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sind, vorkommen, so Carex alpina (Bd. II, pag. 84), Carex rigida (Bd. II, pag. 82) und Betula nana (Bd. III,pag. 80). Es mag dies vielleicht darauf zurückzuführen sein, dass dieses Gebiet in der letzten (der Wurm-)Eiszeit nur wenig vergletschert war und diese Arten, die aus dem Norden vermutlich in einer früherenZwischeneiszeit in die Alpen eingewandert waren, sich daselbst erhalten konnten. Uebrigens ist Galiumtrifidum an dem angeführten Standorte eine recht seltene Pflanze und bedarf dringend der grössten Schonung(auch seitens der Botaniker!), wenn sie nicht in Kürze ausgerottet sein soll.
236. Galium boreäle L. Nordisches Labkraut. Tai 248, Fig. 5.
Ausdauernd, 20 bis 45 (60) cm hoch. Wurzelstock ästig, stengelartige, oft holzigeStämmchen treibend. Stengel steif aufrecht, meist ästig, unterwärts meist mit nicht-blühenden Aesten, vierkantig, kahl oder mit kurzen, wagrecht abstehenden Haaren besetzt.Laubblätter zu 4 quirlig, lanzettlich, 3 bis 6 mm breit, beidendig verschmälert, etwas stumpf,ohne Stachelspitze, von drei parallelen Längsnerven durchzogen, ohne deutliches Adernetz,am Rande zurückgerollt und von feinen Stachelzähnchen rauh, sonst kahl, dunkelgrün.Blüten in einer endständigen, reich- und dichtblütigen, pyramidalen oder eiförmigen Rispe.Blütenstiele kurz, gerade ausgespreizt, kahl. Blumenkrone 3 mm breit, weiss, mit eiförmigen,bespitzten Zipfeln. Frucht 2,5 mm lang, meist, wie auch der Fruchtknoten, mit kurzen,steifen, an der Spitze gekrümmten Haaren dicht besetzt, selten ganz kahl. — VI bis VIII.
Auf feuchtenWiesen, in Flach-mooren, an feuchten,buschigen Stellen, aufHeide wiesen, Wald-blössen, in lichten Ge-hölzen (besonders Lär-chenhainen), auf Bach-kies.Verbreitet von derEbenebisindiehöherenVoralpen (im Wallisbis 2200 m, im Ober-engadin bis 2200 m, inBayern bis 1170 m);hie und da strecken-weise fehlend, wie imSchwarzwald, im Böh-mer- und Oberpfälzer-wald, im Fichtelge-birge und in dertypischen Form inder Rheinprovinz. MitVorliebe auf Kalk-boden.
AllgemeineVerbreitung: Nord-und Mitteleuropa bisOberitalien und Thra-zien, KaukaSUS, Ar- Fig. 121. Galium trifidum T.. a Habitus (2/s natürl. Grösse), i Laubblatt, c Stengelstück.menien rf Blüte (vergrössert). e Frucht. — Galium ruh ioidesL. /,/l Habitus ( 2 /5 natürl. Grösse).
n - ff Frucht, — Galium triflorum Mich, h Habitus ( 2 /ö natürl. Grösse), i Blüte, k Früchte.