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Aendert ab: var. linearif ölium Uechtr. Die oberen und mittleren Laubblätter schmal-lineal ; meisteinnervig (Schlesien). — var. angustfssimum Opiz. Pflanze meist nicht über 20 cm hoch. Laubblätterfast lineal, schmal, kurz. Blütenstand mehr rispig (Bayrische Hochebene). — f. umbrösum Domin. Stengelschlaff, hin- und hergebogen, über 80 cm hoch. Laubblätter breiter, länglich-lanzettlich, dünn. Blattquirledurch die verlängerten Internodien bedeutend entfernt. Nebenäste bogig. Rispe sehr armblütig (Böhmen).— f. brachyphyllum Domin. Laubblätter kurz (meist nur 10 bis 12 mm lang), lineal-lanzettlich. Blüten-stand rispig-traubig, gedrängt (Böhmen). — Ausserdem erwähnt Beauverd eine var. Gexiänum aus demöstlichen Frankreich (Gex). — var. turfösum Vollm. Stengel nur bis 20 cm hoch. Laubblätter nur 8 bis12 mm lang und 2 mm breit (Dachauer Moor bei München). — var. int ermedium DC. (= G. mesocärponH. Br.). Früchte sehr kurz angedrückt-behaart (In der Rheinprovinz zwischen St. Goar und Biebernheim, inNiederösterreich bei Rappoltenkirchen und in Tirol). — var. hyss opif ölium (Hoffm.) DC. Fruchtknotenund Frucht kahl (Zerstreut, mancherorts wie in der Rheinprovinz und in Württemberg häufiger als die typischeForm oder auch ohne diese).
237. Galium rubiofdes 1 ) L. Krappartiges Labkraut. Fig. 121 f, g.
Ausdauernd, 40 bis 60 cm hoch. Wurzelstock kriechend. Stengel kräftig, aufrecht,oben vierkantig, unten fast stielrund und flaumig kurzhaarig. Laubblätter zu 4 quirlig,länglich bis eilänglich, gegen die Spitze lang verschmälert, stumpflich, ohne Stachelspitze,flach, von drei Längsnerven durchzogen und mit deutlichem Adernetz, am Rande etwasumgerollt und von feinen Stachelzähnchen rauh, sonst kahl. Blüten in dichter, endständiger,pyramidaler oder eiförmiger Rispe. Blütenstiele sehr kurz, gerade, spreizend. Blüten3,5 mm breit, weiss, mit eiförmigen, zugespitzten Zipfeln. Fruchtknoten etwas behaart oderkahl. Frucht 3 mm lang, kahl, glatt (Fig. 121g). — VI bis VIII.
Auf feuchten Wiesen, in Auen, feuchten Gebüschen; nur im östlichen Nieder -Österreich in den Auen der March gegenüber Angern, Schlosshof und Marchegg, inder Au bei Engelhartstetten und im Eilender Walde bei Fischamend, ferner in Böhmen(Königsaal und Stern bei Prag; angeblich mit fremdem Samen eingeschleppt!). Fehlt inDeutschland (ehemals verwildert bei Frankfurt a. d. O.) und in der Schweiz.
Allgemeine Verbreitung: Oesterreich-Ungarn, Serbien, Russland, Kaukasus.
238. Galium rotundifölium L. Rundblätteriges Labkraut. Taf. 248, Fig. 2.
Ausdauernd, 10 bis 40 cm hoch. Wurzelstock zahlreiche rasige Stämmchen treibend.Stengel zahlreich, liegend oder aufsteigend, meist einfach, zart, schlaff, seltener ästig, vier-kantig, glatt, kahl oder zerstreut behaart. Laubblätter zu 4 quirlig, eiförmig, elliptischoder fast kreisrund, abgerundet, stumpf, mit feiner Stachelspitze, von drei Längsnervendurchzogen und deutlich längsaderig, am Rande kurz borstlich gewimpert, sonst kahl oderetwas behaart. Blüten wenig zahlreich, weiss bis grünlichweiss, in einer endständigen,lockeren Trugdolde mit spreizenden Aesten (ähnlich wie bei Asperula odorata). Blütenstielekahl, gerade. Blumenkrone 3 mm breit, weiss, mit eiförmigen, spitzen Zipfeln. Frucht zwei-knotig, mit fast kugeligen 1,5 mm langen, dicht mit hakigen Borsten (Taf. 248, Fig. 2a, 2b)besetzten Teilfrüchtchen. — VI, VII.
In lichten Wäldern (mit Vorliebe in Nadelwäldern), Holzschlägen, besonders auflehmigem, moosbedecktem Boden; von der Ebene bis in die Voralpen (in Bayern bis 1140 m,im Wallis bis 1900 m). In Süd- und Mittel-Deutschland, Oesterreich und in derSchweiz ziemlich verbreitet, in Norddeutschland seltener und vielerorts fehlend.
Fehlt im ganzen nordwestdeutschen Tieflande; auch im nordostdeutschen Flachlande nur bei Stettin,Forsthaus Eichhorst bei Pinnow, bei Buckau, Krossen, Schwiebus, Guben, bei Neuruppin, bei Fürstenberg inMecklenburg, in der Provinz Sachsen erst südöstlich von Magdeburg, in Posen in den Kreisen Lissa, Kempen,Schrimm und Schroda;- fehlt in Ost- und Westpreussen. Adventiv beim Bahnhof Eydtkuhnen. Fehlt ferner auchin ganz Süd- und dem grössten Teile von Zentraltirol und im grössten Teile des Innerkrainer Karstgebietes.
') Wegen der Aehnlichkeit mit der Gattung Rübia (vgl. Bd. VI, pag. 231).