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nochmals fiederig-eingeschnittenen Abschnitten. Blüten in verlängerten, ziemlich dichten,tiefherabreichenden Trauben, in den Achseln ihrer Tragblätter fast sitzend. Wenigstens
die untersten Tragblätter fiederspaltig, jederseits mit1 bis 3 Abschnitten. Kelchzipfel lanzettlich, drüsig-flaumig. Blumenkrone radförmig, mit sehr kurzerRöhre, tief azurblau, 4 bis 5 mm breit. Kapselflachgedrückt, rundlich-nierenförmig, seicht ausge-randet mit einem die Ausrandung weit überragendemGriffel (Fig. 29b). Samen schildförmig (Fig. 29 d),1 mm lang. — IV, V.
Auf Sandheiden, trockenen, grasigen Plätzen;besonders in Ostdeutschland und in Oester-reich. Fehlt in der Schweiz vollständig.
Veronica DUlenii ist eine Charakterpflanze sonnigerGrasheiden, besonders auf kalkfreiem Boden und findet sichgern in Gesellschaft von Festuca ovina, Corynephorus canescens,Nardus stricta, Scleranthus perennis, Armeria vulgaris, Jasionemontana, Helichrysum arenarium etc. In Bayern ist sie ziemlichverbreitet im Keupergebiet, wurde aber auch schon auf derunteren Hochebene (bei München, Augsburg, Ingolstadt etc.)und im bayerischen Walde bei Matternberg bei Regensburg nach-gewiesen, in der Pfalz bei Mannheim und am Donnersbergsowie am Nieder- und Oberrhein. Ziemlich verbreitet ist V.DUlenii in Sachsen, Schlesien und Posen, Ost- und Westpreussen,Pommern und Brandenburg, nordwestlich bis Burg, Potsdam,Spandau, Neuruppin, Rostock, Stettin. In Böhmen besondersin den Eibniederungen häufig, aber auch bei Prag, Weiss-wasser, Karlsbad; in Mähren in der Umgebung von Brunn undZnaim, in Niederösterreich bei Retz, Krems, Dürrenstein etc.,auch noch in Tirol bei Zell a. d. Ziller und zerstreut in Süd-tirol. Veronica Dillenii ist mit V. verna sehr nahe verwandt, aber in allen Teilen kräftiger und durch diegrösseren, tiefblauen Blüten und den die Ausrandung der Kapsel weit überragenden Griffel leicht zu unter-scheiden. Nichtsdestoweniger wurden beide Arten lange nicht auseinandergehalten; demnach ist auch ihreVerbreitung noch lange nicht in allen Gebieten sicher festgestellt. In Deutschland wurde V. Dillenii zumersten Male 1892 und zwar bei Thorn festgestellt.
Allgemeine Verbreitung: Ostdeutschland, Oesterreich-Ungarn, Serbien, Russ-land, Schweden, Oberitalien.
Fig. 29. Veronica Dillenii Crantz, a Habitus(!/2 natürl Grösse), b Unreife Kapsel mit Kelchblätternund Tragblatt, c Querschnitt durch die Kapsel, d Samen.— Veronica verna L. e Unreife Kapsel. — Vero-nica acinifolia L. /Habitus ( l /z natürl. Grösse).g Unreife Kapsel, k Samen.
55. Veronica acinifolia 1 ) L. Quendelbjlätferiger Ehrenpreis. Fig. 29f bis h.
Einjährig. Wurzel spindelig, dünn. Stengel aufrecht oder aufsteigend, 5 bis 10 cmhoch, am Grunde meist reichästig, unten fast kahl oder spärlich flaumig. Laubblätter kahl,eiförmig, kurz gestielt, stumpflich, schwach gekerbt. Blüten gestielt, in den Achseln ihrerTragblätter in lockeren, zuletzt sehr verlängerten Trauben. Tragblätter elliptisch-lanzettlich,ganzrandig oder die unteren kerbsägig. Blütenstiele 2 bis 3 mal so lang als der Kelch,abstehend, oft gekrümmt. Kelchblätter elliptisch, höchstens so lang wie die Kapsel.Blumenkrone radförmig, mit sehr kurzer Röhre, blassblau, dunkler geädert. Kapsel flach-gedrückt, breit nierenförmig, fast zweiknotig, doppelt so breit als lang, tief ausgerandet,3 mm lang, zerstreut - drüsenhaarig, der Griffel kürzer als die Ausrandung (Fig. 29g).Samen schildförmig (Fig. 29 h), 0,5 mm lang. — IV bis VI.
l ) Wegen der Aehnlichkeit der Laubblätter mit jenen von Satureia (= Calamtntha) Acinos.