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An grasigen, buschigen Abhängen; nur im südwestlichen Tirol.
Allgemeine Verbreitung: Alpen von Savoyen, Südwesttirol und der Lombardei.
Hier in zwei Unterarten: 1. subsp. Chabertii') Behrendsen (als Art). Stengel einfach oder mitwenigen kurzen, aufrechten Aesten. Stengelinternodien gestreckt. Interkalarblätter fehlend (Die ästivale Rasse).Zerstreut an felsigen, grasigen Abhängen; nur in Südtirol zwischen 500 und 900m (Ampola-Tal, Lorina-Tal,Cologna in Giudicarien.) — 2. subsp. Sotlgeöni (Sterneck) Hayek. Stengel bis 70 cm hoch, reichästig mitbogig aufstrebenden, dem Hauptstengel an Länge oft gleichkommenden Aesten. Stengelinternodien gestaucht.Interkalarblattpaare S bis 9. — VIII (Die autumnale Rasse). Bisher einzig in Südtirol im Ampola-Tal zwischenTiarno und Storo.
126. Alectorolophus mäior (Ehrh.) Rchb. (= Rhinanthus maior Ehrh., = Rh. Cristagalli var. maior Doli, = Alectorolophus gläber Beck nee All., = Fistuläria maior Wettst.).
Grosser Klappertopf. Fig. 61 d bis h.
Einjährig, 20 bis 45 cm hoch. Stengel aufrecht, einfach oder ästig, zweizeilig-behaart, schwarz gestrichelt. Stengelblätter länglich-lanzettlich, gegen die Spitze kurz ver-schmälert, kerbsägig mit fast angedrückten Zähnen. Tragblätter mit Ausnahme der untersten,den Laubblättern gleichgestalteten breit-dreieckig, zugespitzt, bleichgrün, gezähnt, mit vonder Basis gegen die Spitze allmählich an Grösse abnehmenden, lanzettlichen, spitzen, abernicht in eine Granne auslaufenden Zähnen (Fig. öle). Blumenkrone 2cm lang, hellgelb,mit schwach nach aufwärts gebogener Röhre, 2 mm langem, violettem Oberlippenzahn unddurch die der Oberlippe anliegende Unterlippe geschlossenem Schlund (Fig. 61 f). Samengeflügelt (Fig. 61h) oder ungeflügelt. — V bis VIII.
Auf Wiesen und Aeckern, in Getreidefeldern. Verbreitet und häufig durch ganzDeutschland mit Ausnahme von Elsass und von Baden, ferner in Oesterreich bis an denNordfuss der Alpen, in die Alpentäler nur jedoch stellenweise eindringend, in der Schweiznur im Nordosten.
Allgemeine Verbreitung: England, Schottland, südliches Skandinavien, Nieder-lande, Belgien, Nordostfrankreich, Dänemark, Deutschland, Schweiz, Oesterreich, Bosnien,nördliches und östliches Ungarn, Rumänien, Mittel- und Südrussland, nördliches Kleinasien,westliches Sibirien; eingeschleppt auch in Nordamerika.
In Deutschland durch ganz Nord- und Mitteldeutschland verbreitet, ferner in Lothringen bei Bitsch,im östlichen Württemberg und in ganz Bayern, in den Alpen bis 1040 m, im Bayrischen Walde bis 700 mansteigend. In Oesterreich verbreitet in Böhmen, Mähren und Schlesien, in Salzburg, Ober- und Nieder-österreich nördlich der Alpen, südwärts bis Salzburg, Wels und bis ins südliche Wiener Becken; in Steiermarkauf den Wiesen des Ennstales bei Selztal und Admont. In der Schweiz nur bei Zürich und in Graubündenim Domleschg (in der subsp. montanus.)
Alectorolophus maior ist ebenfalls sehr formenreich. — Hieher: subsp. mäior (Ehrh.) Hayek. Stengel einfachoder mit kurzen, schräg aufsteigenden Aesten. Stengelinternodien verlängert. Interkalarblätter 0 bis 1 (selten 2).— V bis VII (Die aestivale Rasse.) — var. eu- maior Sterneck (als Subsp.). Stengel einfach oder nur im oberenTeile mit wenigen, kurzen Aesten. Stengelinternodien länger als die Blätter (Die Wiesenform; auf Wiesenim ganzen Gebiete der Art verbreitet und oft sehr häufig). — Hieher f. leücodon Semler mit weissem Ober-lippenzahn (Bayern),— f.turfösus Neum. mit niedrigem, schlankem, einfachem Stengel (Torfwiesen bei Feucht-wangen, Eschenbach, Dinkelsbühl und im Hirschbachtale in Bayern), — f. gräcilis Semler. Stengel kaum10 cm hoch, einblütig (Bei Dichtsaat entstehend; bisher nur in Bayern beobachtet.) — f. longiramösusPoeverlein. Seitenäste verlängert, den Hauptstengel überragend oder erreichend. — f. agrärius Semler (alsArt). Stengel mit mehreren Astpaaren, manchmal sogar bis zum Grunde herab besetzt; die Aeste schräg nachaufwärts gerichtet, kurz. Stengelinternodien kürzer. Samen geflügelt. Auf Aeckern, selten (Bayern: Dechsendorfbei Erlangen). — var. apterus Fr. Wie vorige, aber Samen ungeflügelt (Nur auf Aeckern bei Geesthachtnächst Hamburg und bei Flechingen in der Prov. Sachsen; aber im nordwestdeutschen Tiefland ausserhalb desVerbreitungsgebietes des A. hirsutus wohl weiter verbreitet.) — subsp. montanus (Saut.) Hayek (= A.serötinus
') Nach Dr. A. Chabert in Chambery, der mehrere Arbeiten über Alectorolophus veröffentlicht hat.