien, Südfrankreich, Südschweiz, Tirol,Niederösterreich, Ungarn, Italien, Balkanhalbinsel, Kleinasien, Mesopotamien, Transkaukasien.
242. Galium tricörne Stokes. Dreihörniges Labkraut. Fig. 122k bis n.
Einjährig, (10) 20 bis 80 cm hoch. Wurzel spindelig. Stengel kräftig, glänzend,liegend oder klimmend, vierkantig, durch abwärts gerichtete Stachelchen rauh und überallanhaftend. Laubblätter zu 6 bis 8 quirlig, lineal-lanzettlich, einnervig, deutlich stachel-spitzig, am Rande und unterseits am Mittelnerv durch rückwärts gerichtete Stachelchenrauh, sonst kahl, nicht zurückgeschlagen. Blüten zwitterig, in meist nur dreiblütigen, ge-stielten Trugdolden in den Blattachseln. Blumenkrone 1 bis 1,5 mm breit, grünlich-weiss, mit spitzen Zipfeln. Blütenstiele von rückwärts gerichteten Stachelchen rauh, gleichnach dem Verblühen bogig zurückgekrümmt (Fig. 1221). Frucht 3 bis 4 mm lang, mitfast kugeligen, kurzstachlig-warzigen Teilfrüchtchen (Fig. 122 m, n). — V bis X.
Auf lehmigen und kalkhaltigen Aeckern, Brachen, wüsten Plätzen, auf Schutt, anMauern; ursprünglich wohl nur im Süden und Südosten einheimisch, aber vielerorts einge-schleppt und stellenweise eingebürgert.
In Deutschland am häufigsten in der Rheinprovinz und in Westfalen, ferner in Württemberg undBayern (hier aber auf der oberen Hochebene und in den Alpentälern fehlend); ausserdem eingebürgert bei Wolmir-stedt und Burg (Prov. Sachsen), in den übrigen Teilen sehr zerstreut und meist unbeständig. In Oesterreichziemlich verbreitet im südlichsten Tirol, in Innerkrain, Niederösterreich, Mähren und im zentralen Böhmen;sonst sehr zerstreut und in Kärnten bisher noch nicht beobachtet. In der Schweiz ebenfalls nur zerstreutund unbeständig; im Wallis bis 1150 m, im Oberengadin (Pontresina, Samaden) bis 1810 m Höhe beobachtet.
Allgemeine Verbreitung: Ursprünglich einheimisch wohl in Südeuropa, Vorder-asien und Nordafrika; jetzt zerstreut durch ganz Europa.
Aendert ab: var. microcärpum Gren. et Godr. Früchte nur 2 mm lang (Bisher nur in der Schweiz).le truchte dieser Art finden sich zuweilen als Verunreinigungen in ungarischer Trieurwicke sowie in galizi-schen und anderen osteuropäischen Saaten.
243. Galium Valäntia Weber (= G. Vailläntia 1 ) Ascherson, = G. saccharatum All., = Va-lantia saccharata Gaud.). Anis-Labkraut. Fig. 123a und d.Einjährig, 5 bis 15 (30) cm hoch. Wurzel dünn, spindelig. Stengel aufsteigendoder aufrecht, meist^ am Grunde ästig, vierkantig, besonders im oberen Teile durch nachabwärts gerichtete Stachelzähnchen rauh. Laubblätter zu 6 bis 8 quirlig, ungefähr 1 cmlang, lanzettlich, stachelspitzig, mit breitem, wenig hervortretendem Mittelnerv, hellgrün,arri Rande und unterseits am Mittelnerv durch vorwärts gerichtete Stachelzähnchen rauh
') Nach der ähnlichen Rubiaceengattung Vailläntia. Diese ist benannt nach Sebastien Vaillant,Botaniker in Paris, geb. 1669, gest. 1772 Im lahr» \TV7 i- j t> ^ u ■ •
' " ' & »//*• im jähre 1/2/ erschien dessen Botamcon Pansiense.
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