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Allgemeine Verbreitung: Nördliches Spanien, Frankreich, Holland, Belgien^südliches England, Dänemark, Südschweden, Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Oberitalien,Bosnien, Westrussland.
Eine ziemlich formenreiche Pflanze. Hieher: subsp.Stricta (Host) Wettst. Stengel meist im unteren Teileästig. Stengelinternodien zahlreich, kurz, die unteren Blätterzur Blütezeit meist schon abgefallen. Blätter scharf gezähnt.Blüten 6 bis 10 mm lang. —Vll bis IX (Die autumnale Rasse).Im Gebiete weit verbreitet und ausser E. Rostkovianameist die häufigste Euphrasia-Art. Steigt bis 1500 m an.Hieher ferner folgende Formen: f. genui'na Sag. Stengel10 bis 20 cm hoch, wenig verästelt. Blätter eiförmig. Blüten7 mm lang. — f. robüsta Sag. Ebenso, aber mit 10 mmlangen Blüten. — f. subalpina Beck. Niedriger, robust,mit breiteren Blättern. — subsp. Suecica Murbeck etWettst. Stengel einfach oder im oberen Teile mit wenigenkurzen Aesten. Stengelinternodien wenige, gestreckt, längerals die Laubblätter; die unteren Blätter zur Blütezeit er-halten. Blätter weniger scharf gezähnt. — V, VI (Die ästi-vale Rasse). Auf Wiesen selten. In Deutschland auf Strand-wiesen bei Zinnowitz, auf Usedom und in Thüringen; inOesterreich bei Pontafel in Kärnten; in der Schweiz nochnicht beobachtet. — subsp. pümila (A. Kern.) Hayek.Stengel niedrig, einfach oder mit wenigen aufrechtenAesten. Internodien des Stengels kurz, gedrängt. Blättergrannig gesägt. Aehren gedrängt. Blüten nur 3 bis 4 mm'ang ; hell-lila mit dunklen Streifen ohne gelben Schlund-fleck. — VIII, IX (Die hochalpine Rasse). Nur in denZentralalpen von Tirol bei Sulden (1900 m), auf dem Platzer-berg bei Gossensass, auf dem Steinacherjoch beiTrins (1800 m), im Valmingtale bei Sterzing, Nabiges Loch beiP ra gs, Klobenstein bei Bozen, auf der Seiseralpe. — Erdner (Flora von Neuburg a.D.) beschreibt einef. pseudosuecica und eine f. microphylla.
Fig. 49. Euphrasia stricta Host, a Habitus. b Blüte
c Fruchtkapsel (vom Kelch umgeben), d bis n Tragbliitter.
— Euphrasia brevipila Burnat et Gremli. o Habitus.
J> Frucht mit Kelch, q bis w Tragbliitter.
101. Euphrasia brevipfla 1 ) Burnat et Gremli (= E. officinälis var. montäna Fr.,— E. officinälis L. z.T. Fr., = E. parviflora Wettst.). Kurzhaariger Augentrost.
Fig. 49 o bis w.
Einjährig, 5 bis 35 cm hoch. Stengel aufrecht, einfach oder ästig, von krausen,nach rückwärts gerichteten Härchen flaumig. Unterste Stengelblätter keilig, stumpf, mit3 bis 7 stumpfen Zähnen, die mittleren und oberen eiförmig bis eilanzettlich, ungefähr inder Mitte am breitesten, spitz, beiderseits mit je 3 bis 5 grannig-spitzen Zähnen. Trag-blätter breiter als die Stengelblätter, im unteren Drittel am breitesten, eiförmig, jederseitsmit 4 bis 7 spitzen oder grannigen Zähnen. Alle Blätter besonders am Rande und anden Nerven mit kurzen Stieldrüsen besetzt (Fig. 49 q bis w), im übrigen kahl oder spärlich^urzborstig. Kelch drüsenhaarig, zur Fruchtzeit nicht oder kaum vergrössert (Fig. 49p).umenkrone 6 bis 10 mm lang, gegen Ende der Blütezeit nicht verlängert, blasslila mitem Fleck und dunklen Strichen auf der Unterlippe. Kapsel keilig, gestutzt oderseicht ausgerandet, so lang oder etwas länger als der Kelch, am Rande steifborstig. —VII bis IX. s > &
Auf trockenen Wiesen (zuweilen mit Veronica spicata), Grasplätzen, Heiden, anWäldrändern; zerstreut in Nordostdeutschland, Oesterreich-Ungarn und in der Schweiz.Vereinzelt bis 1600 m (Tirol).
') Vom lat. brevis = kurz und pflus = das Haar.