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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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oder gezähnelt. Blüten sehr klein, fast über den ganzen Stengel zerstreut, einzeln oderin armblütigen Trugdolden in den Achseln der Laubblätter, mit kurzen, diese kaum über-ragenden Stielen. Blumenkrone kaum 2 mm breit, purpurbraun, mit eiförmigen, kurz zu-gespitzten Zipfeln. Frucht 1,5 mm lang, glatt (Fig. 118 d), zuletzt schwärzlich.V bis VII.

An sonnigen, felsigen Abhängen, im Felsgeröll, an sonnigen Stellen. Nur in densüdlichen Alpentälern der Schweiz und von Oesterreich; fehlt in Deutschland(nur einmal [1886] adventiv im Hafen von Mannheim gefunden).

In Oesterreich in ganz Südtirol häufig, steigt bis 900m, an der Sonnenseite selbst bis 1500 m anund reicht nordwärts bis Meran, Cles, Halb weg im Sarntal, Predazzo; ferner in Kärnten (im Kanaltale), sowiein Krain (im Innerkrainer Karstgebiet, auf den gegen das Kulpatal abfallenden Gehängen der Morawitzer Bergeund auf dem Kositzenberge bei Kulpa). Häufig im ganzen Küstenlande und in Dalmatien. In der Schweiznur im südlichen Tessin, besonders um den Luganersee.

Allgemeine Verbreitung: Südfrankreich, Südschweiz, Tirol, Kärnten, Krain,Küstenland, Dalmatien, Kroatien, Südungarn, Balkanhalbinsel.

227. Galium äsperum Schreber (= G. scäbrum Jacq., = G. silvestre Poll. nee Scop.,= G. glabrum Hoffm. nee Willd., = G. umbellätum Lam., = G. pusillum Smith et autorumnee L.). Rauhes Labkraut. Franz.: Gaillet rüde, g. sauvage. Taf. 249, Fig. 4 und

Fig. 119 a bis d.

Ausdauernd, (5) 10 bis 50 cm hoch, zahlreiche stengelartige, lockerrasige Stämmchentreibend. Stengel zahlreich, liegend, aufsteigend oder aufrecht, steif, vierkantig, glatt oderan den Kanten durch feine Zähnchen etwas rauh, mit gestreckten, 2 bis 6 cm langenGliedern. Laubblätter zu 7 bis 8 quirlig, einnervig, nicht deutlich netzaderig, lineal bislineal-lanzettlich, bis 2 cm lang und 0,5 bis 2 mm breit, 1 jz bis : / 2 s0 ^ an g a ^ s die Stengel-glieder, lang stachelspitz, am Rande zurückgerollt und stachelzähnig (Fig. 119b). Blütenweiss, in, eine lockere Rispe bildenden Trugdolden. Blütenstiele 1 bis 3,5 mm lang, auch zurFruchtzeit gerade. Blumenkrone 2,5 bis 4 mm breit, mit eiförmigen, spitzen, aber nichtin eine haarförmige Spitze ausgezogenen Zipfeln (Taf. 249, Fig. 4 a und 4 b). Frucht 1 mmlang, kahl, undeutlich gekörnelt (Taf. 249, Fig. 4 c). VI bis VIII.

An Waldrändern, auf trockenen Gras-plätzen, Heiden, in Holzschlägen, an felsigen,buschigen Abhängen; von der Ebene bis indie Voralpen (1800 m). In Mittel- und Süd-Deutschland, in Oesterreich und in derSchweiz verbreitet und häufig; in Norddeutsch-land in der Ebene jedoch fast fehlend, in Pommernnur bei Nörenberg, in Westpreussen nur einge-schleppt bei Thorn.

Allgemeine Verbreitung: Island,südliches Schweden und Norwegen, England,ganz Mitteleuropa, Spanien, Dalmatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Serbien.

Eine äusserst formenreiche Pflanze (vgl. Jordan,Observations III, Briquet in Schinz und Keller, Florader Schweiz, und Schuster in Oesterr. Botan. ZeitschriftLIX, 1909, pag. 1), die sich folgendermassen gliedert: var.pubescens (Schrad.) Hayek. Stengel wenigstens im unterenTeile, sowie die unteren Laubblätter abstehend kurzhaarig

Htfi, Flor», Bd. VI. 14 a

Fig. 119. Galium asperum Schreber. a Blütensproas.

t Laubblatt (vergrössert). c Blüte (von oben), d Früchte.

Galium anisophyllum Vill. e Habitus (t/s natürl.

Grösse). /, g Laubblätter, h Frucht.