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Österreich sowie im Krainer Karstgebiet, verschleppt auch in Mähren, Oberösterreich, Tirol und Kärnten. Inder Schweiz einmal bei Orbe eingeschleppt.
Allgemeine Verbreitung: Oesterreich, Ungarn, Bosnien, Serbien, Montenegro.
Die im Gebiet vorkommende subsp. barbätum (Waldst. et Kit.) Hayek ist einfach oder ästigmit schräg nach aufwärts gerichteten Aesten, mit keinem oder einem Interkalarblattpaare und entspricht derAckerrasse. Hieher auch die var. purp ur äse ens Paulin mit rötlichen Tragblättern und Blüten (Im südlichenInnerkrain häufig). — Die subsp. Tergestinum O. Dahl mit verlängerten, bogig-aufsteigenden Aesten undmehreren lnterkalarblattpaaren wurde bisher nur bei Triest beobachtet.
89. Melampyrutn nemorösum L. (= M. decrescens Celak. f.). Hain-Wachtel-weizen. Taf. 241, Fig. 4.
Der Kontrast zwischen den oberen blauvioletten Hochblättern und den schön goldgelben Blütenkronenhat der Pflanze den Namen Tag und Nacht (auch volkstümlich) verschafft.
Einjährig, 10 bis 70 cm hoch. Stengel aufrecht, meist ästig, fast ringsum behaart.Laubblätter kurzgestielt, eiförmig bis länglich-lanzettlich, U/2 bis 3 mal so lang als breit,spitz, am Grunde in den Stiel zusammengezogen, ganzrandig oder die obersten am Grundespiessförmig bis 3-zähnig. Blüten in lockeren, einseitswendigen Trauben. Tragblättereiförmig, spitz, kurzhaarig, die unteren ganzrandig bis spiessförmig gezähnt, die mittlerenund oberen lebhaft violett überlaufen, am Grunde spiessförmig und grannig - gezähnt(Taf. 241, Fig. 4 a). Kelch von ca. 2 mm langen, mehrzelligen Haaren zottig, selten nurkurzhaarig oder nur an den Kanten behaart, ein Drittel so lang als die Blumenkrone; Kelch-zähne lanzettlich, zugespitzt, länger als die Kelchröhre, zuletzt herabgebogen. Blumen-krone 16 bis 20 mm lang, goldgelb, mit langer Röhre; Oberlippe mit der Unterlippe einensehr spitzen Winkel bildend. Kapsel 5 bis 10 mm lang, eiförmig. — V bis IX.
In Wäldern, Hecken, an buschigen Abhängen, Waldrändern, auf Holzschlägen, inAuen, seltener auch auf Wiesen; verbreitet bis in die höhere Bergregion (bis ca. 1000 m).
In Deutschland im Westen (Baden, Elsass, Rheinprovinz, Westfalen) fehlend, auch in der nord-westdeutschen Ebene nur sehr zerstreut und selten. Weiter östlich verbreitet und nach Osten zu an Häufigkeitzunehmend, in den bayerischen Alpen aber nur bei Schellenberg bei Berchtesgaden. In Oesterreich ziemlichverbreitet, in den nördlichen Alpentälern jedoch zumeist fehlend, so in Tirol erst von Meran südwärts, inSteiermark nur im mittleren und südlichen Landesteile. In der Schweiz nur im Jura bei Valiangin und ineiner abweichenden Form (s. unten) um Vevey am Genfersee.
Allgemein e Verb reitung: Ganz Europa mit Ausnahme des äussersten Nordensund Südens, Westasien.
Tritt ebenfalls in drei Unterarten und mehreren Formen auf: subsp. nemorösum (L.) Ronniger.Pflanze reich sparrig-ästig mit bogig aufstrebenden, blütentragenden Aesten. Stengelinternodien zahlreich.Kotyledonen zur Blütezeit fehlend. Mittlere Stengelblätter eiförmig oder länglich, über der Basis am breitesten.Zwischen dem obersten Astpaar und dem endständigen Blütenstand meist 1 bis 3 Paare von Interkalarblätterneingeschaltet. Blütezeit Juli bis September (Talform). So in Wäldern und Gebüschen allgemein ver-breitet. — Hieher ferner: f. umbrösumMurr mit fast ungezähnten, schwachviolett überlaufenen Tragblättern.f. virens Klett et Richter mit grünen Tragblättern, f. meridionäle Murr mit purpurroten Tragblätternund f. pällens Murr mit weissen Tragblättern. — var. het erö tri chum 1 ) Ronniger. Kelch mit zweierleiHaaren besetzt, an den Kanten mit mehrzelligen Haaren von durchschnittlich 1,2 mm Länge, dazwischenmit ganz kurzen, 0,06 mm langen, einzelligen Härchen (An der Save zwischen Sagor und Trifail in Krain). —var. Vaudense 2 ) Ronniger. Kelch gleichmässig mit kurzen, ca. 0,25 mm langen Härchen besetzt, ohnelängere Haare. Nur in der Schweiz in der Umgebung von Vevey am Genfersee, hier aber massenhaft. —subsp. Silesfacum Ronniger. Pflanze verzweigt mit 1 bis 4 Paaren schräg nach aufwärts gerichteter Aeste.Stengelinternodien zahlreich, kurz. Laubblätter länglich-lanzettlich, an der Basis am breitesten. Kotyledonenzur Blütezeit meist schon abgefallen. Zwischen dem obersten Astpaar und dem endständigen Blütenstandkeine Interkalarblätter. Blütezeit Juni, Juli (Montikole Rasse). Sehr zerstreut in Deutschland bei Jena,Tiedlitz, Kitzingen am Main, Waidenburg in Schlesien, in Oesterreich in Oberösterreich beim Traunfall
*) Griech. eTEQog [heteros] = verschieden und &qQ Gen. zgi/ög [thrix, trichös] = das Haar.2 ) Nach dem Schweiz. Kanton Waadt (franz. Vaud) benannt.