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zu dienen. In erster Linie kommen allerdings in Betracht: Erlen, Haseln und Buchen, dann Carpinus, Quercus,Betula, Castanea, Ulmus, Juglans, Fraxinus, Hedera, Berberis, Rosa, Pirus, Rhododendron, Picea (selten) undVitis. In Frankreich und in der Schweiz( z . B. um Zürich, Aigle, Yvorne, Ollon)tritt Lathraea oft massenhaft in Wein-bergen auf und ist dort als „böse Blume",ui der französischen Schweiz als „pul-monie" bekannt. So lange der Schma-rotzer noch klein und anspruchslos ist,wichen zu seiner Ernährung auch krautigeGewächse aus. Im allgemeinen verlangtLathraea einen beständig feuchten Boden.•Jas Auftreten der Pflanze im GrossenKessel im Hochgesenke scheint nachLaus an das vorgeschobene Vorkommenv °n Corylus Avellana gebunden zu sein.Die grossen, zwitterigen Blütensind proterogyn und werden von Hummelnbestäubt. Am Grunde des Frucht-knotens (Fig. 77e) befindet sich vorn einegelbe, glänzende, wulstförmige Honig-
nise; der von ihr ausgeschiedene süsseSaft sammelt sich in einer Rinne derUnterlippe. Daneben entwickelt La-
nraea unterirdisch gelegentlich auch
»kleistogame" Blüten, die die verschie-
ensten Grade von Verkümmerung der
ur nenkrone aufweisen, aber gleichwohl
»amen erzeugen. Die Früchte sind
'ge Springkapseln, die zahlreiche
amen enthalten (Taf. 244, Fig. 2 c). Zwei
Fig. 77. Lathraea Squamaria L. a Verbindung der jungen Schmarotzer-pflanze mit einer starken Erlenwurzel (Original), b Keimpflanze (nach v. Goebel),c Halbschematische Darstellung eines Haustoriums im Längsschnitt und einesTeiles der Nährwurzel im Querschnitt. (/Partie aus dem Radialschnitt einerErlenwurzel und eines Teiles der Endigung eines Haustorialfortsatzes (Fig. cund d nach He in rieh e r). e Diagramm (nach Eichler).
machtige, zur Fruchtreife sich starkVe rgrössernde Samenpolster (Plazenten)
n ein Schwellgewebe dar, welches schliesslich das Aufspringen der Früchte bewirkt. Die kleinen, braun-
arzen, netzig-grubigen endospermhaltigen Samen, die im Boden ihre Keimfähigkeit mehrere Jahre bewahren
n , werden wohl durch die Niederschläge verbreitet und in Spalten und Risse des Bodens gebracht. Die
n g der Samen im Boden geht aber nur bei Anwesenheit einer Nährwurzel vor sich. Die unterirdischen
.j, e (Rhizome und Schuppenblätter) zeigen eigentümlicherweise Spaltöffnungen; ebenso sind diese an den
c j a . ' "-eich- und Fruchtblättern vorhanden, hier aber grösstenteils funktionslos. Vegetative Vermehrung kann
2U erfolgen, dass sich Bruchstücke des Rhizoms bewurzeln und, sofern sie bald auf Wirtswurzeln stossen,
ständigen Pflanzen heranwachsen.
,Anbl a
u ie Schuppenwurz galt früher vielfach als Heilpflanze. Dodonaeus bezeichnet sie 1608 alsDestHi ^ w °bl Ohnblatt, d.h. blattlose Pflanze) und erwähnt, dass die ganze Pflanze zur Gewinnung einesden Pj, Mittel gegen die „fallende ciekte" (Fallsucht) verwendet wird. Später finden wir Lathraea in
Squa all opoeen unter der Bezeichnung Schuppenwurzel, Zahnwurzel oder Maiwurzel, ihr Rhizom als Radix
v ulsion lae > R. Dentariae oder K. Anblati erwähnt und als Mittel gegen Koliken, Epilepsie und Kon-en empfohlen (Bearbeitet von Dr. Hegi).
haben p - en bildungen, Die S croph ulari ace en sind nicht reich an Gallen und nur wenige derselben
'äufern A C Verbreitung. An dem untersten Teile der Sprossachse, hauptsächlich an unterirdischen Aus-
zahlre' Wurzelhals von Linaria vulgaris und odora finden sich bis 4mm grosse, rundliche, oft
netr 'einander auftretende und miteinander + verschmelzende, fleischige Gallen von Rüsselkäfern (Gym-
ursarh ariae Un d colltnum) (Fig. 78a, b). Andere Gymnetron - Arten undMecfnus ianthfnus ver-
__ry e oder minder starke Anschwellungen der Sprossachsen von Linaria vulgaris und minor
durch kpr ° Sspitze yon mehreren Veronic a-Arten, besonders häufig von V. Chamaedrys (Fig. 78c), wird
jüngst X ^A arven der Gallmücke Dasyneüra (= Perrisia) verönicae in der Entwicklung gehemmt. Das
dicke . le beiden jüngsten Blattpaare verbleiben in dem Knospenzustande, liegen fest aneinander, ver-
i besonders in dem unteren Teile und entwickeln meist eine starke und reichliche Behaarung.