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konkav, an der Oberlippe plötzlich fast winkelig nach vorn gebogen. Oberlippe ungeteiltoder etwas ausgerandet, mit abgerundeten, abstehenden Lappen. Unterlippe herabgebogen,3-lappig, mit ungleichen, viereckigen, abgestutzten Lappen. Staubblätter 3 bis 5 mm überdem Grund der Blumenkrone eingefügt, an der Einfügungsstelle von einem mondförmigen rgelben Fleck umgeben, unten behaart, oben drüsenhaarig. Antheren kahl, getrocknet braun.Fruchtknoten eiförmig. Griffel drüsig-behaart. Narbe tief 2-lappig, purpurbraun (Fig. 82 i). —VI, VII.
Schmarotzt auf Teucrium-Arten, besonders auf T. montanum und T. Chamaedrys.An buschigen, felsigen Stellen der Alpen bis 1900 m (Nordtirol: Blaser) und der südwest-deutschen Gebirge, stellenweise nicht selten.
In Deutschland in den Vogesen, ferner um Metz, bei Trier und bei Perl und Sierk an der Mosel,sowie auf den vulkanischen Bergen des Maienfeldes; in Württemberg im Donautal bei Möhringen und Mörsingen,im badischen Jura und im Alpengebiet Bayerns. In Oesterreich in den Alpenländern ziemlich verbreitet,ferner bei Kottes und Rabensreit im niederösterreichischen Waldviertel. In der Schweiz ziemlich verbreitet;doch in Luzern und Zug noch nicht beobachtet.
Allgemeine Verbreitung: Frankreich, Belgien, Süddeutschland, Schweiz,Oesterreich-Ungarn, Bosnien.
162. Orobanche lutea Baumg. (= O. rübens Wahr., = O. Büekii Dietr., = O. elätiorKoch et Ziz.). Gemeine Sommerwurz. Fig. 83 und 84a bis d.
Stengel schlank bis kräftig, am Grunde meist verdickt, 10 bis 50 cm hoch, gelbbis braun, reich drüsig-behaart, unten dicht, oben lockerer beschuppt. Schuppenblätter 2 bis3 cm lang, länglich-lanzettlich, aufrecht abstehend. Aehre locker- bis und dicht reichblütig,eiförmig bis zylindrisch, mit aufrecht, zuletzt oft fast wagerecht abstehenden Blüten.Blüten nur von einem eilanzettlichen, der Krone an Länge fast gleichkommenden Trag-blatt gestützt, ohne Vorblätter (Fig. 84 b). Kelch aus 2 freien oder vorn miteinander ver-wachsenen, 2-spaltigen, reich drüsig-behaarten, vielnervigenHälften bestehend, hellbraun. Blumenkrone 2,5 bis 3 cm lang,hellbraun oder rötlichbraun, selten rein gelb, mit hellen Drüsen-haaren reichlich besetzt, über der Einfügungsstelle der Staub-blätter allmählich erweitert, weit röhrig - trichterig, ihreRückenkante erst etwas konvex, dann gerade oder leichtkonkav, über der Oberlippe plötzlich fast winkelig nachvorn gebogen und abschüssig. Oberlippe gekielt, ausgerandetoder 2-lappig, mit aufrechten, gestutzten Lappen. Unterlippeherabgeschlagen, 3-lappig, mit gezähnelten, kahlen oderetwas drüsigen Lappen. Staubblätter 3 bis 6 mm überdem Grund der Blumenkrone eingefügt, hier von einemorangegelben Fleck umsäumt, an der Basis verdickt undreichlich behaart, oben spärlich drüsenhaarig. Antherenkahl. Fruchtknoten ellipsoidisch, im oberen Teil gleich demGriffel reichlich drüsig-behaart (Fig. 84 c). Narbe 2-lappig,wachsgelb bis dottergelb. — V, VI.
Schmarotzt auf Leguminosen, besonders auf Medi-cago-, Melilotus- und Trifolium-Arten, seltener auf Lotus undDorvcnium. Auf Wiesen und grasigen Abhängen, Luzerne-
Fig. 83. Orobanche lutea Baumg-, auf J . . . . r „ ., ,
Medicago sativa, bei Tuttlingen (Württem- ackern verbreitet und besonders im südlichen 1 eile des
berg). Phot. Forstamtmann O. Feucht, /—i 1 • . r. i i .. c
Kraüsheim. Gebietes oft sehr häufig.