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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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var. latifölium Thuill. (= subsp. elätum Briquet nee G. elatum Thuill.). Laubblätter verkehrt-eilanzettlich,15 bis 25 mm lang und 5 bis 8mm breit. subvar. proeürrens Briquet. Pflanze kahl (Verbreitet).subvar. pubescens Schrad. (= var. scäbrum DC, = var. hirtum Meyer, = G. elatum var. velutinum Auers-wald, = var. Thuillieri Briquet). Stengel im unteren Teile, sowie die unteren Laubblätter abstehend kurz-haarig (Nicht selten). subvar. pycnotri'chum H. Br. Stengel meist bis zur Spitze abstehend kurzhaarig.Laubblätter alle + stark behaart bis grauzottig (Selten im östlichen Niederösterreich). Zur var. latifölium ge-hört auch eine bei Wien beobachtete f. praeflörens Hayek mit schmalem, kurzästigem Blütenstand, dessenAeste höchstens so lang sind als die Stengelglieder. Blütezeit schon anfangs Juni (Offenbar eine im Ent-stehen begriffene frühblühende Rasse!). var. elätum (Thuill.) H. Br. Laubblätter breit und kurz, auch dieuntersten nur 8 bis 15 mm lang und 4 bis 6 mm breit, alle ziemlich derb (Typisch wohl nur im Westen, in derRheinprovinz und in Westfalen, sonst nur verschleppt oder in annähernden Formen). Hieher subvar. p oly phy llu mWirtg. Laubblätter zu 10 bis 14 in einem Wirtel (Westfalen). subvar. scäbrum Beckm. (= var. TalenceänumGandoger). Pflanze im unteren Teile behaart. subvar. bre vif ron s Borb. Rispe mehr eiförmig, mit auf-recht abstehenden, kürzeren Aesten (Weit verbreitet, auch im Osten). var. angu s t if ölium Leers. Laub-blätter lanzettlich bis lineal-lanzettlich, 12 bis 16 mm lang, 2 bis 5 mm breit, über der Mitte am breitesten unddann nach vorn allmählich verschmälert (Sehr häufig). Hieher subvar. subpubescens H. Br. Pflanze imunteren Teile behaart (Zerstreut). var. dumet öru m (Thuill.) H. Br. Laubblätter lineal, nur 8 bis 15 mmlang und 1 bis 2 mm breit, mit fast parallelen Rändern. subvar. levicaüle H. Br. Pflanze kahl. Rispen-äste dichtblütig. Blütenstiele kurz. subvar. trichoderma Briquet. Pflanze im untern Teile behaart. Rispen-äste dichtblütig. Blütenstiele kurz. subvar. praticolum H. Br. Pflanze kahl. Rispenäste lockerblütig.Blütenstiele verlängert, 3 bis 4 mm lang. subvar. hyp otri'chum H. Br. Pflanze im untern Teil behaart.Blütenstiele verlängert, 3 bis 4 mm lang (Alle Formen wohl verbreitet, aber vielfach übersehen).

2. subsp. Tiroliense (Willd.) Hayek. (= G. Insübricum Gaud.). Rispe kurz, schmal und lockerblütig,mit kurzen, aufrechten, die Stengelglieder an Länge kaum erreichenden, wenig- (oft nur 5- bis 8-) blutigenAesten. Blätter verkehrt-eiförmig bis verkehrt-eilanzettlich, 5 bis 14 mm lang, 3,5 bis 6 mm breit, sehr dünn,hellgrün, kahl (In Tirol [besonders in Südtirol bei Bozen, Margreid, Salurn, Stenico, Trient], in Niederösterreichum Wien, ferner in der Schweiz [besonders im südlichen Tessin und bei Genf], adventiv bei München).

3. subsp. erectum (Huds.) Briquet. Rispe schmal, verhältnismässig armblütig, mit kurzen, auf-rechten oder abstehenden unteren, arm- und lockerblütigen oberen Aesten. Blütenstiele 1,5 bis 4 mm lang.Laubblätter schmallineal, fast gleichbreit, 8 bis 15 mm lang und (1) 1,5 bis 2,5 mm breit (Auf Wiesen, antrockenen, buschigen Abhängen verbreitet). Hieher subvar. hirtifölium H. Br. Pflanze im unteren Teilebehaart. Ferner var. nemorösum Wierzb. Laubblätter etwas länger, bis 20mm lang. Blütenstand dichter,mit kürzeren Blütenstielen (Tirol, Niederösterreich und Mähren). subvar. Obornyänum H. Br. ist die be-haarte Form (Thayatal bei Znaim in Mähren).

222. Galium lucidum All. (= G. rigidum VilL, = G. Gerärdi Vill., = G. Mollügosubsp. Gerardi Briquet, = G. erectum DC. et autorum nee Hudson). Glanz - Labkraut.

Fig. 11/a und b.

Ausdauernd (10) 20 bis 60 cm hoch. Wurzelstock holzig, kurzkriechende, locker-rasige Stämmchen treibend. Stengel aufrecht oder aufsteigend, vierkantig, an den Gelenkenetwas verdickt, hellgrün, kahl, glatt, starr. Laubblätter zu 5 bis 8 quirlig, lineal-lanzettlichbis lineal, 0,5 bis 2 mm breit, mit fast parallelen, ± zurückgerollten, durch feine Stachel-zähnchen rauhen Rändern, stachelspitz, kahl, oberseits dunkelgrün, glänzend, unterseitsblasser mit 2 parallelen, glänzenden Linien längs des Mittelnerven. Blüten in eiförmiger,reichblütiger Rispe. Blütenstiele zart, meist kürzer als die Blüten, zuletzt gespreizt.Blumenkrone 3 bis 4 mm breit, weiss oder gelblichweiss, mit in eine fädliche Spitze aus-laufenden Zipfeln. Frucht glatt, 1 bis 1,5 mm (Fig. 117b). VI bis VIII.

An felsigen, buschigen Stellen, in steinigen, lichten Wäldern, an Felsen und imFelsschutt des Alpengebietes und im Jura, von der Talsohle bis in die Voralpenregion (imWallis bis 1800 m, in Tirol bis 1100 m). Fast nur auf Kalk.

In Deutschland nur im Badischen Jura [besonders bei Engen], sonst nur verschleppt, wie am Süd-bahnhof bei München und am Göritzer Damm bei Küstrin. In Oesterreich in den nördlichen und südlichenKalkalpen ziemlich allgemein verbreitet, in Salzburg jedoch ganz fehlend; reicht im untersteirischen Berg-