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von kräftigen Längsnerven durchzogenen Hälften bestehend. Blumenkrone weit röhrig-glockig (Fig. 86b), nach vorwärts gekrümmt, 12 bis 22 mm lang, über der Einfügungsstelle derStaubblätter bauchig erweitert, gelblich, gegenden Saum zu — besonders an den Nerven —braun-violett, mit hellen Drüsenhaaren besetzt; ihreRückenkante vom Grunde an gleichmässiggekrümmt und an der Oberlippe aufwärtsge-bogen. Oberlippe ausgerandet, mit abstehenden,gezähnelten Lappen. Unterlippe ungleich3-lappig mit gefältelten, grob gezähneltenLappen. Staubblätter 4 bis 7 mm über demGrunde der Blumenkrone eingefügt, unten ver-breitert und behaart, oben fast kahl (Fig. 86d).Antheren an der Naht oft behaart, bräunlich mitweisslicher Spitze. Fruchtknoten ellipsoidisch.Griffel reichlich drüsig-behaart (Fig. 86c). Narbe2-lappig bis 2-schenkelig, gelb. — VI.
Schmarotzt auf Peücedanum Cervariaund Libanotis montana. Sehr zerstreut; anbuschigen Stellen und Waldrändern.
In Deutschland am häufigsten im Süd-westen, im Elsass (Türkheim, Münstertal, Dorlisheim),in Baden (Schönberg und Kaiserstuhl bei Freiburg, Oelbergbei Pfaffenweiler; für Villingen und Rielasingen fraglich)un d in der Rheinprovinz (Schengen, Ehrenbreitstein),
ferner in Unterfranken (Randersacker und Guttenberger Wald), in Schlesien (in den Dirscheler Gipsgruben), inBrandenburg bei Lossow nächst Frankfurt a.O. [ehemals], Guben und Prenzlau), in Westpreussen (bei Marien-werder und Fiedlitz). In Oesterreich in Böhmen (Sperlingstein bei Tetschen, Milleschau, Sebusein a. d. Elbe),Mähren (Mirau bei Olmütz), Niederösterreich (Eichkogel bei Mödling), Steiermark (Puxberg bei Niederwölz)und Tirol (Monte Stivo, 1500 m). In der Schweiz bei Orbe. Neuenburg, auf dem Sali bei Ölten, unter demKienhorn bei Boltigen, im Berner Jura (Pieterlen), bei Schaffhausen, Zürich (Leimbach), auf dem TössbergUr >d bei Wülflingen nächst Winterthur, Immenberg im Kanton Thurgau.
Allgemeine Verbreitung: Frankreich, Deutschland, Schweiz, Oesterreich-L" n garn, Bosnien, Herzegowina, Finnland, Russland, Sibirien.
Aendert ab: var. Libanötidis (Rupr.) Beck. Blüten kleiner, höchstens 17 mm lang, weniger starkgekrümmt. Kelchabschnitte meist vorn miteinander verwachsen. Staubblätter 1 bis 3 mm über dem Grundder Blumenkrone eingefügt. Antheren oft durch das verlängerte Konnektiv bespitzt.—Bisher nur auf der Hörner -kuppe bei Altenstein a. d. Werra, sowie im Ankatal bei Rupprechtstegen unweit Nürnberg.
166. Orobanche flava Mart. (= O. Tussilaginis Mutel, = O. Fröhlichii Rchb.). Gelbe
Sommerwurz. Fig. 86e bis h.
Stengel kräftig, 15 bis 40 (65) cm hoch, an der Basis nicht oder keulig verdickt, unter
er * erdickung oft wieder verschmälert, gelb, unter der Aehre lang drüsig-behaart, unten dicht,
en spärlich beschuppt. Die unteren Schuppenblätter dreieckig-eiförmig, fast kahl, die oberen
n guch, spitz, drüsenhaarig. Aehre zylindrisch, anfangs dichtblütig, später verlängert und
venigstens im unteren Teile locker. Blüten zuerst aufrecht, zuletzt fast wagrecht ab-
s ehend, nur von einem lanzettlichen, anfangs rötlichen Tragblatt gestützt, ohne Vorblätter.
eich aus 2 freien, schief eiförmigen, ungeteilten oder sehr ungleich 2-zähnigen Hälften
bestehend. Blumenkrone 2 cm lang, röhrig, nach vorwärts gekrümmt, gegen den Schlund
hm kaum erweitert, über der Einfügungsstelle der Staubblätter stark bauchig aufgetrieben
Fig. 85. Orobanche Alsatica Kirschl. Auf PeücedanumCervaria bei Wülflingen (Kanton Zürich). I'hot. Dr. G. Hegi,
Heg-i, Flora Bd. VI.
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