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(Verbreitet). Hieher subvar. scäbrum (Jacq.) Hayek. Stengel bis zu den oberen Rispenästen behaart mitglanzlosen, gleichfalls behaarten Laubblättern. — subvar. niti'dulum (Thuill.) Hayek. Stengel nur in denuntersten Teilen behaart und obere Laubblätter glänzend. — var. gläbrum (Schrad.) Schuster. Stengelund Laubblätter kahl. Diese lineal-lanzettlich, bis 2 mm breit, am Rande meist, besonders vorn, von einzelnenStachelzähnchen rauh, unterseits ohne glänzenden, stark hervortretenden Mittelnerv, grün. Blüten in lockeren,ziemlich reichblütigen, eine Rispe bildenden Trugdolden, die untersten Rispenäste 4 bis 6 cm lang, meistwagrecht abstehend (Verbreitet). Hieher subvar. leve (Thuill.) Hayek. Untere Laubblätter am Rande glattoder nur wenig rauh. Trugdolden geknäuelt, armblütig mit sehr kurzen Blütenstielen, subvar. commutätum(Jord.) Hayek. Laubblätter ebenso. Trugdolden locker, reichblütig mit lang gestielten Blüten. subvar.scabrifölium (Rchb.) Hayek mit am Rande von zahlreichen Zäckchen rauhen Blättern und lockeren Trug-dolden. — var. Austri'acum (Jacq.) Beck. Stengel und Laubblätter kahl. Diese bis zu 10 quirlig, gegen dieSpitze schwach verbreitert, bis 1,5 mm, die der nicht blühenden Sprosse 1 mm breit, ziemlich starr, allehellgrün, beim Trocknen leicht schwarz werdend, nicht glänzend. Blüten in lockeren Rispen. Rispenäste kurz,auch die untersten nicht über 3 cm lang und meist aufrecht (Alpen und Jura, besonders auf Kalk, ferner imOsten zerstreut in Ostpreussen, Schlesien, Böhmen und Mähren, sowie im nordöstlichen Niederösterreich). —var. argenteum (Vill.) Hayek. Stengel und Laubblätter kahl. Diese zu 8 bis 10 quirlig, gegen die Spitzeschwach verbreitert, bis 1,5 mm breit, starr, graugrün, mit langer Stachelspitze, glänzend, unterseits mit starkhervortretendem, glänzendem Mittelnerv. Blütenstand schmal, locker, mit kurzen Rispenästen. Blütenstiele bis3 mm lang (In den Voralpen von Tirol bei Kitzbühel, Trient, Rovreit, wahrscheinlich auch in der Schweiz).
— var. L ap ey rousiänum (Jord.) mit verlängerten Stengelgliedern und mit langen, am Rande von zahlreichenStachelzähnchen sehr rauhen Laubblättern und umfangreicher Rispe (Angeblich in Westfalen an den Porphyr-felsen von Ardeck zu Dietz). — var. montänum (Vill.) Hayek. Stengel und Laubblätter kahl. Diese verkehrt-eilanzettlich, flach, bis 2,5 mm breit, dünn, unterseits mit stark vortretendem, glänzendem Mittelnerv, viel kürzerals die sehr gestreckten Stengelglieder. Blütenstand schmal, armblütig, mit kurzen Aesten und ziemlich lang-gestielten Blüten (In Gebirgsgegenden im Westen: Westfalen, Schweiz, Tirol und gewiss auch anderswo).
— Adventiv wurde auch die var. Timeröyi (Jord, als Art) im Hafen von Mannheim beobachtet.
228. Galium anisophyllum *) Vill. (= Galium silvestre var. alpinum und var. supinumGaud., = G. pümilum Koch nee Lam., = G. äsperum subsp. anisophyllum Schuster).
Alpen-Labkraut. Fig. 119e bis h.
Ausdauernd, (2) 5 bis 15 (20 cm) hoch. Wurzelstock zahlreiche fädliche, dicht-rasige Stämmchen treibend. Stengel meist zahlreich, liegend oder aufsteigend, vierkantig,meist kahl, mit kurzen Gliedern. Laubblätter zu 5 bis 8 quirlig, lanzettlich, wenigstensdie oberen nach vorn deutlich verbreitert, bis 2 mm breit, 1 /s so lang bis länger als dieStengelglieder, stachelspitz, zart, einnervig, bei durchscheinendem Lichte mit zahlreichenQueradern (Fig. 119f, g), am Rande glatt und flach, seltener etwas zurückgerollt, die unterengelblichgrün; Blätter der nicht blühenden Sprosse kurz eilanzettlich bis fast eiförmig,in die Stachelspitze plötzlich zugeschweift, am Rande stachelzähnig. Blüten in lockeren, ziemlicharmblütigen Trugdolden. Blütenstiele länger als die Blüten, auch zur Fruchtzeit aufrecht, 1 bis5 mm lang. Blüten 3 mm breit, gelblichweiss, mit spitzen, aber nicht in eine haarförmigeSpitze ausgezogenen Zipfeln. Frucht 1 bis 1,5 mm lang, glatt (Fig. 119 h). — VII bis IX.
An steinigen Stellen, Felsen, im Felsschutt, auf steinigen Triften der Gebirge. Inden Sudeten, im Bayer. Wald, Fichtelgebirge, im Jura und in den Alpen (im Wallis zwischen1700 und 2500 m, im Bernina-Gebiet bis 2900 m, in Bayern zwischen 1300 und 2300 m,in Steiermark zwischen 1500 und 2500 m). Angeblich auch in der Eifel bei Gerolstein undim Oberlahnsteiner Wald. Herabgeschwemmt im Isarkies bei München.
Allgemeine Verbreitung: Arragonien (?), Alpen, Sudeten, Karpaten, IllyrischeGebirge, Balkan.
Aendert ab: var. hirtellum (Gaud.) Hayek (= G. Bocconei All.). Pflanze im unteren Teile + kurz-haarig (Sehr zerstreut). —var. tenue Briquet. Pflanze kahl. Laubblätter schmäler, mit fast parallelen Rändern.
') Vom griech. a (privativum, gleich der deutschen Vorsilbe un- eine Verneinung bedeutend), iaog [isos]= gleich und q,v/./.ov [phyllon] = Blatt; also ungleichblätterig.