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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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In Deutschland zerstreut in Lothringen, im Elsass und in Baden, in der Pfalz (zwischen Bitsch undZweibrücken), ferner in Thüringen am Buchberg bei Rossleben und bei Röglitz nächst Halle, in Schlesien,Schleswig, bei Hamburg, Stralsund, Arkona auf Rügen, Tscharnikau in Posen, Briesen in Westpreussen,Warmcken, Braunsberg und Frauenburg in Ostpreussen, ehemals auch in Brandenburg (vor 1830 auf den WriezenerBergen). InOesterreichin Böhmen (mehrfach um Prag, bei Beraun, Podjebrad, Smirschitz, Aussig, Komotau), inMähren (bei Nebotein nächst 01mütz,Tscheitsch, Seelowitz, Brunn, Znaim, auf den Nikolsdorfer und Polauer Bergen),in Schlesien (auf dem Tul bei Troppau und bei Weidenau), in Niederösterreich (bei Rodaun, Kalksburg, Moos-brunn, Ebreichsdorf, um Wien, auf dem Bisamberge, im Marchfeld, auf dem Wachberge bei Karlstetten), inSteiermark (bei Peggau und Graz). Ferner in Liechtenstein bei Schaan und Vaduz. In der Schweiz zerstreutim Wallis, in den Kantonen Bern, Aargau, Scharfhausen, St. Gallen und Graubünden (im Domleschg bei Scheidnoch bei 1050 m).

Allgemeine Verbreitung: England, Dänemark, Südschweden, ganz Mittel-europa, nördliche Balkanhalbinsel, Kleinasien, Turkestan, Vorderindien.

164. Orobanche Laserpftü SfleHs Reuter. Laserkraut-Sommerwurz.' Fig. 84g bis 1.

Stengel dick, kräftig, 40 bis 80 cm hoch, an der Basis 1 bis 2 nackte Knollenbildend und darüber verdickt, hier dicht dachziegelig, oben reichlich beschuppt, drüsig-behaart. Die unteren Schuppenblätter 3-eckig, kahl, die oberen lanzettlich, 2 bis 3 cm lang,drüsig-behaart. Aehre zylindrisch, sehr reich- und dichtblütig, bis 30 cm lang. Blütenaufrecht abstehend, nur von einem lanzettlichen, der Blüte an Länge ungefähr gleich-kommenden Tragblatt gestützt, ohne Vorblätter (Fig. 84 g). Kelch aus 2 vorn breit ver-wachsenen, eiförmigen, meist ungleich zweispaltigen, drüsig-behaarten Hälften bestehend.Blumenkrone 2,5 bis 3 cm lang, weit röhrig-glockig, über der Einfügungsstelle der Staub-blätter bauchig erweitert, nach vorwärts gekrümmt, bräunlich-lila, an der Basis und an derUnterlippe gelblich, mit hellen Drüsenhaaren reichlich besetzt, getrocknet mit dunklerenNerven; ihre Rückenkante von der Basis an gleichmässig gekrümmt und an der Oberlippenach aufwärts gebogen. Oberlippe tief 2-lappig, mit breit gezähnelten, abstehenden Lappen.Unterlippe ungleich 3-lappig mit grösserem Mittellappen. Staubblätter 5 bis 7 mm überdem Grund der Blumenkrone eingefügt, an der Insertion von einem gelben Fleck umgeben,unten verdickt und reichlich behaart, oben etwas drüsenhaarig. Antheren kahl, braun mitweisslicher Spitze. Fruchtknoten ellipsoidisch, im oberen Teile gleich dem Griffel reichlichdrüsenhaarig. Narbe 2-lappig, gelb bis orange. VII.

Sehr selten. Schmarotzt auf den Wurzeln von Laserpitium Siler. In Oesterreichnur in Niederösterreich (auf dem Sooser und Badener Lindkogel und auf dem Schnee-berge). In der Schweiz im Jura (auf dem Creux du Vent, Aubert, bei Noiraigue undLe Voarne im Kanton Neuenburg), im Kanton Waadt, bei Schwarzenmatt im Kanton Bern,ferner auf der Ruggplangge im Churfirstengebiet (hier auf Laserpitium latifolium). Fehltin Deutschland gänzlich.

Allgemeine Verbreitung: Mont Saleve, Schweizer Jura, Niederösterreich,Bosnien, Serbien.

165. Orobanche Alsätica Kirschl. (= O. Cerväriae Kirschl., = O. brachysepala F. G.Schultz, = O. Libanötidis Opiz). Elsässer Sommerwurz. Fig. 85 und 86a bis d.

Stengel kräftig, am Grunde verdickt, 15 bis 55 cm hoch, unten dicht dachig, obenlockerer beschuppt, gelb, zuletzt rötlich, reichlich drüsig-behaart. Die unteren Schuppen-blätter breit dreieckig, die oberen lanzettlich, 10 bis 22 mm lang, drüsig-behaart. Aehreeiförmig, reich- und dichtblütig. Blüten zuerst aufrecht, zuletzt fast wagerecht abstehend,nur von einem, der Blüte ungefähr gleichlangen, lanzettlichen Tragblatt gestützt, ohne Vor-blätter. Kelch aus zwei freien oder vorn miteinander verbundenen, eiförmigen, 2-zähnigen,