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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Zerstreut und stellenweise häufig auf Aeckern, an grasigen Stellen; in Südwest-deutschland (in Baden, Elsass und der Pfalz), ferner in Oesterreich (im östlichen undsüdöstlichen Steiermark, in Kärnten undKrain); in der Schweiz verbreitet, aber in Grau-bünden und in den Urkantonen fehlend. Ab und zu auch adventiv.

Allgemeine Verbreitung: West-, Süd- und Mitteleuropa, Kleinasien.

56. Veronica arv£nsis L. Feld-Ehrenpreis. Ital.: Ederella, serpollina. Taf. 239,

Fig. 5.

Einjährig. Stengel aufrecht oder aufsteigend, am Grunde oft ästig, 5 bis 25 cmhoch, fein kraus-behaart und oben überdies fein drüsenhaarig. Laubblätter zerstreut behaart,eiförmig, sitzend, stumpf, kerbsägig. Blüten fast sitzend in anfangs gedrungenen, bald sehrverlängerten Trauben. Tragblätter eilanzettlich oder lanzettlich, die Blüten überragend,die unteren am Grunde oft mit einigen tiefen Kerbzähnen. Blütenstiele viel kürzer als derKelch. Kelchzipfel verkehrt-eilanzettlich, zur Fruchtzeit etwas vergrössert und länger alsdie breit herzförmige Kapsel. Griffel die Ausrandung etwas überragend (Taf. 239,Fig. 5 c). Samen eirund, ziemlich flach, gelblich (Taf. 239, Fig. 5 a). IV, V.

Innerhalb der Kulturregion auf Aeckern, Brachen, grasigen Plätzen, auf Schutt,an Rainen, Wegrändern, Mauern, unkultivierten Orten; von der Ebene bis in die Voralpen(Wallis: Findelen 2130 m; Bernina: Alp Grüm 2100 m) gemein.

All gemeine Verb reitung: Ganz Europa, Westasien.

57. Veronica peregrfna 1 ) L. (= V. Romäna L.). Ausländischer Ehrenpreis.

Fig. 30 a und b.

Einjährig. Stengel meist mehrere, aufrecht oder aufsteigend, 8 bis 15 cm hoch,kahl. Laubblätter kahl, die unteren eilanzettlich oder elliptisch, in den ungefähr gleichlangenStiel verschmälert, spitzlich, stumpf gezähnt; die oberen länglich, mit kurz-keiligem oderabgerundetem Grunde sitzend, entfernt stumpf - kerbzähnig bis fast ganzrandig. Blütenfast sitzend, in massig verlängerten, endständigen Trauben. Tragblätter länglich-verkehrtei-lanzettlich bis lineal, die Blüten weit (die unteren bis ums dreifache) überragend. Kelch-zipfel eilanzettlich, stumpf, bei der Fruchtreife vergrössert ;und fast doppelt so lang wiedie Kapsel, kahl. Blütenstiele viel kürzer als der Kelch. Blumenkrone radförmig mit sehrkurzer Röhre, 3 bis 5 mm breit, bläulich oder weiss. Kapsel zusammengedrückt, verkehrt-herzförmig, kahl, der Griffel kürzer als die Ausrandung (Fig. 30 b). V, VI.

Aus Amerika stammende Wanderpflanze, die seit dem Ende des 18. Jahrhundertsin Europa eingeschleppt vorkommt und jetzt vielerorts auf Wiesen, in Gärten, Baumschulen, anFlussufern etc. sich eingebürgert hat.

In Deutschland besonders in der Rheinebene (bis Bonn hinunter) nicht selten, ferner bei Hamburg,Hildesheim, Breslau. Iu Bayern seit 1880 in der städtischen Baumschule zu Regensburg zahlreich. Ab undz u auch um Potsdam, Berlin (besonders im botanischen Garten), im Grossen Garten in Dresden. In Oesterreichhie und da in Böhmen (Prag, Leitmeritz, Senftenberg), in Niederösterreich bei Nussdorf bei Wien sowie inVorarlberg bei Feldkirch und Dornbirn und in Tirol im Innsbrucker botanischen Garten sowie bei Bozen. Inder Schweiz vorübergehend bei Zürich. Bei Karlsruhe findet sich diese Art auf schlammigem Alluvialbodenneben Myosurus minimus, Stellaria glauca, Montia, Myosotis palustris, Veronica Anagallis und V. Beccabunga.

Allgemeine Verbreitung: Südamerika; adventiv in vielen Gegenden Europas.

58. Veronica praecox All. Früher Ehrenpreis. Fig.30hbisl.Ein- oder zweijährig. Stengel aufrecht, oft am Grunde ästig, 5 bis 10 cm hoch, untenfast kahl, oben fein krausflaumig und drüsenhaarig. Blätter kahl, die untersten gestielt, die

') lat. fremdländisch.

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