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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Fig. 75. Lathraea Squamaria L., in Thüringen.Phot. J. C.Th. Uphof, Amsterdam.

rosenrot mit weisslicher Unterlippe. Staubblätter 4, 2-mächtig, nahe dem Schlund derBlumenkrone eingefügt (Taf. 244, Fig. 2a) und aus derselben hervorragend, mit etwasbehaarten Antheren (Taf. 244, Fig. 2d). Fruchtknoten 1-fächerig, mit 2 oft 2-schenkeligenPlazenten und zahlreichen Samen-anlagen (Taf. 244, Fig. 2 b). Samenbraunschwarz, netzig - grubig, klein(ca. 1 mm im Durchmesser), mit Endo-sperm. Keimling sehr klein. Blüten unterdem Fruchtknoten ein schuppenförmigesNektarium (Fig. 77e) tragend. IV,V.

Auf Laubhölzern, besondersauf Erlen, Buchen, Haselnusssträucherne tc. schmarotzend; in feuchten Wäl-dern, Auen, alten Gärten verbreitetund ziemlich häufig. Von der Ebenebis in die Alpentäler (bis ca. 1600 m);nur in höheren Gebirgslagen, wie z. B.im Kanton Graubünden, fehlend.

Allgemeine Verbreitung: Europa (nördlich bis Bergen; fehlt im nordwest-deutsch-belgisch-holländischen Flachlande), gemässigtes Asien (ostwärts bis zum Himalaja).

Die Schuppenwurz, eine vollständig chlorophyllfreie Pflanze, ist im Gegensatz zu den Euphrasia-,Alectorolophus- und Melampyrum-Arten als echter Parasit (Ganz-Schmarotzer") zu bezeichnen, der seinen Wirtenneben Wasser und Nährsalzen auch die organischen Stoffe entnimmt. Durch ihre eigenartige Erscheinung undLebensweise hat die Pflanze von jeher die Aufmerksamkeit der Botaniker erregt; es möge nur erinnert sein an dieUntersuchungen von Bowman, Unger, Pitra," Vau eher, George Massee, Duchartre, Meyen,c hatin, Gilburt, Doli, Irmisch, Cohn, 'Hermann Krause, Kerner, Wettstein, Goebel,"einricher, Scherffel, Stenzel und Haberlandt. Das Leben der Schuppenwurz vollzieht sich zumgrossen Teil unterirdisch. Nur im Frühjahr, Ende April oder häufiger anfangs Mai, erheben sich die einseits-w endigen, saftreichen, bleichweissen, etwas rötlich angehauchten Blütentrauben über die Erde, wozu aber ein Alterv °n nahezu 10 Jahren nötig ist. Nach dem Blühen reifen die Früchte rasch aus und die zahlreichen Samen werdenausgeworfen. Der unterirdische Stamm ist ein oft reich verzweigtes Rhizom, das einen beträchtlichen UmfangV D, s 1 q m ) und ein bedeutendes Gewicht (bis 5 kg) erreichen kann. Diese Rhizomstücke sind mit dicht über-hander stehenden, dicken, prallen, fleischigen, wachsfarbigen, schuppenartigen Niederblättern besetzt, die alses ervestoffbehä!ter dienen. Ausserdem wird jenen durch diese Schuppen das Vordringen im Boden er-c ntert. Sie sitzen paarweise auf gleicher Höhe mit ziemlich breiter Fläche den Sprossen auf, sind meiste 'ter als hoch, am Ende im ausgewachsenen Zustande meist abgerundet, seltener zugespitzt. In Wirklichkeitspricht der Rand der Schuppen aber nicht dem Blattrande und die Spitze der Schuppen nicht der Blattspitze.nn die obere Hälfte des Blattes ist nach rückwärts umgeschlagen und die Ränder desselben, die der unterenij.. oberen Blatthälfte, sind' an den Seiten miteinander verwachsen. Auf diese Weise kommt eine

ung zustande, welche nur am Grunde durch eine enge Spalte mit der Aussenwelt in Verbindung steht,rhin ist der Hohlraum kein einheitlich zusammenhängender; er besteht vielmehr aus einem System von. ern und Gängen (Fig. 7&a bis c),' die dadurch zustande kommen, dass die an der Unter- bezw. Innen-j,. r Schuppen vorspringenden Nerven miteinander verwachsen. Die wellig-gebogenen Wände dieser

.. n s 'nd mit mikroskopisch kleinen Drüsen vom Charakter der Hydathoden ausgestattet, die über dielc hen Wandzellen sich erhebend in die Höhlungen vorragen. Diese Drüsen, in deren Nähe sich die

on Trache'iden befinden, sind von zweierlei Art; - Schild- und Köpfchendrüsen" werden unterschieden

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u ois i). Die in der Minderzahl vorhandenen grösseren Schilddrüsen zeigen an ihrem Scheitel ein in

ticul a befindliches, nach Behandlung mit Chlorzink-Jod deutlich erkennbares Loch von ca. 0,004 mm

messer. Was die Funktion dieser Drüsen, die durch die Gestalt der Schuppen in geschützte Höhlungen

werden, anbetrifft, so sind sie, besonders die Köpfchendrüsen, als wasserabsondernde Organe anzu-

H "' rc ' 1 deren Tätigkeit die Transpiration zum Teil ersetzt wird. Haberlandt hat gezeigt, dass diesen

die Aufgabe zukommt, durch kräftige Wasserausscheidung reichliche Mengen von zuckerhaltigem

Blutu

ngssaft aus den Wurzeln des Wirtes in die Organe des Schmarotzers, vor allem in die RhizomschuppenHerri. Flora, Bd. VI. 9