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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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lande bis Stainz, Marburg und Fürstenfeld, im Wiener Walde bis Wien. Auch auf Serpentin bei Kraubathund Pernegg, sowie um Graz in Steiermark. Mehrfach auch im Fürstentum Liechtenstein. In der Schweiz

am Walensee, bei Sargans, an der Axenstrasse,in den heissen Gebirgstälern von Graubünden,im Tessin, Wallis und in der Waadt.

Allgemeine Verbreitung:Spanien, Südfrankreich, Italien, Bal-kanhalbinsel, Kaukasus, Syrien.

Aendert ab : var. s cäbridum (DC.)Hayek (= var. hi'rtum Neilr. = var. perspersumBeck, = G. scäbrum Mert. et Koch). Der untereTeil des Stengels kurzhaarig (Zerstreut inTirol, in Ober- und Niederösterreich, Steier-mark).- var. meliodörum Beck. Stengelzarter, meist nicht über 20 cm hoch, kahl,schon vom unteren Teile an abstehende, ver-längerte Rispenäste tragend, die oberen Rispen-äste allmählich kürzer. Blütenstiele oft längerals die gelblichvveissen, intensiv nach Honigduftenden Blüten (In den nördlichen Kalkalpenvon Niederösterreich und Steiermark, beson-ders im Felsschutt, zerstreut, ferner in Kärntenbei Pontafel). var. corru da e f ölium(Vill.) Hayek. Stengelglieder kurz. Laubblätterkürzer, nur 10 bis 15 mm lang, dicklich, amRande stark zurückgerollt, oberseits etwasmatter, mit starrer Stachelspitze. Rispe schmal,zuletzt fast einseitswendig (In der Schweizim Wallis und Tessin im Gebiete des Luganer-sees). Hieher auch subvar. Trüni cum Ronniger

_ ,. .,, . , _ mit längeren Laubblättern und lockerem

Fig. 117. Galium lucidum All. a Habitus ( 2 /s naturl. Grosse). * Frucht. °

Galium cinereum All. c Habitus (2/5 natiirl. Grösse), d Frucht. Blütenstand (Am Traunsee in Oberösterreich).

223. Galium cinereum All. Graues Labkraut. Fig. 117c und d.

Ausdauernd, 30 bis 60 cm hoch. Wurzelstock holzig, rasige Stämmchen treibend.Stengel aufrecht, oben rispig-ästig, vierkantig, an den Gelenken etwas verdickt, glatt, kahl,blaugrün. Laubblätter zu 6 bis 8 quirlig, lineal, 10 bis 15 mm lang und etwa 1,5 mmbreit, dicklich, mit parallelen, zurückgerollten Rändern, kurz stachelspitz, oberseits matthellgrün bis graugrün, unterseits hell graugrün, nicht glänzend, mit breitem Mittelnerv.Blüten in ausgebreiteter Rispe mit verlängerten, abstehenden Aesten. Blütenstiele dicklich,etwa so lang wie die Blüten, zuletzt spreizend. Blüten etwa 3 mm breit, weiss, mit haar-fein zugespitzten Zipfeln. Frucht 1 mm lang, glatt (Fig. 117d)- VI bis VIII.

An sonnigen Kalkfelsen, an warmen, steinigen Abhängen. Nur in Oesterreichin Südtirol um Trient, Zifzen (Civezzano), Tenna, Rovreit und Ala; fehlt in Deutschlandund in der Schweiz gänzlich.

Allgemeine Verbreitung: Oberitalien, Südtirol, Balkanhalbinsel, Vorderasien.

Aendert ab: var. pili'ferum H. Br. Stengel unten + abstehend behaart (Bei Trient an derStrasse ai Frati).

224. Galium rubrum L. (= G. purpureum All. nee L.). Rotes Labkraut. Fig. 118aund b.

Ausdauernd, 20 bis 50 (60) cm hoch. Wurzelstock dünn, kriechend, fädliche Aus-läufer treibend. Stengel dünn, liegend oder aufsteigend, vierkantig, meist kahl und glatt.