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Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa (westlich bis zur Auvergne,zu den Vogesen, zur Eifel, nördlich bis Mecklenburg, Pommern, Oeland, Gotland, östlichbis Südwest-Polen und bis zu den Karpaten), Kaukasusländer, Kleinasien.
Aendert sehr wenig ab: f. lätifrons Domin. Pflanze bis über 40cm hoch, mit breiten, schlaffen,durchscheinenden Laubblättern. Blütenstand sehr locker. . Blüten auf langen, dünnen Stielen; blütentragendeAeste auch aus der Achsel des vorletzten Blattquirls entspringend, wiederholt gabelspaltig. Blätter kahl.Stengel fast kahl wie bei der f. breviciliätum Opiz (Böhmen).
G. rotundifolium ist eine ziemlich häufige und charakteristische Erscheinung unserer Nadelwälder(besonders der Fichtenwälder), wo die Art mit Vorliebe auf einem lehmigen, moosbedeckten Boden auftritt. Alshäufige Begleitpflanzen können gelten: Poa nemoralis, Luzula nemorosa (Bd. II, pag. 178), Melica nutans, Mer-curialis perennis, Asperula odorata, Melampyrum pratense, Stachys silvaticus, Galeobdolon luteum, Lysimachianemorum, Pirola rotundifolia und secunda, Ranunculus nemorosus, Actaea spicata, Hieracium murorum, Pre-nanthes purpurea, Sanicula Europaea, Potentilla Tormentilla, Rubus saxatilis, Vaccinium Myrtillus, Viola silvestris,Veronica officinalis (Bd. VI, pag. 58) etc. — Das im nordöstlichen Deutschland seit ca. 1860 mehrfach kon-statierte Auftreten der Pflanze ist vielleicht auf eine passive Verschleppung der leicht anhäkelnden Früchtedurch Vögel zurückzuführen, ähnlich wie bei Linnaea borealis (vgl. Bd. VI, pag. 249).
239. Galium cruciätum (L.) Scop. (= Valäntia Cruciata L.). Kreuz-Labkraut.Franz.: Gaillet croisette, croix de Saint-Andre; engl.: Crosswort, mugwort; ital.: Valanzia
cruciata. Taf. 248, Fig. 1.
Ausdauernd, (6) 20 bis 45 (70) cm hoch. Wurzelstock kriechend, rasige, fädlicheStämmchen treibend. Stengel zahlreich, aufsteigend oder aufrecht, vierkantig, glatt, weich-zottig behaart, schlaff. Laubblätter zu 4 quirlig, eiförmig oder elliptisch, spitz, von dreiLängsnerven durchzogen und netzaderig, flach, dünn, gelblichgrün, besonders am Randeund an den Nerven borstig behaart. Blüten vielehig, die endständigen zwitterig, die seit-lichen männlich (Taf. 248, Fig. 1 a, b), in blattwinkelständigen, das Tragblatt meist nichtüberragenden Trugdolden; an den ersten Verästelungen derselben kleine, lanzettliche Trag-blättchen vorhanden. Blütenstiele steifhaarig, zur Fruchtzeit herabgebogen. Blumenkrone2 bis 2,5 mm breit, gelb, mit spitzen Zipfeln. Frucht gross, 1,5 mm lang, gekrümmt birn-förmig, runzelig bis kahl (Taf. 248, Fig. 1 c), zuletzt schwärzlich. — IV bis VI.
Aufwiesen, an Waldrändern, buschigen Stellen, in lichten Wäldern, Hecken, an Zäunen,in Gebüschen, Obstgärten; von der Ebene bis in die Voralpen (in Bayern bis 1560m, imWallis bis 2300 m).
In ganz Mittel- und Süddeutschland, sowie in Oesterreich und in der Schweiz allgemein verbreitet,meist häufig und selten streckenweise fehlend, wie z. B. im Oberpfälzer Walde. In Norddeutschland jedoch imFlachlande grösstenteils fehlend und nur an der Elbe (herabgeschwemmt 1) bis Hamburg, Lenzen, Artlenburgund Domitz sowie in Holstein vorkommend; fehlt jetzt auch in West- und Ostpreussen (früher bei Marien-werder, Danzig und bei Graudenz beobachtet).
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Süddeutschland mit Ausnahme vonIrland, Skandinavien und dem nördlichen Russland; nördlich bis Holland, Westfalen, Süd-hannover, Wendland, Elbemündungsgebiet, Brandenburg, Südpolen.
Aendert nur wenig ab: var. nänum Dalla Torre et Sarnthein. Pflanze nur 6 bis 8 cm hoch mitkurzen Stengelgliedern. Stengel und Blätter dicht behaart (In Tirol bei Comasine im Val di Sole). — f. laevipesMert. et Koch. Blütenstiele kahl (Schlesien).
240. Galium vernum Scop. (= Valäntia glabra L., = Galium glabrum Rohling neeThunberg,= G. Bauhini R. et Seh.). Frühlings-Labkraut. Franz.: Gaillet printannier. Fig. 122a bis e.
Ausdauernd, (5) 10 bis 30 cm hoch, der vorigen Art sehr ähnlich, aber in allenTeilen kleiner und zarter. Wurzelstock kriechend, dünnfädliche, kriechende Stämmchentreibend. Stengel aufsteigend oder aufrecht, mit verkürzten Stengelgliedern, einfach, vier-kantig, kahl oder unterwärts schwach behaart. Laubblätter zu 4 quirlig, länglich biselliptisch, stumpf oder spitzlich, von drei Längsnerven durchzogen, am Rande kurz-
Hcgi, Flora. Bd. VI.
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