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In Wäldern (besonders Laubwäldern), in Holzschlägen, an buschigen Abhängen;von der Ebene bis in die Voralpen (in Graubünden [Puschlav] bis 1200 m, in Bayern bis1070 m, im Schweizer Jura bis 1175 m, in Tirol stellenweise bis 1900 m) verbreitet, imOsten und Nordosten des Gebietes aber streckenweise fehlend.
Fehlt in Deutschland in Ostpreussen gänzlich ; ebenso im ganzen nordöstlichen Teile von West-preussen, in Oberschlesien und in der Gegend von Breslau, wo die Art überall durch G. Schultesii vertretenwird, ebenso in Neuvorpommern und im grössten Teile von Schleswig. Im übrigen Deutschland verbreitetund meist häufig, nur in Ostfriesland fehlend. In Oesterreich in Schlesien und in dem angrenzenden Nord-mähren fehlend, sonst verbreitet, in den höheren Tälern der Zentralalpen jedoch seltener. In der Schweiz verbreitet.
Allgemeine Verbreitung: Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Schweiz,Oesterreich-Ungarn, Mittel- und Süd-Russland, Serbien, Bulgarien, Thrazien, Kaukasus.
Galium silvaticum ist eine wenig veränderliche Pflanze. Bemerkenswertere Abänderungen sind:f. Juränum Gren. et Godr. Laubblätter auch oberseits blaugrün (Selten in Westfalen und im Jura). — f. pu-bescens DC. Stengel und Zweige unterseits dicht kurzhaarig, nach oben + verkahlend. Laubblätter unter-seits auf den Nerven behaart (Selten). — f. artropurpür eum Woerlein. Stengel, besonders die Gelenke,Blattstiele und Kelch dunkelrot.
Diese Art wird häufig mit dem Waldmeister (Asperula odorata) verwechselt, von dem sie jedochauch im nichtblühenden Zustand an dem stielrunden (nicht vierkantigen) Stengel und an der blaugrünen Färbungder Blattunterseite leicht zu unterscheiden ist.
219. Galium Schultesii 1 ) Vest (= Galium silvaticum Schultes nee L., = G. aristätumaut. z.T. nee L., = G. intermedium Schur nee Schultes). Glattes Labkraut. Fig. 115a bis d.
Ausdauernd, 30 cm bis 1 m hoch. Wurzelstock walzenförmig, knotig verdickt. Stengelaufrecht, lockerästig, besonders oben (zuweilen bis weit herab) deutlich vierkantig, glatt,kahl. Laubblätter zu 6 bis 8 quirlig, länglich oder lanzettlich (Fig. 115b), 4 bis 9 mmbreit, in oder unterhalb der Mitte, seltener über derselben, am breitesten, beiderseits kurzverschmälert, in eine lange Stachelspitze plötzlich zusammengezogen, ganzrandig, am Randevon feinen Zäckchen rauh, oberseits dunkelgrün, unterseits blaugrün, einnervig, mit feinemAdernetz, dünn, kahl. Blüten auf sehr feinen Stielen in einer endständigen, umfangreichenRispe. Blütenstiele ungefähr so lang als die Blüten, vor dem Aufblühen aufrecht. Blumen-krone 1,5 bis 3 mm breit, mit kurz und fein zugespitzten Zipfeln (Fig. 115c), weiss.Frucht 1,5 mm lang, glatt (Fig. 115d), bereift. — VII bis IX.
In lichten Wäldern (vornehmlich Laubwäldern), an Zäunen. Nur im östlichenDeutschland und in Oesterreich; fehlt in der Schweiz.
In Deutschland verbreitet in Ost- und Westpreussen, Posen und Schlesien, dort das Galium sil-vaticum vertretend; ferner im Fürstentum Reuss am Heinrichstein bei Eberndorf und vereinzelt im südlichenund östlichen Bayern (Kronach, Tölz, Ascholding, Valley, Reichenhall). In Oesterreich im nordöstlichen Böhmen,in Schlesien und in Mähren bei Brunn. Ferner hie und da in den Tälern der Alpen, besonders der Südalpen,so in Tirol (bei Kitzbühel, Stenico, Monte Corno, Sardagna), in Kärnten, Krain und Steiermark (bei Juden-burg, Pernegg und in Südsteiermark).
Allgemeine Verbreitung: Ost-Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Polen.
220. Galium aristätum L. (= L. levigätum L.). Grannen-Labkraut. Franz.:
Gaillet ariste. Fig. 115e bis i.
Ausdauernd, 20 bis 60 (120) cm hoch. Wurzelstock kriechend, walzenförmig, knotigverdickt, mit Ausläufern. Stengel aufrecht, ästig, bis zum Grunde etwas stumpf vierkantig, kahl,glatt. Laubblätter zu 6 bis 8 quirlig, lanzettlich, 4 bis 7 mm breit, meist unter der Mitte ambreitesten, beidendig verschmälert, allmählich lang zugespitzt, lang stachelspitzig, ganzrandig,
') Benannt nach Josef August Schul te s,in Wien, später in Krakau und Landshut.
geb. 1773, gest. 1831, Professor der Botanik am Theresianum