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Tafel 239.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Veronica serpyllifolia (pag. 48).
„ la. Kapsel, vergr.
„ Ib. Samen, vergr.
„ 2. Veronica alpina L. (pag. 48).
„ 3. Veronica fruticans (pag. 46).
„ 3a. Fruchtknoten.
„ 4. Veronica aphylla (pag. 59).
„ 5. Veronica arvensis (pag. 51).
„ 5a. Samen, vergr.
„ 5b. Reife Kapsel mit Kelch, geöffnet, vergr.
„ 5c. Junge Kapsel, vergr.
„ 6. Veronica verna (pag. 49).
Fig. 6a. Samen.
,, 7. Veronica triphyllos (pag. 52).
„ 7a. Samen, vergr.
„ 8. Veronica Tournefortii (pag. 53).
„ 8a. Fruchtknoten im Längsschnitt, vergr.
„ 8b. Fruchtknoten im Querschnitt, vergr.
,, 8c. Unreife Kapsel, vergr.
„ 9. Veronica polita (pag. 54).
„ 9a. Samen von rückwärts, vergr.
„ 9b. Samen von vorn.
„ 10. Veronica hederaefolia (pag. 56).
„ 10a. Samen, vergr.
ganzrandig. — subvar. alpes tris Bamberger. Blüten tief blau. — var. tenella (AH.) Beck. Stengel liegendund an der Spitze aufsteigend. Blätter klein, rundlich, in den sehr kurzen Stiel zusammengezogen, undeutlichgekerbt. Trauben verkürzt, locker und wenigblütig. Blüten bläulich (Zerstreut in der Alpenregion).
53. Veronica ve>na L. Frühlings-Ehrenpreis. Taf. 239, Fig. 6 und Fig. 29e.
Einjährig. Stengel 5 bis 20 cm hoch, einfach oder ästig, spärlich flaumig und obenzerstreut-drüsig. Laubblätter fast kahl, die untersten gestielt, eiförmig oder rundlich, grob-kerbzähnig, die folgenden sitzend, fiederspaltig, mit 5 bis 7 linealen oder länglichen, stumpfenAbschnitten. Blüten fast sitzend, in den Achseln ihrer Tragblätter in endständigen, lockerenTrauben. Tragblätter eilänglich bis lanzettlich, wenigstens die unteren fiederspaltig mit3 bis 5 dreieckigen oder länglichen Abschnitten. Kelchzipfel lanzettlich, bei der Frucht-reife sich verlängernd. Blumenkrone radförmig, mit sehr kurzer Röhre, 3 mm breit, himmel-blau. Kapsel flachgedrückt, rundlich-nierenförmig, tief ausgerandet, mit einem die Aus-randung nicht überragendem Griffel, drüsig-behaart (Fig. 29 e). Samen schildförmig (Taf. 239,Fig. 6 a), 1 mm breit. — IV bis VI.
Zerstreut auf grasigen Plätzen, trockenen Abhängen, auf Aeckern, stellenweise wieim Wallis bis in die Alpenregion (2100 m) ansteigend.
In Süd deu t s chland im allgemeinen nicht selten, in Bayern im Gebiete der Alpen aber fehlend; ebensoziemlich verbreitet in Mitteldeutschland. In Hannover ziemlich zerstreut, im nordwestdeutschen Tieflande imwestlichen Teile fehlend, im östlichen zerstreut; in Nordostdeutschland nicht selten. In Oesterreich ziemlichverbreitet, doch für Böhmen fraglich und in Krain fehlend; fehlt auch grösstenteils im eigentlichen Alpen-gebiete. In der Schweiz nur im Süden, besonders imTessin und Wallis, seltener in derWaadt, in Graubündenund Uri, im übrigen Teile fehlend.
Allgemeine Ve rbreitung: Nord- und Mitteleuropa mit Ausschluss des arktischenGebietes, Russland, nördliche Balkanhalbinsel, Nord- und Westasien.
Aendert ab: var. eglandulösa Hausskn. Drüsenhaare fehlend. Pflanze schlanker und höher (Seltenbei Sitten in der Schweiz).
54. Veronica Dillenii l ) Crantz (= V. campestris Schmalh., = V. succulenta All., = V.verna L. var. longistyla Cesati, Passerini et Gibelli). Heide-Ehrenpreis. Fig. 29a bis d.
Einjährig. Stengel aufrecht, einfach oder ästig, 5 bis 20 cm hoch, unten spärlich kraus-behaart, oben drüsig-flaumig. Laubblätter fast kahl, die untersten kurz gestielt, eiförmig,stumpf, eingeschnitten gesägt, die folgenden sitzend, fiederspaltig, mit 3 bis 7 lineal-länglichen,
>) Nach Joh. Jak. Dillenius, geb. 1687, Professor der Botanik erst in Giessen, später in Oxford, gest. 1747.Ilegi, Flora Bd. VI. 4