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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Fig. 74. Pedicularis acaulis Scop. a Habitus ('/s natürl. Grösse), b Blüte. Pedicularis

rosea Wulf, c Habitus (V 3 natürl. Grösse), d Blüte. Pedicularis Oederi Vahl. e Habitus

(*/3 natürl. Grösse). / Kelch. g 3 k Keimung.

Staubfäden dicht bärtig. Kapsel schief-eiförmig, stachelspitzig, wenig länger als der Kelch. VII, VIII.

An steinigen, grasigen Stellen und unter Felsschutt der österreichischen Alpen,zwischen 1900 und2700m; nur auf Kalk.Fehlt in Deutsch-land und in derSchweiz gänzlich.

In Tirol in densüdlichen Kalkalpen, be-sonders in den Dolomitennicht selten, ferner durchKärnten, Krain und Süd-steiermark, in der ganzenKette der südlichen Kalk-alpen bis in die SeetalerAlpen. Ferner in den nördli-chen Kalkalpen vom TotenGebirge ostwärts durchOber- und Niederösterreichu nd Steiermark bis zumWiener Schneeberg. Sehrselten in den Zentralalpen,w ie in Salzburg auf demSpeyereck und Preber, inSteiermark auf dem Hoch-schwung bei Rottenmann.

Allgemeine Verbreitung: Alpen der Dauphine und von Piemont, Ostalpen,Karpaten, Illyrische Gebirge.

152. Pedicularis Oederi 1 ) Vahl (= P. flämmea Wulf, nee L., = P. versicolor Wahlenbg.).

Oeder's Läusekraut. Fig. JA e bis h.

Ausdauernd, 5 bis 20 cm hoch. Wurzelstock dick, mit langen Fasern besetzt.

Stengel aufrecht, unten meist kahl, oben zerstreut behaart, blattlos oder wenig beblättert.

'^aubblätter fiederschnittig mit eirundlichen, eingeschnitten-kerbsägigen Abschnitten, kahl,

"'äulichgrün. Blüten in einer gedrungenen, später etwas verlängerten, endständigen Aehre.

ira gblätter lanzettlich, eingeschnitten-kerbsägig, kürzer als die Blüten. Kelch glockig,

er streut langhaarig, 5-zähnig mit 3-eckigen, spitzen, am Rande gewimperten Zähnen.

lur nenkrone 12 bis 20mm lang, schwefelgelb, die Spitze der Oberlippe purpurn; Röhre

er Krone länger als der Kelch. Oberlippe gerade, gegen die Spitze bogig gekrümmt,

gerundet, stumpf, zahnlos. Die beiden längeren Staubfäden gebartet. Kapsel eilanzettlich,

Sc Wf geschnäbelt, doppelt so lang als der Kelch. VI bis VIII.

»^ Auf fetten, humusreichen Weiden der Alpen; zerstreut zwischen 1600 und 2400 m.

Kalk liebend.

. In Deutschland in den bayerischen Alpen im Algäu nur auf dem Aggenstein, häufiger weiter

auf dem Säuling, dem Brunnkopf bei Ammergau, auf dem Brantnerschrofenkamm bei Hohenschwangau,

em Schellschlicht, Miesing und der Rotwand bei Schliersee; fehlt in den Berchtesgadener Alpen vollständig.

°rarlberg und im westlichen Tirol bis Innsbruck in den nördlichen Kalkalpen ziemlich verbreitet, ferner auf

renner, dem Hühnerspiel, am Fedajasee und auf dem Monte Tombea. Ausserdem in Steiermark in den

^ en Zentralalpen (östliche Niedere Tauern, Seetaler Alpen), sowie in Kärnten in den Gurktaler Alpen.

') Nach Georg Christ. Oeder, geb. 1728,»Flora Danica«.

gest. 1791, zuletzt Landvogt in Oldenburg, Mitarbeiter der