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91. Melampyrum subalpinum (Juratzka) Kerner. Voralpen-Wachtelweizen.
Fig. 45 a bis c.
Einjährig, 10 bis 50 cm hoch. Stengel aufrecht, ästig, an den Kanten behaart.Laubblätter kurzgestielt, lanzettlich bis lineal, ungefähr in der Mitte am breitesten, bis 10 mmbreit, spitz, ganzrandig, an den Nerven etwas behaart. Blüten in lockeren, oft einseits-wendigen Trauben. Die unteren Tragblätter den Stengelblättern gleichgestaltet, die obereneiförmig, eingeschnitten, grannig gezähnt, in eine kürzere oder längere lanzettliche Spitzeauslaufend (Fig. 45b). Kelch an den Kanten langhaarig, dazwischen kahl, etwa halb solang wie die ßlumenkrone, mit lanzettlichen, spitzen Zähnen. Blumenkrone 16 bis 18 mm lang,goldgelb, mit langer Röhre; Ober- und Unterlippe einen spitzen Winkel bildend. — VII, VIII.
Selten in Wäldern. Nur in Oesterreich in Salzburg (auf den Moorwiesen beiGlanegg), in Niederösterreich (auf den Kalkbergen südlich von Wien, vom Anninger- biszum Sirningtale, auf der Hohen W'and bis 700 m ansteigend, ferner im Zuge des Höllen-stein und Speisenberges bei Gr. Sieghards) und in Mähren (bisher einzig bei Laschanekim Bez. Brunn).
Allgemeine Verbreitung: Oestliches Frankreich, Mähren, Salzburg, Nieder-österreich, Bosnien.
Im Gebiete bisher nur die der Talrasse entsprechende subsp. subalpinum Ronniger mit reichästigemStengel, mit bogig aufsteigenden, blütentragenden Aesten, kurzen Stengelinternodien und mit 1 bis 3 Paarenvon Interkalarblättern. — Hieher auch die var. stenotätum Wiesb. mit ganz schmalen, linealen Blättern(In Niederösterreich, besonders auf dem Eisernen Tore bei Baden.) — Die Aestivale Rasse, die subsp.Hoermanniänum (Maly) Ronniger, wurde bisher nur in Bosnien beobachtet.
Mit M. subalpinum nahe verwandt ist M. intermedium Perrier et Songeon, das sich von diesemdurch die herabgeschlagene Unterlippe der Blumenkrone und den zwischen den Kanten von kurzen Härchenbesetzten Kelch, von M. angustissimum durch kürzere Kelche und Kelchzähne unterscheidet. Es ist in denTälern der Savoyer Alpen ziemlich verbreitet und könnte deshalb auch in den angrenzenden Teilen der Schweizgefunden werden.
92. Melampyrum angustissimum Beck. Schmalblätteriger Wachtelweizen.
Fig. 46 a bis f.
Einjährig, 15 bis 50 cm hoch. Stengelaufrecht, einfach oder ästig, zweireihig kurz-haarig. Laubblätter sehr kurz gestielt, lan-zettlich bis lineal-lanzettlich, spitz, ganz-randig, in den Stiel rasch verschmälert, naheder Basis am breitesten, kahl. Blüten inlockeren, oft einseitswendigen Trauben.Tragblätter lanzettlich, spitz, die oberenam Grunde etwas verbreitert und granniggezähnt (Fig. 46b), violett. Kelch spärlich(besonders an den Kanten) behaart, fast halbso lang als die Blumenkrone. Kelchzähnelanzettlich, spitz, etwas länger als die Kelch-röhre. Blumenkrone 12 bis 25 mm lang,goldgelb, mit gerader Röhre; Unterlippeherabgeschlagen, mit der Oberlippe einenerst rechten, zuletzt stumpfen Winkel bildend.Der Schlund der Blumenkrone weit geöffnet.
Fig. 46. Melampyrum angustissimum Beck, a Habitus °
(1/3 natürl. Grösse). JTragblatt. c Samen. — Mel am py rum an- Kapsel 8 mm lang, etwa SO lang wie der
gustissimum Beck subsp. gran diflorum (A.Kern.) Ronniger. T ,- , _ _ T .. T ^^
t„ d Habitus, e Tragblatt. / Längsschnitt durch die Blüte. Kelch. ---- Vi blS IX.