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Laubblätter zu 8 bis 12 quirlig, lineal, 15 bis 25 mm lang, 0,5 bis 2 mm breit, stachelspitz,am Rande meist zurückgerollt, oberseits kahl oder etwas rauh, dunkelgrün, unterseits dichtflaumig-filzig, mit vorragendem Rückennerv. Blüten in einer endständigen Rispe. Achsendes Blütenstandes dicht flaumig. Blumenkrone 2 bis 3 mm breit, meist goldgelb, starknach Honig duftend, ihre Zipfel spitz, ohne Haarspitze (Taf. 249, Fig. 6 a). Frucht 1,5 mmlang, kahl, glatt, zuletzt schwarz. — V bis IX.
Auf trockenen Wiesen, an Rainen, buschigen Stellen, Wegrändern, in lichtenWäldern, im Dünensand; sehr häufig von der Ebene bis in die Voralpentäler (in Tirol bis1600 m, in Bayern bis 1150 m, in Oberösterreich und Steiermark bis 700 m, in der Schweiz[Oberengadin] bis 1930 m).
Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa mit Ausschluss von Lappland undvom arktischen Russland; Kleinasien, Persien, Syrien.
Zerfällt in zwei Unterarten: 1. subsp. verum (L.) Hayek. Stengel niederliegend, aufsteigend oder auf-recht, mit zahlreichen Blattwirteln. Stengelglieder verhältnismässig kurz. Laubblätter meist kaum 1 mm breit,oft so lang oder länger als die Stengelglieder. Rispe schlank, aber dicht; ihre Aeste reichblütig, aufrecht,länger als die Stengelglieder. — VII bis IX (Ueberall häufig). — Abweichende Formen sind: var. pallidumCelak. Blüten bleichgelb (Ab und zu). — var. parviflörum Wirtgen. Blüten sehr klein, grünlichgelb(In der Rheinprovinz). — var. can es c ens Beckm. Stengel grau, weichhaarig.—var. asp aragiföliu m Schur.(== var. angusti'ssimum Wirtgen). Laubblätter fädlich zusammengerollt, kürzer. — var. pl anif öliu m Knaf.Stengel schlank. Laubblätter (lach, am Rande nicht umgerollt. Rispe lockerblütig, aber nicht unterbrochen(Auf dem Vogelberge bei Jaromer in Böhmen). — var. repens Wirtgen. Stengel aus niederliegender Basisaufsteigend, nur 15 bis 30 cm hoch (Besonders auf den vulkanischen Bergen der Eifel). — var. humifüsumMurr. Pflanze niederliegend, dem Boden ganz anliegend, vielästig, wenigblütig (Arlberg). — var. litoraleBreb. Wurzelstock stark verzweigt. Stengel niederliegend. Blütenstand kurz rispig (Auf den Dünen der Nord-seeküste massenhaft und für die Vegetation sehr charakteristisch).
2. subsp. praecox (Lang) Petrak (= G. W'irtgeni F. Schultz). Stengel steif aufrecht, mit entferntenBlattwirteln. Laubblätter bis 2 mm breit, in frischem Zustande weniger umgerollt, oberseits kaum glänzend,nicht zurückgeschlagen. Rispe armblütig, unterbrochen: ihre Aeste kürzer als die langen Stengelglieder undmeist nicht länger als die sie stützenden Blattvvirtel. Fruchtstiele oft bogig zurückgekrümmt. Frucht warzig.
— V, VI, zuweilen nochmals VIII, IX. Auf Wiesen,stellenweise häufig, aber nur in tieferen Lagen.Galium praecox ist wahrscheinlich eine unter demEinfluss der Wiesenmahd aus G. verum hervorge-gangene fiühblühende (aestivale) Rasse (vgl. Wett-stein. Der Saisondimorphismus im Pflanzenreich inDenkschr. d. math.-naturw. Kl. der Akad. d.Wissensch.Wien. Band LXX).
226. Galium purpureum L. Purpur-Labkraut. Fig. 118c und d.
Ausdauernd, 10 bis 50 cm hoch.Wurzelstock kriechend, ästig, fast holzig(Fig USci). Stengel aufsteigend oder auf-recht, reichästig, vierkantig, steif, oftbraunrot, kahl oder an den Kanten feinflaumig, mit zahlreichen kurzen Stengel-gliedern. Laubblätter meist zu 10 quirlig,lineal, 10 bis 20 mm lang und 0,5 bis 1 mmbreit, mit parallelen, etwas zurückgerollten
Fig. 118. Galium rubrum L. a, n Habitus ('/» natürl. Grösse). Rändern, klirZ Stachelspitz, kahl, mit kräf-b Stück des Fruchtstandes. — Galium purpureum L. c, a Ha- . ■ T . . -nie*
bitus. d Frucht. tigern Mittelnerv, am Rande fein gewimpert