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krausflaumig. Laubblätter dicklich, glänzend, fast kahl, aus keiligem Grunde verkehrt-eilänglich,ganzrandig oder schwach kerbsägig; die unteren kurz gestielt, die oberen sitzend. Blütenin endständiger, wenigblütiger Traube, kurz gestielt. Blütenstiele kurz krausflaumig, drüsen-los, zur Fruchtzeit etwas verlängert und länger als ihr Tragblatt. Kelch vierteilig mitverkehrt-eilänglichen, kurz-kraushaarigen Zipfeln. Blumenkrone radförmig, mit sehr kurzerRöhre, 10 bis 14 mm breit, dunkel - azurblau (selten rot) mit purpurnem Schlundring.Kapsel 6 bis 9 mm lang, eilänglich, kaum ausgerandet. — VI bis VIII.
An felsigen, steinigen Stellen, auf trockenen Alpentriften; vornehmlich auf Kalk.Verbreitet in der ganzen Alpenkette, im Wallis zwischen 900 (Salvan) und 2800 m, inOberbayern zwischen 300 und 2390 m, in Tirol (Pizlat) bis 2800 m, in Steiermark zwischen1400 und 2000 m, mitunter auf den Schutthalden bis in die Täler herabsteigend. Fernerim Jura auf dem Crete de Miroir, in den Vogesen auf dem Hohneck und im Schwarzwaldauf dem Feldberg und Belchen (1500 m).
AllgemeineVerbreitung: Arktisches Europa, Grönland, Schottland, Pyrenäen,Alpen, Vogesen, Schwarzwald, Apenninen, Korsika, Karpaten, Illyrische Gebirge.
50. Veronica bellidioides 1 ) L. Maassliebchen-Ehrenpreis. Fig. 28.
Ausdauernd.Wurzelstock kriechend, walzlich, gegliedert. Stengel aufrecht, 6 bis 20 cmhoch, einfach, unten spärlich flaumig, oben dicht drüsig - zottig. Die unteren Blättergedrängt, rosettig, viel grösser als die oberen, sehr kurz gestielt, aus keiligem Grundeverkehrt-eiförmig, stumpf, ganzrandig oder schwach gekerbt, die oberen viel kleinerentfernt, aus keiliger Basis verkehrt-eiförmig bis verkehrt-eirund, stumpf, alle dicht behaart.Blüten in fast ebensträussig-kopfiger, wenigblütiger Traube, kurz gestielt. Blütenstiele undKelche drüsig-zottig (Fig. 28 c, e); Kelchzipfel eilänglich, stumpf. Blumenkrone radförmig,mit sehr kurzer Röhre, 6 bis 9 mm breit, blauviolett. Kapsel eiförmig, seicht ausgerandet,drüsenhaarig (Fig. 28 c), 8 mm lang. Samen glatt (Fig. 28d). — VII, VIII.
Auf humosen Matten der Hochalpen; nur auf Urgestein. Im Wallis zwischen1800 bis 3100 m, in Graubünden zwischen 1700 bis 2900 m,in Tirol von 1420 bis 2840 m, in Steiermark zwischen 1800und 2300 m. Ferner in den Sudeten (auf der Schneekoppeund im Kessel).
AllgemeineVerbreitung: Pyrenäen, Alpen, Su-deten, Karpaten, Gebirge der nördlichen Balkanhalbinsel.
Veronica bellidioides ist eine Bewohnerin trockener, ungedüngterRasen des Urgebirges, besonders des Krummseggenrasens und der Borsten-grasmatte. In den Kalkalpen findet sie sich nur auf Urgesteinseinlagerungenoder auf sehr tiefgründigem Humus und ist daher dort ziemlich selten (inBayern nur auf dem Fellhorn, Schrecken, im Wettersteingebirge, den Kegel-k °pfen) und fehlt in Nieder- und Oberösterreich gänzlich; hingegen ist siez- B. auf den Porphyren und Schiefern der Südtiroler Dolomiten nicht selten.Aber auch in den Zentralalpen fehlt sie mitunter streckenweise voll-ständig, so in den Schladminger Tauern in Steiermark. — Veronica bellidi-oides ist im allgemeinen wenig veränderlich; nur in der Schweiz wurdeeine abweichende Form beobachtet, nämlich var. Townsendii Gremli(= Veronica lilacina Towns.). Blätter deutlich gezähnt. Frucht nach obenverschmälert. So mehrfach im Wallis (auf der Bellalp und dem Rieder-horn) und auf dem Hohen Rad in Vorarlberg.
~-)~Von Bellis, dem wissenschaftlichen Namen des Gänseblümchens; wegen der ähnlichen Rosettenblätter.
Fig.28. „Veronica bellidioides L.a Habitus der blühenden, 5 der frukti-fizierenden Pflanze ('/a natürl. Grösse).c Unreife Fruchtkapsel mit Kelch,/Samen. «Kelchblatt (stark vergrössert)